TestDaF writing and speaking practice

9 original tasks in the format of the digital TestDaF: the two writing tasks and the seven speaking tasks, with model answers, checklists and useful phrases.

About these questions

All texts, names, places, dates and figures are invented for practice. Independent practice by FreeExamPath. Not affiliated with g.a.s.t. e.V. or the TestDaF-Institut. TestDaF® is a registered trade mark of g.a.s.t. These exercises are not official model tests, and your result is a practice estimate, not a TDN.

Writing and speaking are not marked automatically: compare your answer with the checklist and the model answer. Nothing you type is sent or saved.

Topics (9)

Writing, task 1: write an argumentative text

Writing

Pflichtpraktikum für alle Studiengänge?

Lesen Sie die Aufgabe und die Meinungen. Schreiben Sie in 30 Minuten mindestens 200 Wörter.Read the task and the opinions. Write at least 200 words in 30 minutes.

In vielen Ländern wird diskutiert, ob ein Praxissemester in allen Studiengängen Pflicht werden soll. Schreiben Sie einen argumentativen Text für die Hochschulzeitung. Geben Sie die Meinungen unten in eigenen Worten wieder und nehmen Sie begründet Stellung.

Many countries are debating whether a work-placement semester should be compulsory in every degree programme. Write an argumentative text for the university newspaper. Report the opinions given in your own words and take a reasoned position. Write at least 200 words in 30 minutes.

Prof. Dr. Jens Kalinowski, Hochschullehrer: „Ein Pflichtpraktikum verlängert das Studium und nimmt Zeit, die wir für die wissenschaftliche Ausbildung brauchen.“
Selin Akgül, Studentin der Biologie: „Erst im Praktikum habe ich verstanden, wofür ich eigentlich lerne. Vorher wusste ich nicht, ob das Fach zu mir passt.“
Unternehmerverband Weserland: „Wer schon Praxiserfahrung mitbringt, braucht im Betrieb deutlich weniger Einarbeitung.“
  • Geben Sie die unterschiedlichen Positionen in eigenen Worten wieder.
  • Nehmen Sie selbst Stellung und begründen Sie Ihre Meinung.
  • Stützen Sie Ihre Argumente mit Beispielen.
  • Schreiben Sie eine Einleitung und einen Schluss.

30 minutes

Check your text
  • Ich gebe mindestens zwei der Meinungen in eigenen Worten wieder, nicht wörtlich abgeschrieben.I report at least two of the opinions in my own words, not copied word for word.
  • Ich nutze für fremde Meinungen indirekte Rede oder „laut …“, „… betont, dass …“.I use reported speech or “laut …”, “… betont, dass …” for other people's views.
  • Meine eigene Position ist klar erkennbar und begründet.My own position is clear and supported with reasons.
  • Ich gehe auf mindestens ein Gegenargument ein.I deal with at least one counter-argument.
  • Mein Text hat Einleitung, Hauptteil und Schluss und mindestens 200 Wörter (offizielle Vorgabe).My text has an introduction, main part and conclusion and at least 200 words (official rule).
  • Ich verbinde die Absätze mit Konnektoren wie „dagegen“, „dennoch“, „insgesamt“.I link the paragraphs with connectors such as “dagegen”, “dennoch”, “insgesamt”.
Useful phrases
  • …, wird seit Langem kontrovers diskutiert.… has long been a matter of debate.
  • Befürworter verweisen vor allem auf …Supporters point above all to …
  • X gibt dagegen zu bedenken, dass …X, on the other hand, points out that …
  • Meiner Ansicht nach überwiegen die Vorteile.In my view the advantages outweigh the disadvantages.
  • Das Argument … nehme ich durchaus ernst.I take the argument … seriously.
  • Andernfalls hätten … einen klaren Nachteil.Otherwise … would be at a clear disadvantage.
  • Insgesamt halte ich … für sinnvoll, wenn …Overall I consider … sensible, provided that …
Show the model answer

Ob ein Praxissemester in allen Studiengängen verpflichtend sein sollte, wird an den Hochschulen seit Langem kontrovers diskutiert. Die Positionen gehen dabei weit auseinander.

Befürworter verweisen vor allem auf den Nutzen für den Berufseinstieg. So betont der Unternehmerverband Weserland, dass Absolventinnen und Absolventen mit Praxiserfahrung weniger Einarbeitung benötigen. Auch die Biologiestudentin Selin Akgül berichtet, sie habe erst während ihres Praktikums verstanden, wofür sie eigentlich lerne. Professor Jens Kalinowski gibt dagegen zu bedenken, dass ein Pflichtpraktikum das Studium verlängere und Zeit für die wissenschaftliche Ausbildung koste.

Meiner Ansicht nach überwiegen die Vorteile, allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. Ein Praktikum hilft nicht nur bei der späteren Stellensuche, sondern auch bei der Orientierung im Studium. Wer früh erlebt, wie in einem Labor, einer Behörde oder einem Verlag gearbeitet wird, kann seine Schwerpunkte bewusster wählen und bricht das Studium seltener aus Enttäuschung ab.

Das Argument der Studiendauer nehme ich dennoch ernst. Ein Praxissemester darf nicht einfach an das Studium angehängt werden, sondern muss in den Studienplan integriert und mit Leistungspunkten anerkannt werden. Außerdem müssen die Hochschulen dafür sorgen, dass genügend Plätze vorhanden sind und Praktika angemessen bezahlt werden. Andernfalls hätten Studierende aus Familien mit wenig Geld oder ohne berufliche Kontakte einen klaren Nachteil.

Insgesamt halte ich ein verpflichtendes Praxissemester für sinnvoll, wenn es gut begleitet wird. Entscheidend ist nicht, dass Studierende irgendein Praktikum absolvieren, sondern dass sie ihre Erfahrungen anschließend im Studium reflektieren können.

Model answer: 229 words

Writing, task 2: summarise a text and a graphic

Writing

Studienabbruch: Gründe und Gegenmaßnahmen

Lesen Sie den Text und die Grafik. Fassen Sie in 30 Minuten die Informationen in etwa 100 bis 150 Wörtern zusammen.Read the text and the graphic. Summarise the information in about 100 to 150 words in 30 minutes.

Sie schreiben für ein Seminar eine kurze Zusammenfassung. Fassen Sie die Informationen aus dem Text und der Grafik im Hinblick auf folgende Frage zusammen: Aus welchen Gründen brechen Studierende ihr Studium ab, und was unternimmt die Hochschule dagegen?

You are writing a short summary for a seminar. Summarise the information in the text and the graphic with regard to this question: why do students drop out of their degree, and what does the university do about it? Write about 100 to 150 words in 30 minutes.

Text: Studienabbruch – nicht immer ein Scheitern
Jedes Jahr verlassen viele Studierende ihre Hochschule ohne Abschluss. Die meisten entscheiden sich bereits in den ersten beiden Semestern dazu. Eine Untersuchung der Hochschule Morlingen zeigt, dass ein Abbruch nicht zwangsläufig ein Scheitern bedeutet: Rund die Hälfte der Befragten hatte zwei Jahre später eine Ausbildung begonnen oder ein anderes Fach gewählt. Dennoch versucht die Hochschule, Studienzweifel früher zu erkennen. Studierende, die nach dem ersten Semester weniger als die Hälfte der vorgesehenen Prüfungen bestanden haben, werden zu einem freiwilligen Beratungsgespräch eingeladen. Außerdem gibt es seit Kurzem Online-Selbsttests, mit denen Studieninteressierte vor der Einschreibung prüfen können, ob ihre Erwartungen zum Fach passen.

Grafik (Balkendiagramm, hier in Worten): Wichtigster Grund für den Studienabbruch. Befragung von 1 200 ehemaligen Studierenden der Hochschule Morlingen, Angaben in Prozent: Leistungsprobleme 31 %, falsche Vorstellungen vom Studium 24 %, finanzielle Gründe 18 %, Wunsch nach praktischer Tätigkeit 15 %, persönliche oder familiäre Gründe 12 %.
  • Nennen Sie die wichtigsten Gründe aus der Grafik.
  • Geben Sie die zentralen Informationen aus dem Text wieder.
  • Beziehen Sie sich auf die Frage und verwenden Sie eigene Worte.
  • Geben Sie keine eigene Meinung ab.

100–150 words · 30 minutes

Check your text
  • Ich beantworte die Frage und lasse unwichtige Details weg.I answer the question and leave out unimportant details.
  • Ich nenne die wichtigsten Werte der Grafik und ordne sie (häufigster Grund, an zweiter Stelle …).I give the key figures from the graphic and rank them (most common reason, in second place …).
  • Ich gebe die Informationen aus dem Text in eigenen Worten wieder.I report the information from the text in my own words.
  • Ich schreibe sachlich und ohne eigene Meinung.I write objectively and without my own opinion.
  • Mein Text hat etwa 100 bis 150 Wörter (offizielle Vorgabe).My text has about 100 to 150 words (official rule).
Useful phrases
  • Der Text und die Grafik befassen sich mit …The text and the graphic deal with …
  • Laut einer Befragung … sind … mit 31 Prozent der häufigste Grund.According to a survey … , … at 31 per cent is the most common reason.
  • An zweiter Stelle stehen …, gefolgt von …In second place come …, followed by …
  • Seltener werden … genannt.… are mentioned less often.
  • Der Text betont, dass …The text stresses that …
  • Darüber hinaus sollen … helfen, …In addition, … are meant to help …
Show the model answer

Der Text und die Grafik befassen sich mit dem Thema Studienabbruch. Laut einer Befragung der Hochschule Morlingen sind Leistungsprobleme mit 31 Prozent der häufigste Grund, das Studium abzubrechen. An zweiter Stelle stehen falsche Vorstellungen vom Studium (24 Prozent), gefolgt von finanziellen Gründen (18 Prozent). Seltener werden der Wunsch nach einer praktischen Tätigkeit und persönliche Gründe genannt. Der Text betont, dass ein Abbruch nicht unbedingt ein Scheitern ist, da etwa die Hälfte der Betroffenen später eine Ausbildung oder ein anderes Studium beginnt. Um Zweifel früh zu erkennen, lädt die Hochschule Studierende, die nach dem ersten Semester wenige Prüfungen bestanden haben, zu einem freiwilligen Gespräch ein. Darüber hinaus sollen Online-Selbsttests schon vor der Einschreibung helfen, falsche Erwartungen an das Fach zu vermeiden.

Model answer: 120 words

Speaking, task 1: give advice

Speaking

Einem Kommilitonen einen Rat geben

Lesen Sie die Situation. Bereiten Sie sich vor und sprechen Sie dann in der angegebenen Zeit. Ihr Gegenüber ist fiktiv; in der Prüfung wird Ihre Antwort aufgenommen.Read the situation. Prepare, then speak for the time given. The person you speak to is fictional; in the exam your answer is recorded.

Sie sitzen mit Ihrem Kommilitonen Jonas in der Mensa. Jonas arbeitet abends in einem Café und ist oft müde. Er überlegt, die Hälfte seiner Prüfungen ins nächste Semester zu verschieben, und fragt Sie: „Was würdest du an meiner Stelle machen?“ Geben Sie ihm einen Rat und begründen Sie ihn.

You are in the canteen with your fellow student Jonas, who works evenings in a café and is often tired. He is thinking of postponing half of his exams to next semester and asks what you would do. Give him advice and explain why. You speak for 45 seconds.

  • Reagieren Sie auf Jonas' Situation.
  • Geben Sie einen oder zwei konkrete Ratschläge.
  • Begründen Sie Ihren Rat kurz.

about 45 seconds · Preparation: 1 min (our suggestion)

Check your spoken answer
  • Ich spreche Jonas direkt an und duze ihn.I address Jonas directly and use “du”.
  • Ich gebe mindestens einen konkreten Rat.I give at least one concrete piece of advice.
  • Ich begründe meinen Rat mit „denn“ oder „weil“.I support my advice with “denn” or “weil”.
  • Ich nutze die 45 Sekunden, ohne lange Pausen.I use the 45 seconds without long pauses.
Useful phrases
  • An deiner Stelle würde ich …If I were you, I would …
  • Sprich doch erst mal mit …Why don't you talk to … first.
  • Du könntest auch …You could also …
  • Ich würde nicht gleich …, denn …I wouldn't immediately …, because …
  • Wie wäre es, wenn du …?How about …?
Show the model answer

Ich verstehe, dass du erschöpft bist, Jonas. Trotzdem würde ich nicht gleich die Hälfte der Prüfungen verschieben, denn dann wird das nächste Semester umso voller. Sprich doch erst mal mit deinem Chef. Vielleicht kannst du in der Prüfungszeit weniger Schichten übernehmen. Außerdem könntest du bei der Studienberatung fragen, welche Prüfung sich am ehesten verschieben lässt. Eine kann man sicher schieben, aber nicht alle.

Model answer: 63 words

Speaking, task 2: weigh up options

Speaking

Zwei Möglichkeiten für ein Auslandssemester abwägen

Lesen Sie die Situation. Bereiten Sie sich vor und sprechen Sie dann in der angegebenen Zeit. Ihr Gegenüber ist fiktiv; in der Prüfung wird Ihre Antwort aufgenommen.Read the situation. Prepare, then speak for the time given. The person you speak to is fictional; in the exam your answer is recorded.

Ihre Freundin Mira kann für ihr Auslandssemester zwischen zwei Partneruniversitäten wählen. Sie bittet Sie, die beiden Möglichkeiten abzuwägen und ihr eine Empfehlung zu geben.

Your friend Mira can choose between two partner universities for her semester abroad. Weigh up the two options (A: large, well-known university in a capital, courses in English, very high rents; B: smaller university in a small town, courses in the local language, guaranteed hall place, grant covers the rent) and recommend one. You speak for 1 minute 30 seconds.

Möglichkeit A: große, bekannte Universität in einer Hauptstadt; Kurse auf Englisch; sehr hohe Mieten; Wohnungssuche auf eigene Faust.
Möglichkeit B: kleinere Universität in einer Kleinstadt; Kurse in der Landessprache; Wohnheimplatz garantiert; Stipendium deckt die Miete.
  • Nennen Sie Vor- und Nachteile beider Möglichkeiten.
  • Wägen Sie sie gegeneinander ab.
  • Geben Sie eine begründete Empfehlung.

about 1 min 30 s · Preparation: 1 min (our suggestion)

Check your spoken answer
  • Ich nenne für beide Möglichkeiten mindestens einen Vorteil und einen Nachteil.I name at least one advantage and one disadvantage for each option.
  • Ich vergleiche die Möglichkeiten direkt miteinander („dagegen“, „andererseits“).I compare the options directly (“dagegen”, “andererseits”).
  • Ich gebe am Ende eine klare Empfehlung mit Begründung.I end with a clear recommendation and reason.
  • Ich nutze den Konjunktiv II für Möglichkeiten („du hättest“, „du wärst“).I use the subjunctive II for possibilities (“du hättest”, “du wärst”).
Useful phrases
  • Für … spricht, dass …In favour of … is that …
  • Der Nachteil ist allerdings, dass …The drawback, however, is that …
  • Bei … sieht es anders aus.With … it is different.
  • Andererseits …On the other hand …
  • Wenn ich alles abwäge, würde ich dir zu … raten.Weighing everything up, I would advise you to choose …
Show the model answer

Also, Mira, beide Möglichkeiten haben etwas für sich. Für die Universität in der Hauptstadt spricht natürlich ihr guter Ruf, und das kann später im Lebenslauf hilfreich sein. Außerdem sind die Kurse auf Englisch, da hättest du sprachlich keine großen Schwierigkeiten. Der Nachteil sind aber die Kosten. Die Mieten sind sehr hoch, und du müsstest selbst eine Wohnung suchen. Das kann gerade am Anfang viel Zeit und Nerven kosten. Bei der kleineren Universität sieht es anders aus. Du hättest sicher ein Zimmer im Wohnheim, und das Stipendium deckt die Miete. Finanziell wärst du also viel entspannter. Dafür sind die Kurse in der Landessprache, was am Anfang anstrengend sein dürfte. Andererseits lernst du die Sprache so viel schneller, und in einer kleinen Stadt kommst du leichter mit Einheimischen in Kontakt. Wenn ich alles abwäge, würde ich dir zur kleineren Universität raten. Ein Auslandssemester ist eine Chance, wirklich in eine andere Sprache und Kultur einzutauchen, und ohne Geldsorgen kannst du das viel mehr genießen.

Model answer: 161 words

Speaking, task 3: summarise a text

Speaking

Einen Text für die Arbeitsgruppe zusammenfassen

Lesen Sie die Situation. Bereiten Sie sich vor und sprechen Sie dann in der angegebenen Zeit. Ihr Gegenüber ist fiktiv; in der Prüfung wird Ihre Antwort aufgenommen.Read the situation. Prepare, then speak for the time given. The person you speak to is fictional; in the exam your answer is recorded.

Sie bereiten mit Ihrer Arbeitsgruppe ein Referat für das Seminar „Wissenschaftskommunikation“ vor. Sie haben den folgenden Text gelesen, die anderen noch nicht. Fassen Sie den Text für die Gruppe zusammen.

You are preparing a presentation with your working group for a seminar on science communication. You have read the text on open access; the others have not. Summarise it for the group in your own words. You speak for 2 minutes.

Text: Open Access – freier Zugang mit Nebenwirkungen
Immer mehr wissenschaftliche Artikel erscheinen im Open Access, sind also kostenlos im Internet lesbar. Befürworter argumentieren, dass öffentlich finanzierte Forschung allen zugänglich sein sollte, nicht nur Hochschulen, die teure Zeitschriftenabonnements bezahlen können. Tatsächlich werden frei zugängliche Artikel im Durchschnitt häufiger gelesen und zitiert. Finanziert wird das Modell oft durch Gebühren, die Autorinnen und Autoren oder ihre Einrichtungen für jede Veröffentlichung zahlen. Diese Gebühren können mehrere tausend Euro betragen. Für Forschende an gut ausgestatteten Universitäten ist das meist kein Problem, für kleinere Einrichtungen und für Forschende aus ärmeren Ländern dagegen schon. Kritiker befürchten außerdem, dass manche Verlage möglichst viele Artikel annehmen, um mehr Gebühren einzunehmen, und dabei die Qualitätsprüfung vernachlässigen. Als Alternative gelten Modelle, bei denen Hochschulen oder Fachgesellschaften die Kosten gemeinsam tragen, sodass weder Lesende noch Schreibende zahlen müssen.
  • Nennen Sie das Thema des Textes.
  • Geben Sie die wichtigsten Argumente und Probleme wieder.
  • Nennen Sie die im Text erwähnte Alternative.
  • Sprechen Sie in eigenen Worten.

about 2 minutes · Preparation: 2 min (our suggestion)

Check your spoken answer
  • Ich nenne am Anfang das Thema des Textes.I state the topic of the text at the start.
  • Ich gebe Argumente dafür, Probleme und die Alternative wieder.I report the arguments in favour, the problems and the alternative.
  • Ich formuliere in eigenen Worten und lese nicht vor.I use my own words and do not read aloud.
  • Ich strukturiere mit „zuerst“, „ein zweiter Kritikpunkt“, „zum Schluss“.I structure with “zuerst”, “ein zweiter Kritikpunkt”, “zum Schluss”.
  • Ich spreche die Gruppe an (ihr, euch).I address the group (ihr, euch).
Useful phrases
  • Ich fasse euch kurz das Wichtigste zusammen.I'll briefly summarise the key points for you.
  • Im Text geht es um …The text is about …
  • Die Befürworter sagen, dass …Supporters say that …
  • Der Haken ist …The catch is …
  • Ein zweiter Kritikpunkt betrifft …A second point of criticism concerns …
  • Zum Schluss nennt der Text …Finally, the text mentions …
Show the model answer

Also, ich habe den Text über Open Access gelesen und fasse euch kurz das Wichtigste zusammen. Open Access bedeutet, dass wissenschaftliche Artikel kostenlos im Internet zugänglich sind. Das wird immer häufiger. Die Befürworter sagen, dass Forschung, die mit öffentlichem Geld bezahlt wird, auch für alle lesbar sein sollte und nicht nur für Hochschulen, die sich teure Abonnements leisten können. Außerdem zeigt der Text, dass solche Artikel im Schnitt öfter gelesen und zitiert werden. Der Haken ist die Finanzierung. Häufig zahlen nämlich die Forschenden selbst oder ihre Institute eine Gebühr pro Artikel, und die kann mehrere tausend Euro betragen. Für große, reiche Universitäten ist das kein Problem, für kleinere Einrichtungen oder Forschende aus ärmeren Ländern aber schon. Der freie Zugang für die Lesenden schafft also eine neue Hürde für die Schreibenden. Ein zweiter Kritikpunkt betrifft die Qualität: Manche befürchten, dass Verlage möglichst viele Artikel annehmen, um mehr Gebühren zu kassieren, und dafür weniger gründlich prüfen. Zum Schluss nennt der Text eine Alternative, nämlich Modelle, bei denen Hochschulen oder Fachgesellschaften die Kosten gemeinsam übernehmen. Dann müssten weder die Lesenden noch die Autoren zahlen. Ich denke, für unser Referat wäre vor allem dieser Gegensatz zwischen freiem Lesen und teurem Veröffentlichen interessant.

Model answer: 198 words

Speaking, task 4: compare information and give your view

Speaking

Eine Aussage mit einer Tabelle vergleichen und Stellung nehmen

Lesen Sie die Situation. Bereiten Sie sich vor und sprechen Sie dann in der angegebenen Zeit. Ihr Gegenüber ist fiktiv; in der Prüfung wird Ihre Antwort aufgenommen.Read the situation. Prepare, then speak for the time given. The person you speak to is fictional; in the exam your answer is recorded.

In einem Seminar zur Studienfinanzierung sagt Ihr Kommilitone Tobias: „Die meisten Studierenden jobben doch nur, um sich Reisen und teure Handys zu leisten.“ Vergleichen Sie seine Aussage mit der Tabelle und nehmen Sie Stellung.

In a seminar on student finance your fellow student Tobias says that most students only have jobs to pay for travel and expensive phones. Compare his statement with the table (main reason for a part-time job: living costs 58 %, work experience 21 %, extras 16 %, other 5 %) and give your view. You speak for 1 minute 30 seconds.

Tabelle (in Worten): Hauptgrund für einen Nebenjob. Befragung des Studierendenwerks Sandheim, 2 400 Studierende mit Nebenjob, Angaben in Prozent: Lebensunterhalt finanzieren 58 %, Berufserfahrung sammeln 21 %, sich zusätzliche Dinge leisten 16 %, Sonstiges 5 %.
  • Geben Sie wieder, was Tobias behauptet.
  • Vergleichen Sie seine Aussage mit den Zahlen.
  • Nehmen Sie begründet Stellung.

about 1 min 30 s · Preparation: 1 min (our suggestion)

Check your spoken answer
  • Ich gebe Tobias' Aussage korrekt wieder.I report Tobias's statement correctly.
  • Ich nenne die wichtigsten Zahlen und vergleiche sie mit seiner Aussage.I give the key figures and compare them with his statement.
  • Ich nehme klar Stellung und begründe meine Meinung.I take a clear position and justify it.
  • Ich bleibe höflich, auch wenn ich widerspreche.I stay polite even when I disagree.
Useful phrases
  • Du sagst, dass …You're saying that …
  • Die Zahlen zeigen aber ein anderes Bild.But the figures show a different picture.
  • Mit 58 Prozent nennt die Mehrheit …At 58 per cent, the majority names …
  • Nur 16 Prozent …Only 16 per cent …
  • Deine Aussage trifft also nur auf … zu.So your statement only applies to …
  • Ich halte das für plausibel, weil …I find that plausible because …
Show the model answer

Tobias, du sagst, dass die meisten Studierenden nur jobben, um sich Reisen oder teure Handys zu leisten. Die Zahlen aus Sandheim zeigen aber ein ganz anderes Bild. Mit achtundfünfzig Prozent nennt die große Mehrheit als Hauptgrund, dass sie ihren Lebensunterhalt finanzieren muss, also Miete, Essen und Fahrtkosten. Weitere einundzwanzig Prozent wollen vor allem Berufserfahrung sammeln. Nur sechzehn Prozent arbeiten in erster Linie, um sich zusätzliche Dinge zu leisten. Deine Aussage trifft also nur auf eine kleine Gruppe zu. Ich halte die Zahlen auch für plausibel. Die Mieten sind in vielen Städten stark gestiegen, und nicht alle Eltern können ihre Kinder unterstützen. Natürlich kann es sein, dass manche Befragte ihre Gründe etwas schöner darstellen, als sie sind. Aber selbst dann bleibt der Lebensunterhalt der mit Abstand wichtigste Grund. Ich finde deshalb, dass wir im Seminar eher darüber sprechen sollten, wie Studierende mit Nebenjob besser unterstützt werden können.

Model answer: 146 words

Speaking, task 5: present a topic

Speaking

Ein Thema im Tutorium präsentieren

Lesen Sie die Situation. Bereiten Sie sich vor und sprechen Sie dann in der angegebenen Zeit. Ihr Gegenüber ist fiktiv; in der Prüfung wird Ihre Antwort aufgenommen.Read the situation. Prepare, then speak for the time given. The person you speak to is fictional; in the exam your answer is recorded.

Sie besuchen einen propädeutischen Kurs zur Vorbereitung auf das Studium. Die Tutorin bittet Sie, ein kurzes Referat zum Thema „Aufschieben im Studium: Ursachen und Strategien“ zu halten. Nutzen Sie die Notizen.

In a university preparation course your tutor asks you to give a short presentation on “Procrastination in your studies: causes and strategies”. Use the notes (causes: unclear tasks, perfectionism, no fixed daily structure; strategies: break big tasks into small steps, fixed working hours, study appointments with others; finish with your own recommendation). You speak for 2 minutes 30 seconds.

Ihre Notizen:
Ursachen: unklare Aufgaben, Perfektionismus, keine feste Tagesstruktur
Strategien: große Aufgaben in kleine Schritte teilen, feste Arbeitszeiten, Verabredungen zum gemeinsamen Lernen
zum Schluss: eigene Empfehlung
  • Leiten Sie in das Thema ein.
  • Erklären Sie die Ursachen.
  • Stellen Sie die Strategien vor.
  • Schließen Sie mit einer eigenen Empfehlung.

about 2 min 30 s · Preparation: 2 min (our suggestion)

Check your spoken answer
  • Ich nenne am Anfang Thema und Aufbau meines Referats.I state the topic and structure of my presentation at the start.
  • Ich erkläre jede Ursache und jede Strategie mit einem Beispiel.I explain each cause and strategy with an example.
  • Ich gliedere mit „erstens, zweitens, drittens“ und „zum Schluss“.I structure with “erstens, zweitens, drittens” and “zum Schluss”.
  • Ich ende mit einer eigenen, begründeten Empfehlung.I finish with my own, reasoned recommendation.
  • Ich spreche frei und nutze die ganzen 2 Minuten 30 Sekunden.I speak freely and use the full 2 minutes 30 seconds.
Useful phrases
  • In meinem Referat geht es um …My presentation is about …
  • Ich möchte zuerst … und dann …I'd like to first … and then …
  • Eine erste Ursache ist …A first cause is …
  • Was kann man dagegen tun?What can be done about it?
  • Statt … steht dann zum Beispiel …Instead of …, the list then says, for example …
  • Zum Schluss meine eigene Empfehlung: …Finally, my own recommendation: …
  • Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.Thank you for your attention.
Show the model answer

In meinem kurzen Referat geht es um ein Problem, das fast alle Studierenden kennen: das Aufschieben von Aufgaben. Ich möchte zuerst einige Ursachen nennen und dann Strategien vorstellen, die helfen können. Eine erste Ursache sind unklare Aufgaben. Wenn ich gar nicht genau weiß, was in einer Hausarbeit von mir erwartet wird, fange ich lieber gar nicht erst an. Eine zweite Ursache ist Perfektionismus. Wer den Anspruch hat, dass schon der erste Satz perfekt sein muss, schreibt oft stundenlang nichts. Drittens fehlt im Studium häufig eine feste Tagesstruktur. Anders als in der Schule sagt einem niemand, wann man was tun soll. Was kann man dagegen tun? Erstens hilft es, große Aufgaben in kleine Schritte zu zerlegen. Statt „Hausarbeit schreiben“ steht dann auf meiner Liste zum Beispiel „drei Quellen zum Thema suchen“. Solche Schritte wirken weniger bedrohlich, und man hat schneller ein Erfolgserlebnis. Zweitens sind feste Arbeitszeiten sinnvoll, etwa jeden Vormittag von neun bis zwölf Uhr. Wenn diese Zeiten zur Gewohnheit werden, muss man sich nicht jeden Tag neu überwinden. Drittens kann man sich mit anderen zum gemeinsamen Lernen verabreden, zum Beispiel in der Bibliothek. Eine Verabredung sagt man nicht so leicht ab wie einen Termin mit sich selbst. Zum Schluss meine eigene Empfehlung: Man sollte nicht alle Strategien gleichzeitig ausprobieren, sondern mit einer beginnen. Ich persönlich habe mit den kleinen Schritten die besten Erfahrungen gemacht, weil sie mir den Druck nehmen. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Model answer: 235 words

Speaking, task 6: report arguments and give your view

Speaking

Argumente aus einer Seminardiskussion wiedergeben und Stellung nehmen

Lesen Sie die Situation. Bereiten Sie sich vor und sprechen Sie dann in der angegebenen Zeit. Ihr Gegenüber ist fiktiv; in der Prüfung wird Ihre Antwort aufgenommen.Read the situation. Prepare, then speak for the time given. The person you speak to is fictional; in the exam your answer is recorded.

In einem Seminar wird diskutiert, ob Klausuren am Semesterende durch Portfolios ersetzt werden sollen, also durch mehrere kleinere Arbeiten während des Semesters. Die Dozentin bittet Sie, die beiden Positionen zusammenzufassen und Ihre eigene Meinung zu sagen.

In a seminar the question is whether end-of-term exams should be replaced by portfolios (several smaller pieces of work during the semester). Summarise the lecturer's arguments for and the student Felix's arguments against, then give and justify your own opinion. You speak for 2 minutes.

Dr. Weiland (Dozentin): Portfolios fördern regelmäßiges Lernen statt Lernen in letzter Minute; sie verringern den Prüfungsstress; die Aufgaben sind realistischer als in einer Klausur.
Felix (Student): Portfolios bedeuten Arbeit während des ganzen Semesters; die Ergebnisse sind schwerer vergleichbar; man kann schwer kontrollieren, ob jemand die Arbeit selbst geschrieben hat.
  • Geben Sie die Argumente beider Seiten wieder.
  • Nehmen Sie Stellung.
  • Begründen Sie Ihre Meinung.

about 2 minutes · Preparation: 2 min (our suggestion)

Check your spoken answer
  • Ich gebe die Argumente beider Seiten vollständig und neutral wieder.I report the arguments of both sides fully and neutrally.
  • Ich nutze indirekte Rede oder Redeeinleitungen („Felix gibt zu bedenken, dass …“).I use reported speech or reporting phrases (“Felix gibt zu bedenken, dass …”).
  • Meine eigene Meinung ist deutlich vom Bericht getrennt.My own opinion is clearly separated from the report.
  • Ich begründe meine Meinung mit einem Beispiel oder einer Erfahrung.I support my opinion with an example or experience.
Useful phrases
  • Ich fasse die beiden Positionen kurz zusammen.I'll briefly summarise the two positions.
  • X spricht sich für … aus.X is in favour of …
  • Ihr wichtigstes Argument ist, dass …Her main argument is that …
  • Y sieht das kritisch. Er gibt zu bedenken, dass …Y is critical. He points out that …
  • Ich finde beide Seiten nachvollziehbar, tendiere aber zu …I understand both sides but lean towards …
  • Deshalb würde ich eine Mischform vorschlagen.So I would suggest a combination.
Show the model answer

Ich fasse die beiden Positionen kurz zusammen. Frau Dr. Weiland spricht sich für Portfolios aus. Ihr wichtigstes Argument ist, dass Studierende dann regelmäßig lernen und nicht alles in den letzten Tagen vor der Klausur in sich hineinpauken. Außerdem meint sie, dass der Prüfungsstress geringer wird, weil nicht mehr alles von einem einzigen Termin abhängt. Und sie findet die Aufgaben in einem Portfolio realistischer, weil sie eher dem entsprechen, was man später im Beruf tut. Felix sieht das kritisch. Er gibt zu bedenken, dass man mit Portfolios das ganze Semester über Arbeit hat und nie richtig zur Ruhe kommt. Zweitens seien die Ergebnisse schwerer zu vergleichen als bei einer Klausur, bei der alle dieselben Aufgaben lösen. Und drittens lasse sich schwer kontrollieren, ob jemand seine Arbeiten wirklich selbst geschrieben hat. Ich persönlich finde beide Seiten nachvollziehbar, tendiere aber zu Frau Dr. Weiland. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ich nach einer Klausur vieles schnell wieder vergesse. Bei mehreren kleineren Arbeiten bleibt der Stoff länger hängen. Felix' Einwand zur Kontrolle nehme ich allerdings ernst. Deshalb würde ich eine Mischform vorschlagen: ein Portfolio während des Semesters und am Ende ein kurzes mündliches Gespräch, in dem man über die eigenen Arbeiten spricht. So sieht man schnell, ob jemand die Texte wirklich selbst verfasst hat.

Model answer: 210 words

Speaking, task 7: criticise measures

Speaking

Geplante Maßnahmen auf einer Informationsveranstaltung kritisieren

Lesen Sie die Situation. Bereiten Sie sich vor und sprechen Sie dann in der angegebenen Zeit. Ihr Gegenüber ist fiktiv; in der Prüfung wird Ihre Antwort aufgenommen.Read the situation. Prepare, then speak for the time given. The person you speak to is fictional; in the exam your answer is recorded.

Auf einer Informationsveranstaltung der Universität stellt die Hochschulleitung Sparpläne vor. Sie melden sich zu Wort, kritisieren die Maßnahmen und machen einen Gegenvorschlag.

At a university information event, the management presents savings plans (library closed at weekends, no bus to the north campus after 7 pm, free printing credit halved). Speak up, criticise the measures and suggest an alternative. You speak for 1 minute 30 seconds.

Geplante Maßnahmen ab dem nächsten Semester:
1. Die Zentralbibliothek bleibt am Wochenende geschlossen.
2. Die Buslinie zum Nordcampus fährt nach 19 Uhr nicht mehr.
3. Das kostenlose Druckguthaben für Studierende wird halbiert.
  • Beziehen Sie sich auf mindestens zwei Maßnahmen.
  • Erklären Sie, welche Folgen sie für Studierende hätten.
  • Machen Sie einen Gegenvorschlag.

about 1 min 30 s · Preparation: 1 min (our suggestion)

Check your spoken answer
  • Ich beginne höflich und zeige Verständnis für die Lage der Hochschule.I start politely and show understanding for the university's situation.
  • Ich kritisiere mindestens zwei Maßnahmen und nenne konkrete Folgen.I criticise at least two measures and name concrete consequences.
  • Ich mache einen realistischen Gegenvorschlag.I make a realistic counter-proposal.
  • Ich verwende Ausdrücke der Kritik („Ich halte … für problematisch“).I use expressions of criticism (“Ich halte … für problematisch”).
Useful phrases
  • Ich verstehe, dass …, aber …I understand that …, but …
  • Ich halte diese Maßnahme für sehr problematisch.I consider this measure very problematic.
  • Das trifft gerade diejenigen, die …This hits precisely those who …
  • Noch schwerer wiegt für mich …Even more serious, in my view, is …
  • Mein Vorschlag wäre deshalb, …My suggestion would therefore be …
  • Statt … könnte man …Instead of …, one could …
Show the model answer

Vielen Dank für die Informationen. Ich verstehe, dass die Universität sparen muss, aber ich halte zwei dieser Maßnahmen für sehr problematisch. Wenn die Bibliothek am Wochenende geschlossen bleibt, trifft das gerade die Studierenden, die unter der Woche arbeiten müssen. Für viele ist der Samstag der einzige Tag, an dem sie in Ruhe lernen können, und zu Hause haben nicht alle einen ruhigen Arbeitsplatz. Noch schwerer wiegt für mich die Buslinie zum Nordcampus. Dort finden viele Laborpraktika bis in den Abend statt. Wer kein Auto hat, kommt nach neunzehn Uhr kaum noch nach Hause, und das ist im Winter auch eine Frage der Sicherheit. Mein Vorschlag wäre deshalb, die Öffnungszeiten der Bibliothek am Wochenende nur zu verkürzen, statt sie ganz zu schließen, und den Bus abends zumindest stündlich fahren zu lassen. Außerdem sollte man die Studierendenvertretung an den Sparplänen beteiligen, bevor solche Entscheidungen getroffen werden.

Model answer: 144 words

Free official practice

Practise with the TestDaF-Institut's own material too: the official website explains the exam structure and has tutorials for each task type and sample tasks.