TestDaF reading practice

34 original reading exercises in the format of the digital TestDaF: all seven task types, from the gapped text to errors in a summary, using texts from research and university life. Every answer is explained.

About these questions

All texts, names, places, dates and figures are invented for practice. Independent practice by FreeExamPath. Not affiliated with g.a.s.t. e.V. or the TestDaF-Institut. TestDaF® is a registered trade mark of g.a.s.t. These exercises are not official model tests, and your result is a practice estimate, not a TDN.

Topics (7)

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Reading, task 1: complete a gapped text

Lesen Sie den Text. Welches Wort passt in die Lücke?Read the text. Which word fits the gap?

Report Lernräume im Wandel

Noch vor zwanzig Jahren war die Universitätsbibliothek vor allem ein Ort der Stille. Wer dort arbeitete, saß allein an einem Tisch und vermied jedes Geräusch. Heute (1)gap 1 viele Hochschulen ihre Bibliotheken um: Neben klassischen Lesesälen entstehen Räume für Gruppenarbeit, in denen ausdrücklich gesprochen werden darf. Hintergrund ist die Beobachtung, dass sich das Lernverhalten der Studierenden deutlich (2)gap 2 hat. Projektarbeit und Präsentationen spielen in vielen Studiengängen eine größere Rolle als früher, und dafür braucht man Orte, an denen man sich austauschen kann.

Eine Befragung an der Universität Ebersthal hat allerdings gezeigt, dass ruhige Einzelarbeitsplätze nach wie vor sehr (3)gap 3 sind. Gerade in der Prüfungszeit sind diese Plätze oft schon am frühen Morgen belegt. Die Bibliotheksleitung zieht daraus den (4)gap 4, dass beide Formen nebeneinander bestehen müssen. Entscheidend sei, die Bereiche räumlich klar zu trennen, damit sich die Nutzerinnen und Nutzer nicht gegenseitig (5)gap 5.

Invented practice text

Question 1

Heute gap viele Hochschulen ihre Bibliotheken um: Neben klassischen Lesesälen entstehen Räume für Gruppenarbeit.

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Correct answer: A — bauen

Why? „Etwas umbauen“ heißt, ein Gebäude baulich verändern; das passt zu den neuen Räumen. „Umziehen“ hat hier kein Objekt, „umschlagen“ und „umlegen“ ergeben keinen Sinn.“Etwas umbauen” means to remodel a building, which fits the new rooms. “Umziehen” takes no object here, and “umschlagen” and “umlegen” make no sense.

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Question 2

Hintergrund ist die Beobachtung, dass sich das Lernverhalten der Studierenden deutlich gap hat.

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Correct answer: B — verändert

Why? Nur „sich verändern“ passt zu „Lernverhalten“. „Wechseln“ und „ersetzen“ sind hier nicht reflexiv, und „sich umziehen“ heißt „die Kleidung wechseln“.Only “sich verändern” (to change) fits “Lernverhalten”. “Wechseln” and “ersetzen” are not reflexive here, and “sich umziehen” means to change clothes.

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Question 3

…, dass ruhige Einzelarbeitsplätze nach wie vor sehr gap sind.

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Correct answer: A — gefragt

Why? „Gefragt sein“ bedeutet „beliebt, viel gewünscht sein“; das zeigt der folgende Satz über früh belegte Plätze. „Gefordert sein“ heißt „herausgefordert sein“.“Gefragt sein” means “in demand”, as the next sentence about seats taken early shows. “Gefordert sein” means “challenged”.

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Question 4

Die Bibliotheksleitung zieht daraus den gap, dass beide Formen nebeneinander bestehen müssen.

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Correct answer: C — Schluss

Why? Die feste Verbindung lautet „den Schluss ziehen“. Einen Beschluss „fasst“ man, man zieht ihn nicht.The fixed phrase is “den Schluss ziehen” (to draw the conclusion). A “Beschluss” (decision) is “gefasst”, not “gezogen”.

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Question 5

…, damit sich die Nutzerinnen und Nutzer nicht gegenseitig gap.

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Correct answer: B — stören

Why? Die Bereiche werden getrennt, damit Gespräche die ruhig Arbeitenden nicht stören. Die anderen Verben ergeben hier keinen Sinn.The areas are separated so that talking does not disturb people working quietly. The other verbs make no sense here.

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Reading, task 2: put sections in order

Lesen Sie die Einleitung und die Abschnitte A–D. In welcher Reihenfolge ergeben sie einen sinnvollen Text?Read the introduction and sections A–D. In which order do they make a coherent text?

Report Weniger Abfall in der Mensa

Einleitung: Jeden Tag landeten in der Hauptmensa des Studierendenwerks Morlingen rund 150 Kilogramm Essen im Müll. Vor zwei Jahren beschloss die Leitung, das nicht länger hinzunehmen.

  • A
    Um davon wegzukommen, führte die Mensa ein Prognosesystem ein. Es berücksichtigt unter anderem den Wochentag, das Wetter, Prüfungszeiten und Veranstaltungen auf dem Campus. Außerdem wird gegen Ende der Mittagszeit nur noch in kleinen Mengen nachgekocht.
  • B
    Zunächst wollte man genau wissen, woher die Abfälle stammten. Vier Wochen lang wogen Mitarbeitende alles, was zurückkam, getrennt nach Tellerresten, Überproduktion und verdorbenen Vorräten. Das Ergebnis überraschte: Den größten Anteil machten nicht die Reste auf den Tellern aus, sondern Speisen, die gar nicht erst ausgegeben worden waren.
  • C
    Nach einem Jahr war der tägliche Abfall auf etwa 70 Kilogramm gesunken. Beschwerden über ausverkaufte Gerichte gibt es zwar weiterhin, aber seltener als befürchtet. Inzwischen interessieren sich auch andere Studierendenwerke für das Verfahren.
  • D
    Diese Überproduktion hatte einen einfachen Grund. Die Küche plante die Mengen seit Jahren nach Erfahrungswerten und kochte lieber zu viel als zu wenig, denn leere Ausgabetheken führten regelmäßig zu Beschwerden.

Invented practice text

Question 6

Welcher Abschnitt folgt direkt auf die Einleitung (Stelle 1)?

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Correct answer: B — Abschnitt B

Why? Abschnitt B beginnt mit „Zunächst“ und beschreibt den ersten Schritt nach dem Beschluss: die Abfälle zu untersuchen.Section B starts with “Zunächst” (first) and describes the first step after the decision: analysing the waste.

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Question 7

Welcher Abschnitt steht an Stelle 2?

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Correct answer: D — Abschnitt D

Why? „Diese Überproduktion“ greift das Ergebnis aus Abschnitt B auf (nicht ausgegebene Speisen). Deshalb folgt D auf B.“Diese Überproduktion” (this overproduction) refers back to the result in section B (food never served), so D follows B.

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Question 8

Welcher Abschnitt steht an Stelle 3?

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Correct answer: A — Abschnitt A

Why? „Davon“ bezieht sich auf das Kochen nach Erfahrungswerten aus Abschnitt D; als Lösung folgt das Prognosesystem.“Davon” refers to cooking by experience in section D; the forecasting system follows as the solution.

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Question 9

Welcher Abschnitt steht an Stelle 4?

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Correct answer: C — Abschnitt C

Why? Abschnitt C nennt das Ergebnis nach einem Jahr und bildet daher den Schluss.Section C gives the result after one year and therefore comes last.

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Reading, task 3: multiple choice on a longer text

Lesen Sie den Text. Welche Antwort ist richtig?Read the text. Which answer is correct?

Magazine article Was Lehrevaluationen wirklich messen

Am Ende fast jedes Semesters bekommen Studierende einen Fragebogen: War die Veranstaltung gut strukturiert? Hat die Lehrperson verständlich erklärt? Würden Sie die Veranstaltung weiterempfehlen? Die Ergebnisse dieser Lehrevaluationen landen nicht nur bei den Lehrenden selbst. An vielen Hochschulen fließen sie auch in Berufungsverfahren und in die Vergabe von Lehrpreisen ein. Umso wichtiger ist die Frage, was sie eigentlich messen.

Die Bildungsforscherin Henrike Albers von der Universität Sandheim hat sich mehrere Jahre mit dieser Frage beschäftigt. Ihr Team wertete mehr als 40 000 Fragebögen aus sechs Fakultäten aus und verglich die Bewertungen mit den Ergebnissen, die dieselben Studierenden später in weiterführenden Kursen erzielten. Die Idee dahinter: Wenn eine Veranstaltung tatsächlich gut war, müssten die Teilnehmenden in den Folgekursen besser abschneiden.

Das Ergebnis ist ernüchternd. Zwischen der Bewertung einer Veranstaltung und dem späteren Lernerfolg fand das Team nur einen sehr schwachen Zusammenhang. In einzelnen Fächern war er sogar leicht negativ: Kurse, die als besonders anspruchsvoll galten und entsprechend schlechter bewertet wurden, bereiteten offenbar besser auf die Folgekurse vor. „Studierende bewerten, wie angenehm sie eine Veranstaltung erlebt haben“, sagt Albers. „Das ist nicht unwichtig, aber es ist etwas anderes als die Frage, wie viel sie gelernt haben.“

Hinzu kommen Faktoren, die mit der Qualität der Lehre gar nichts zu tun haben. So erhielten Veranstaltungen am frühen Morgen im Schnitt schlechtere Noten als dieselben Veranstaltungen am Nachmittag, und große Pflichtvorlesungen schnitten schlechter ab als kleine Wahlseminare. Auch das Geschlecht der Lehrenden spielte eine Rolle, wenn auch eine kleinere, als manche früheren Studien vermuten ließen.

Albers räumt selbst ein, dass ihre Untersuchung Grenzen hat. Leistungen in Folgekursen hängen nicht nur von der vorangegangenen Veranstaltung ab, sondern auch von Vorwissen, Motivation und den Umständen, unter denen jemand studiert. Ihr Team hat versucht, solche Einflüsse statistisch herauszurechnen, etwa indem es die Schulabschlussnoten der Studierenden berücksichtigte. Ganz ausschließen lassen sie sich aber nicht. „Wir haben keinen perfekten Maßstab für gute Lehre gefunden“, sagt Albers. „Wir haben nur gezeigt, dass der bisherige Maßstab weniger leistet, als man ihm zutraut.“

Sollte man die Fragebögen also abschaffen? So weit möchte Albers nicht gehen. Für die Lehrenden selbst seien die Rückmeldungen durchaus nützlich, vor allem die freien Kommentare. Wer lese, dass seine Folien unleserlich sind oder dass Fragen im Hörsaal untergehen, könne daran etwas ändern. Problematisch werde es erst, wenn aus einem Durchschnittswert weitreichende Entscheidungen abgeleitet würden, etwa über die Besetzung einer Professur.

Kritik an der Studie kommt unter anderem von Studierendenvertretungen. Sie befürchten, die Ergebnisse könnten als Vorwand dienen, die Meinung der Studierenden künftig zu ignorieren. „Wir sind keine Messgeräte für Lernerfolg, aber wir merken sehr genau, ob jemand uns ernst nimmt“, heißt es in einer Stellungnahme der Studierendenvertretung in Sandheim. Albers kann diese Sorge nachvollziehen. Gerade deshalb plädiert sie dafür, die Fragebögen zu verändern, statt sie zu entwerten.

Wie das aussehen könnte, testet ihr Team derzeit in einem Pilotprojekt. Statt einer Gesamtnote fragen die neuen Bögen nach konkreten Beobachtungen: Wurden die Lernziele zu Beginn genannt? Gab es Gelegenheit, Fragen zu stellen? Bekamen die Studierenden Rückmeldung zu ihren Aufgaben? Solche Fragen ließen sich weniger von Sympathie leiten, so die Hoffnung. Erste Auswertungen deuten darauf hin, dass die Antworten tatsächlich stärker mit dem späteren Lernerfolg zusammenhängen. Ob sich das bestätigt, soll eine größere Untersuchung im kommenden Jahr zeigen.

Für die Hochschulen bleibt einstweilen eine unbequeme Erkenntnis: Eine Zahl, die sich bequem erheben und leicht vergleichen lässt, ist nicht automatisch eine aussagekräftige Zahl.

Invented practice text

Question 10

Wie ging das Team von Henrike Albers vor?

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Correct answer: D — Es verglich Bewertungen mit späteren Leistungen derselben Studierenden.

Why? Das Team stellte die Bewertungen den späteren Ergebnissen derselben Studierenden in Folgekursen gegenüber. Eine Befragung der Lehrenden oder ein Vergleich verschiedener Hochschulen wird nicht erwähnt.The team compared the ratings with the same students' later results in follow-up courses. Neither a survey of teachers nor a comparison of universities is mentioned.

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Question 11

Was zeigte sich in einzelnen Fächern?

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Correct answer: B — Schwierige Kurse wurden schlechter bewertet, nützten aber mehr.

Why? In einzelnen Fächern war der Zusammenhang leicht negativ: Anspruchsvolle Kurse bekamen schlechtere Bewertungen, bereiteten aber besser vor.In some subjects the link was slightly negative: demanding courses got worse ratings but prepared students better.

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Question 12

Was meint Albers mit ihrer Aussage im dritten Absatz?

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Correct answer: B — Die Bögen erfassen eher das Erleben als den Lernerfolg.

Why? Albers sagt, die Bewertung spiegle das Erleben wider, und das sei „nicht unwichtig“, aber etwas anderes als Lernerfolg. Sie spricht den Studierenden also nicht jedes Urteil ab.Albers says the ratings reflect students' experience, which is “not unimportant” but different from learning success. She does not deny students any judgement.

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Question 13

Welcher Faktor beeinflusst die Bewertungen, obwohl er nichts über die Qualität der Lehre aussagt?

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Correct answer: C — die Uhrzeit der Veranstaltung

Why? Dieselbe Veranstaltung wurde am frühen Morgen schlechter bewertet als am Nachmittag. Prüfungen, Alter und Länge des Bogens werden nicht genannt.The same course was rated worse early in the morning than in the afternoon. Exams, age and questionnaire length are not mentioned.

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Question 14

Welche Haltung hat Albers zu den Fragebögen?

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Correct answer: D — Sie hält sie für Lehrende weiterhin für nützlich.

Why? Albers will die Bögen nicht abschaffen; besonders die freien Kommentare helfen Lehrenden. Kritisch sieht sie nur weitreichende Entscheidungen auf Grundlage von Durchschnittswerten.Albers does not want to abolish the questionnaires; the free comments in particular help teachers. She only objects to far-reaching decisions based on averages.

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Question 15

Was befürchten die Studierendenvertretungen?

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Correct answer: A — Ihre Meinung könnte künftig weniger beachtet werden.

Why? Die Studierendenvertretungen haben Angst, dass man ihre Meinung mit Verweis auf die Studie ignoriert.Student representatives fear that the study could be used as an excuse to ignore their opinion.

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Question 16

Was soll das Pilotprojekt erproben?

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Correct answer: D — Fragen, die weniger von Sympathie abhängen.

Why? Die neuen Bögen fragen nach konkreten Beobachtungen statt nach einer Gesamtnote, damit Sympathie eine geringere Rolle spielt.The new questionnaires ask about concrete observations instead of an overall grade so that liking plays a smaller role.

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Reading, task 4: identify what the author is doing

Lesen Sie den Kommentar. Was macht der Autor in dem Abschnitt? Wählen Sie aus der Liste a–f.Read the commentary. What is the author doing in the section? Choose from list a–f.

Commentary Kommentar: Wer nur auf Englisch publiziert, verliert sein Publikum

Ein Kommentar aus der Hochschulzeitung der Universität Ebersthal. Die vier Abschnitte sind nummeriert.

  • 1
    In den vergangenen drei Jahrzehnten hat sich Englisch in fast allen Disziplinen als Sprache der Forschung durchgesetzt. Was in den Naturwissenschaften begann, hat nach und nach auch die Wirtschaftswissenschaften und große Teile der Sozialwissenschaften erfasst, und der Anteil deutschsprachiger Fachartikel sinkt von Jahr zu Jahr weiter.
  • 2
    Zugegeben: Eine gemeinsame Sprache hat unbestreitbare Vorteile. Forschende aus Asien, Lateinamerika und Europa können ohne Übersetzung miteinander diskutieren, und gute Ideen verbreiten sich schneller als je zuvor. Wer das bestreitet, verklärt eine Vergangenheit, in der Wissen oft an Sprachgrenzen hängen blieb.
  • 3
    Problematisch ist jedoch, was manche Hochschulen daraus gemacht haben. Wenn Berufungskommissionen deutschsprachige Veröffentlichungen grundsätzlich geringer gewichten, wird ein ganzes Publikum ausgeschlossen: Lehrkräfte, Verwaltungen, Journalistinnen und interessierte Bürger, die Forschung zur Kenntnis nehmen sollten, aber keine englischen Fachartikel lesen. Diese Praxis ist kurzsichtig.
  • 4
    Die Hochschulen müssen Übersetzungen und deutschsprachige Zusammenfassungen ausdrücklich als wissenschaftliche Leistung anerkennen und dafür Mittel bereitstellen. Wer öffentlich finanzierte Forschung betreibt, schuldet der Öffentlichkeit eine Sprache, die sie versteht.

Choose from:

  • a kritisiert eine verbreitete Praxis
  • b nennt ein Beispiel
  • c räumt einen Vorteil der Gegenseite ein
  • d zieht eine Schlussfolgerung aus einer Studie
  • e beschreibt eine Entwicklung
  • f stellt eine Forderung

Invented practice text

Question 17

Was macht der Autor in Abschnitt 1?

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Correct answer: D — beschreibt eine Entwicklung

Why? Abschnitt 1 beschreibt, wie sich Englisch über drei Jahrzehnte immer weiter ausgebreitet hat: eine Entwicklung.Section 1 describes how English has spread over three decades: a development.

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Question 18

Was macht der Autor in Abschnitt 2?

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Correct answer: C — räumt einen Vorteil der Gegenseite ein

Why? Mit „Zugegeben“ räumt der Autor ein, dass die Gegenposition (Englisch als gemeinsame Sprache) Vorteile hat.With “Zugegeben” (admittedly) the author concedes that the opposing view (English as a common language) has advantages.

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Question 19

Was macht der Autor in Abschnitt 3?

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Correct answer: B — kritisiert eine verbreitete Praxis

Why? Der Autor kritisiert, dass Berufungskommissionen deutschsprachige Veröffentlichungen geringer gewichten, und nennt das kurzsichtig.The author criticises appointment committees for giving German-language publications less weight and calls it short-sighted.

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Question 20

Was macht der Autor in Abschnitt 4?

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Correct answer: D — stellt eine Forderung

Why? Mit „müssen“ fordert der Autor, dass Hochschulen Übersetzungen anerkennen und finanzieren.With “müssen” (must) the author demands that universities recognise and fund translations.

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Reading, task 5: sort statements using text and graphic

Lesen Sie den Text und die Grafik. Ist die Aussage richtig, falsch, oder machen Text und Grafik dazu keine Angabe?Read the text and the graphic. Is the statement true, false, or do the text and graphic not say?

Report Zurück ins Kinderzimmer?

Ein Bericht über die Sozialerhebung des Studierendenwerks Ebersthal und eine Grafik dazu.

  • Text
    Immer mehr Studierende in Ebersthal wohnen bei ihren Eltern. Das zeigt die aktuelle Sozialerhebung des Studierendenwerks, für die im Frühjahr rund 3 800 Studierende befragt wurden. Als Hauptgrund nennen die Befragten die gestiegenen Mieten: Ein WG-Zimmer kostet in Ebersthal inzwischen durchschnittlich 520 Euro im Monat, fast 40 Prozent mehr als vor zehn Jahren. Das Studierendenwerk sieht die Entwicklung mit Sorge. Wer bei den Eltern wohnt, pendelt häufig lange und nimmt seltener an Veranstaltungen am Abend teil, heißt es in dem Bericht. Besonders betroffen seien Studierende aus der Region, während Studierende aus dem Ausland nach wie vor überwiegend in Wohnheimen untergebracht seien. Das Angebot an Wohnheimplätzen ist allerdings kaum gewachsen. Zwar wurde 2023 ein neues Wohnheim mit 240 Plätzen eröffnet, gleichzeitig musste jedoch ein älteres Gebäude wegen Mängeln beim Brandschutz geschlossen werden. Die Wartezeit auf einen Platz beträgt derzeit bis zu drei Semester. Die Hochschulleitung will nun gemeinsam mit der Stadt prüfen, ob leer stehende Büroflächen in Wohnraum für Studierende umgewandelt werden können. Konkrete Pläne gibt es noch nicht.
  • Grafik
    Wohnformen der Studierenden in Ebersthal, 2016 und 2026 (Anteile in Prozent)
    bei den Eltern: 2016 22 %, 2026 31 % Wohngemeinschaft: 2016 34 %, 2026 30 % Wohnheim: 2016 12 %, 2026 10 % allein in eigener Wohnung: 2016 20 %, 2026 17 % mit Partnerin oder Partner: 2016 12 %, 2026 12 %

Invented practice text

Question 21

Der Anteil der Studierenden, die bei den Eltern wohnen, ist seit 2016 um 9 Prozentpunkte gestiegen.

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Correct answer: A — Richtig

Why? Laut Grafik stieg der Anteil von 22 auf 31 Prozent, also um 9 Prozentpunkte.According to the graphic the share rose from 22 to 31 per cent, i.e. by 9 percentage points.

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Question 22

Der Anteil der Studierenden im Wohnheim ist gestiegen, weil 2023 ein neues Wohnheim eröffnet wurde.

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Correct answer: B — Falsch

Why? Der Anteil sank laut Grafik von 12 auf 10 Prozent. Der Text erklärt, dass gleichzeitig ein älteres Wohnheim geschlossen wurde.The graphic shows the share fell from 12 to 10 per cent. The text explains that an older hall closed at the same time.

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Question 23

Studierende, die bei den Eltern wohnen, haben im Durchschnitt bessere Noten.

Show answer

Correct answer: C — Keine Angabe

Why? Text und Grafik sagen nichts über Noten. Erwähnt werden nur lange Fahrten und seltenere Teilnahme am Abend.Neither text nor graphic says anything about grades. Only long commutes and less evening participation are mentioned.

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Question 24

Ein WG-Zimmer kostet in Ebersthal durchschnittlich weniger als 500 Euro im Monat.

Show answer

Correct answer: B — Falsch

Why? Laut Text kostet ein WG-Zimmer durchschnittlich 520 Euro, also mehr als 500 Euro.According to the text a shared-flat room costs 520 euros on average, so more than 500.

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Question 25

Im Jahr 2026 ist die Wohngemeinschaft nicht mehr die häufigste Wohnform.

Show answer

Correct answer: A — Richtig

Why? 2026 wohnen 31 Prozent bei den Eltern und nur 30 Prozent in einer WG. Die WG liegt damit nicht mehr vorn.In 2026, 31 per cent live with their parents and only 30 per cent in a shared flat, so shared flats are no longer the most common form.

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Question 26

Die Sozialerhebung wurde als Online-Befragung durchgeführt.

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Correct answer: C — Keine Angabe

Why? Der Text nennt Zeitpunkt und Zahl der Befragten, aber nicht, wie befragt wurde.The text gives the time and the number of people surveyed but not how the survey was carried out.

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Question 27

Hochschule und Stadt haben bereits beschlossen, Büros in Wohnungen für Studierende umzubauen.

Show answer

Correct answer: B — Falsch

Why? Hochschule und Stadt wollen das erst prüfen; konkrete Pläne gibt es noch nicht. Ein Beschluss liegt also nicht vor.The university and city only want to examine the idea; there are no concrete plans yet, so nothing has been decided.

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Reading, task 6: assign statements to a pair of concepts

Lesen Sie den Text. Gehört die Aussage zur formativen oder zur summativen Beurteilung?Read the text. Does the statement belong to formative or summative assessment?

Expository text Rückmeldung ist nicht gleich Rückmeldung

In der Hochschuldidaktik unterscheidet man zwei Arten, Leistungen zu beurteilen. Bei der summativen Beurteilung wird am Ende einer Lerneinheit festgestellt, was jemand erreicht hat. Typisch dafür sind Abschlussklausuren und benotete Hausarbeiten. Ihr Ergebnis wird dokumentiert, geht in Zeugnisse ein und entscheidet mitunter darüber, ob jemand sein Studium fortsetzen darf. Gerade weil so viel davon abhängt, legen die Hochschulen großen Wert darauf, dass diese Beurteilungen vergleichbar und rechtssicher sind.

Die formative Beurteilung verfolgt ein anderes Ziel. Sie findet während des Lernprozesses statt und soll Lernenden zeigen, wo sie stehen und was sie als Nächstes tun können. Dazu gehören etwa Kommentare zu einem Entwurf, kurze Tests in der Vorlesung, deren Ergebnisse nicht zählen, oder ein Gespräch in der Sprechstunde. Entscheidend ist, dass die Rückmeldung rechtzeitig kommt, also zu einem Zeitpunkt, an dem man sie noch nutzen kann.

In der Praxis kommt die formative Beurteilung an vielen Hochschulen zu kurz. Das liegt nicht an mangelndem Willen der Lehrenden, sondern vor allem am Aufwand: Ausführliche Kommentare zu Entwürfen kosten Zeit, die in großen Studiengängen kaum vorhanden ist. Studien zeigen zudem, dass Studierende bei benoteten Arbeiten häufig nur auf die Note schauen und die beigefügten Kommentare kaum lesen, denn die Arbeit ist zu diesem Zeitpunkt bereits abgeschlossen.

Einige Fakultäten versuchen deshalb, beide Formen zu verbinden. An der Universität Sandheim reichen Studierende im Fach Geschichte zunächst eine Gliederung ihrer Hausarbeit ein, zu der sie schriftliche Hinweise erhalten. Erst die überarbeitete Fassung wird benotet. Die Lehrenden berichten, dass die Arbeiten seitdem deutlich besser aufgebaut seien.

Invented practice text

Question 28

Ihr Ergebnis kann darüber entscheiden, ob jemand weiterstudieren darf.

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Correct answer: B — summative Beurteilung

Why? Das sagt der Text über die summative Beurteilung, deren Ergebnis dokumentiert wird und in Zeugnisse eingeht.The text says this about summative assessment, whose result is recorded and goes into transcripts.

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Question 29

Ihr Nutzen hängt davon ab, dass sie zum richtigen Zeitpunkt erfolgt.

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Correct answer: A — formative Beurteilung

Why? Für die formative Beurteilung ist entscheidend, dass die Rückmeldung kommt, solange man sie noch nutzen kann.For formative assessment it is crucial that feedback arrives while it can still be used.

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Question 30

In Sandheim wird sie für die Gliederung einer Hausarbeit genutzt.

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Correct answer: A — formative Beurteilung

Why? Zur Gliederung gibt es nur Hinweise, keine Note; erst die überarbeitete Fassung wird benotet. Die Hinweise sind also formativ.The outline only receives comments, not a grade; only the revised version is graded. The comments are therefore formative.

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Question 31

Kommentare, die zusammen mit ihr gegeben werden, lesen Studierende oft kaum.

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Correct answer: B — summative Beurteilung

Why? Das betrifft benotete Arbeiten, also die summative Beurteilung: Die Arbeit ist dann schon abgeschlossen.This concerns graded work, i.e. summative assessment: by then the work is already finished.

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Reading, task 7: spot errors in a summary

Lesen Sie den Text und die Zusammenfassung. In jedem Abschnitt der Zusammenfassung widerspricht genau ein Satz dem Text.Read the text and the summary. In each section of the summary exactly one sentence contradicts the text.

Research report Kurze Nächte vor der Prüfung

Viele Studierende kennen das: Am Abend vor einer Klausur scheint jede zusätzliche Stunde am Schreibtisch wertvoller als eine Stunde Schlaf. Eine Untersuchung der Fachhochschule Morlingen legt nahe, dass diese Rechnung nicht aufgeht.

Für die Studie trugen 312 Studierende in der Prüfungsphase zwei Wochen lang ein Armband, das ihre Schlafdauer aufzeichnete. Zusätzlich führten sie ein kurzes Lerntagebuch. Anschließend verglichen die Forscherinnen die Daten mit den Klausurergebnissen.

Das wichtigste Ergebnis: Nicht die letzte Nacht vor der Prüfung war entscheidend, sondern die durchschnittliche Schlafdauer in der gesamten Woche davor. Wer in dieser Zeit regelmäßig weniger als sechs Stunden schlief, schnitt im Schnitt fast eine halbe Note schlechter ab als Studierende mit sieben oder mehr Stunden. Eine einzelne kurze Nacht wirkte sich dagegen kaum messbar aus.

Bemerkenswert ist auch, wie wenig die Studierenden ihr eigenes Schlafverhalten kannten. In einer Befragung zu Beginn schätzten die meisten ihre Schlafdauer um rund eine Stunde höher ein, als die Armbänder später zeigten. Am größten war die Abweichung bei denjenigen, die besonders viel lernten.

Die Autorinnen der Studie betonen, dass ihre Daten keinen ursächlichen Zusammenhang beweisen. Es sei denkbar, dass Studierende, die mit dem Stoff ohnehin Schwierigkeiten haben, länger lernen und deshalb weniger schlafen. Um diese Frage zu klären, planen sie eine Folgestudie, in der eine Gruppe gezielt beim Schlafen unterstützt wird.

Die Hochschule hat dennoch bereits reagiert: In der kommenden Prüfungsphase schließt die Bibliothek wieder um Mitternacht, statt wie zuletzt rund um die Uhr geöffnet zu sein. Begleitend bietet die psychologische Beratungsstelle Workshops zum Zeitmanagement an.

Invented practice text

Question 32

Zusammenfassung, Sätze 1–3: Welcher Satz widerspricht dem Text?

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Correct answer: C — Satz 3: Entscheidend war vor allem, wie lange die Studierenden in der Nacht vor der Prüfung schliefen.

Why? Laut Text war nicht die letzte Nacht entscheidend, sondern der Schlaf in der ganzen Woche davor. Satz 3 behauptet das Gegenteil.According to the text it was not the last night that mattered but sleep over the whole week before. Sentence 3 claims the opposite.

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Question 33

Zusammenfassung, Sätze 4–6: Welcher Satz widerspricht dem Text?

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Correct answer: B — Satz 5: Die meisten Studierenden unterschätzten zu Beginn, wie lange sie tatsächlich schliefen.

Why? Die Studierenden schätzten ihre Schlafdauer zu hoch ein, sie überschätzten sie also. Satz 5 sagt, sie hätten sie unterschätzt.The students estimated their sleep as longer than it was, i.e. they overestimated it. Sentence 5 says they underestimated it.

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Question 34

Zusammenfassung, Sätze 7–9: Welcher Satz widerspricht dem Text?

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Correct answer: C — Satz 9: In der nächsten Prüfungsphase ist die Bibliothek rund um die Uhr geöffnet.

Why? Die Bibliothek schließt künftig wieder um Mitternacht; rund um die Uhr geöffnet war sie bisher. Satz 9 ist also falsch.The library will close at midnight again; it was open round the clock until now. Sentence 9 is therefore wrong.

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