TestDaF Schreiben und Sprechen üben

9 eigene Aufgaben im Format des digitalen TestDaF: die zwei Aufgaben im Schreiben und die sieben Aufgaben im Sprechen, mit Musterlösungen, Checklisten und nützlichen Redemitteln.

Über diese Fragen

Alle Texte, Namen, Orte, Daten und Zahlen sind für die Übung erfunden. Unabhängige Übungen von FreeExamPath. Keine Verbindung zu g.a.s.t. e.V. oder dem TestDaF-Institut. TestDaF® ist eine eingetragene Marke der g.a.s.t. Diese Übungen sind keine offiziellen Modelltests, und Ihr Ergebnis ist eine Übungsschätzung, keine TDN.

Schreiben und Sprechen werden nicht automatisch bewertet: Vergleichen Sie Ihre Antwort mit der Checkliste und der Musterlösung. Was Sie eintippen, wird weder gesendet noch gespeichert.

Themen (9)

Schreiben, Aufgabe 1: argumentativen Text schreiben

Schreiben

Pflichtpraktikum für alle Studiengänge?

Lesen Sie die Aufgabe und die Meinungen. Schreiben Sie in 30 Minuten mindestens 200 Wörter.

In vielen Ländern wird diskutiert, ob ein Praxissemester in allen Studiengängen Pflicht werden soll. Schreiben Sie einen argumentativen Text für die Hochschulzeitung. Geben Sie die Meinungen unten in eigenen Worten wieder und nehmen Sie begründet Stellung.

Prof. Dr. Jens Kalinowski, Hochschullehrer: „Ein Pflichtpraktikum verlängert das Studium und nimmt Zeit, die wir für die wissenschaftliche Ausbildung brauchen.“
Selin Akgül, Studentin der Biologie: „Erst im Praktikum habe ich verstanden, wofür ich eigentlich lerne. Vorher wusste ich nicht, ob das Fach zu mir passt.“
Unternehmerverband Weserland: „Wer schon Praxiserfahrung mitbringt, braucht im Betrieb deutlich weniger Einarbeitung.“
  • Geben Sie die unterschiedlichen Positionen in eigenen Worten wieder.
  • Nehmen Sie selbst Stellung und begründen Sie Ihre Meinung.
  • Stützen Sie Ihre Argumente mit Beispielen.
  • Schreiben Sie eine Einleitung und einen Schluss.

30 Minuten

Text überprüfen
  • Ich gebe mindestens zwei der Meinungen in eigenen Worten wieder, nicht wörtlich abgeschrieben.
  • Ich nutze für fremde Meinungen indirekte Rede oder „laut …“, „… betont, dass …“.
  • Meine eigene Position ist klar erkennbar und begründet.
  • Ich gehe auf mindestens ein Gegenargument ein.
  • Mein Text hat Einleitung, Hauptteil und Schluss und mindestens 200 Wörter (offizielle Vorgabe).
  • Ich verbinde die Absätze mit Konnektoren wie „dagegen“, „dennoch“, „insgesamt“.
Nützliche Redemittel
  • …, wird seit Langem kontrovers diskutiert.
  • Befürworter verweisen vor allem auf …
  • X gibt dagegen zu bedenken, dass …
  • Meiner Ansicht nach überwiegen die Vorteile.
  • Das Argument … nehme ich durchaus ernst.
  • Andernfalls hätten … einen klaren Nachteil.
  • Insgesamt halte ich … für sinnvoll, wenn …
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Ob ein Praxissemester in allen Studiengängen verpflichtend sein sollte, wird an den Hochschulen seit Langem kontrovers diskutiert. Die Positionen gehen dabei weit auseinander.

Befürworter verweisen vor allem auf den Nutzen für den Berufseinstieg. So betont der Unternehmerverband Weserland, dass Absolventinnen und Absolventen mit Praxiserfahrung weniger Einarbeitung benötigen. Auch die Biologiestudentin Selin Akgül berichtet, sie habe erst während ihres Praktikums verstanden, wofür sie eigentlich lerne. Professor Jens Kalinowski gibt dagegen zu bedenken, dass ein Pflichtpraktikum das Studium verlängere und Zeit für die wissenschaftliche Ausbildung koste.

Meiner Ansicht nach überwiegen die Vorteile, allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. Ein Praktikum hilft nicht nur bei der späteren Stellensuche, sondern auch bei der Orientierung im Studium. Wer früh erlebt, wie in einem Labor, einer Behörde oder einem Verlag gearbeitet wird, kann seine Schwerpunkte bewusster wählen und bricht das Studium seltener aus Enttäuschung ab.

Das Argument der Studiendauer nehme ich dennoch ernst. Ein Praxissemester darf nicht einfach an das Studium angehängt werden, sondern muss in den Studienplan integriert und mit Leistungspunkten anerkannt werden. Außerdem müssen die Hochschulen dafür sorgen, dass genügend Plätze vorhanden sind und Praktika angemessen bezahlt werden. Andernfalls hätten Studierende aus Familien mit wenig Geld oder ohne berufliche Kontakte einen klaren Nachteil.

Insgesamt halte ich ein verpflichtendes Praxissemester für sinnvoll, wenn es gut begleitet wird. Entscheidend ist nicht, dass Studierende irgendein Praktikum absolvieren, sondern dass sie ihre Erfahrungen anschließend im Studium reflektieren können.

Musterlösung: 229 Wörter

Schreiben, Aufgabe 2: Text und Grafik zusammenfassen

Schreiben

Studienabbruch: Gründe und Gegenmaßnahmen

Lesen Sie den Text und die Grafik. Fassen Sie in 30 Minuten die Informationen in etwa 100 bis 150 Wörtern zusammen.

Sie schreiben für ein Seminar eine kurze Zusammenfassung. Fassen Sie die Informationen aus dem Text und der Grafik im Hinblick auf folgende Frage zusammen: Aus welchen Gründen brechen Studierende ihr Studium ab, und was unternimmt die Hochschule dagegen?

Text: Studienabbruch – nicht immer ein Scheitern
Jedes Jahr verlassen viele Studierende ihre Hochschule ohne Abschluss. Die meisten entscheiden sich bereits in den ersten beiden Semestern dazu. Eine Untersuchung der Hochschule Morlingen zeigt, dass ein Abbruch nicht zwangsläufig ein Scheitern bedeutet: Rund die Hälfte der Befragten hatte zwei Jahre später eine Ausbildung begonnen oder ein anderes Fach gewählt. Dennoch versucht die Hochschule, Studienzweifel früher zu erkennen. Studierende, die nach dem ersten Semester weniger als die Hälfte der vorgesehenen Prüfungen bestanden haben, werden zu einem freiwilligen Beratungsgespräch eingeladen. Außerdem gibt es seit Kurzem Online-Selbsttests, mit denen Studieninteressierte vor der Einschreibung prüfen können, ob ihre Erwartungen zum Fach passen.

Grafik (Balkendiagramm, hier in Worten): Wichtigster Grund für den Studienabbruch. Befragung von 1 200 ehemaligen Studierenden der Hochschule Morlingen, Angaben in Prozent: Leistungsprobleme 31 %, falsche Vorstellungen vom Studium 24 %, finanzielle Gründe 18 %, Wunsch nach praktischer Tätigkeit 15 %, persönliche oder familiäre Gründe 12 %.
  • Nennen Sie die wichtigsten Gründe aus der Grafik.
  • Geben Sie die zentralen Informationen aus dem Text wieder.
  • Beziehen Sie sich auf die Frage und verwenden Sie eigene Worte.
  • Geben Sie keine eigene Meinung ab.

100–150 Wörter · 30 Minuten

Text überprüfen
  • Ich beantworte die Frage und lasse unwichtige Details weg.
  • Ich nenne die wichtigsten Werte der Grafik und ordne sie (häufigster Grund, an zweiter Stelle …).
  • Ich gebe die Informationen aus dem Text in eigenen Worten wieder.
  • Ich schreibe sachlich und ohne eigene Meinung.
  • Mein Text hat etwa 100 bis 150 Wörter (offizielle Vorgabe).
Nützliche Redemittel
  • Der Text und die Grafik befassen sich mit …
  • Laut einer Befragung … sind … mit 31 Prozent der häufigste Grund.
  • An zweiter Stelle stehen …, gefolgt von …
  • Seltener werden … genannt.
  • Der Text betont, dass …
  • Darüber hinaus sollen … helfen, …
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Der Text und die Grafik befassen sich mit dem Thema Studienabbruch. Laut einer Befragung der Hochschule Morlingen sind Leistungsprobleme mit 31 Prozent der häufigste Grund, das Studium abzubrechen. An zweiter Stelle stehen falsche Vorstellungen vom Studium (24 Prozent), gefolgt von finanziellen Gründen (18 Prozent). Seltener werden der Wunsch nach einer praktischen Tätigkeit und persönliche Gründe genannt. Der Text betont, dass ein Abbruch nicht unbedingt ein Scheitern ist, da etwa die Hälfte der Betroffenen später eine Ausbildung oder ein anderes Studium beginnt. Um Zweifel früh zu erkennen, lädt die Hochschule Studierende, die nach dem ersten Semester wenige Prüfungen bestanden haben, zu einem freiwilligen Gespräch ein. Darüber hinaus sollen Online-Selbsttests schon vor der Einschreibung helfen, falsche Erwartungen an das Fach zu vermeiden.

Musterlösung: 120 Wörter

Sprechen, Aufgabe 1: Rat geben

Sprechen

Einem Kommilitonen einen Rat geben

Lesen Sie die Situation. Bereiten Sie sich vor und sprechen Sie dann in der angegebenen Zeit. Ihr Gegenüber ist fiktiv; in der Prüfung wird Ihre Antwort aufgenommen.

Sie sitzen mit Ihrem Kommilitonen Jonas in der Mensa. Jonas arbeitet abends in einem Café und ist oft müde. Er überlegt, die Hälfte seiner Prüfungen ins nächste Semester zu verschieben, und fragt Sie: „Was würdest du an meiner Stelle machen?“ Geben Sie ihm einen Rat und begründen Sie ihn.

  • Reagieren Sie auf Jonas' Situation.
  • Geben Sie einen oder zwei konkrete Ratschläge.
  • Begründen Sie Ihren Rat kurz.

circa 45 Sekunden · Vorbereitung: 1 Min. (unsere Empfehlung)

Selbst überprüfen
  • Ich spreche Jonas direkt an und duze ihn.
  • Ich gebe mindestens einen konkreten Rat.
  • Ich begründe meinen Rat mit „denn“ oder „weil“.
  • Ich nutze die 45 Sekunden, ohne lange Pausen.
Nützliche Redemittel
  • An deiner Stelle würde ich …
  • Sprich doch erst mal mit …
  • Du könntest auch …
  • Ich würde nicht gleich …, denn …
  • Wie wäre es, wenn du …?
Musterlösung anzeigen

Ich verstehe, dass du erschöpft bist, Jonas. Trotzdem würde ich nicht gleich die Hälfte der Prüfungen verschieben, denn dann wird das nächste Semester umso voller. Sprich doch erst mal mit deinem Chef. Vielleicht kannst du in der Prüfungszeit weniger Schichten übernehmen. Außerdem könntest du bei der Studienberatung fragen, welche Prüfung sich am ehesten verschieben lässt. Eine kann man sicher schieben, aber nicht alle.

Musterlösung: 63 Wörter

Sprechen, Aufgabe 2: Optionen abwägen

Sprechen

Zwei Möglichkeiten für ein Auslandssemester abwägen

Lesen Sie die Situation. Bereiten Sie sich vor und sprechen Sie dann in der angegebenen Zeit. Ihr Gegenüber ist fiktiv; in der Prüfung wird Ihre Antwort aufgenommen.

Ihre Freundin Mira kann für ihr Auslandssemester zwischen zwei Partneruniversitäten wählen. Sie bittet Sie, die beiden Möglichkeiten abzuwägen und ihr eine Empfehlung zu geben.

Möglichkeit A: große, bekannte Universität in einer Hauptstadt; Kurse auf Englisch; sehr hohe Mieten; Wohnungssuche auf eigene Faust.
Möglichkeit B: kleinere Universität in einer Kleinstadt; Kurse in der Landessprache; Wohnheimplatz garantiert; Stipendium deckt die Miete.
  • Nennen Sie Vor- und Nachteile beider Möglichkeiten.
  • Wägen Sie sie gegeneinander ab.
  • Geben Sie eine begründete Empfehlung.

circa 1 Min. 30 Sek. · Vorbereitung: 1 Min. (unsere Empfehlung)

Selbst überprüfen
  • Ich nenne für beide Möglichkeiten mindestens einen Vorteil und einen Nachteil.
  • Ich vergleiche die Möglichkeiten direkt miteinander („dagegen“, „andererseits“).
  • Ich gebe am Ende eine klare Empfehlung mit Begründung.
  • Ich nutze den Konjunktiv II für Möglichkeiten („du hättest“, „du wärst“).
Nützliche Redemittel
  • Für … spricht, dass …
  • Der Nachteil ist allerdings, dass …
  • Bei … sieht es anders aus.
  • Andererseits …
  • Wenn ich alles abwäge, würde ich dir zu … raten.
Musterlösung anzeigen

Also, Mira, beide Möglichkeiten haben etwas für sich. Für die Universität in der Hauptstadt spricht natürlich ihr guter Ruf, und das kann später im Lebenslauf hilfreich sein. Außerdem sind die Kurse auf Englisch, da hättest du sprachlich keine großen Schwierigkeiten. Der Nachteil sind aber die Kosten. Die Mieten sind sehr hoch, und du müsstest selbst eine Wohnung suchen. Das kann gerade am Anfang viel Zeit und Nerven kosten. Bei der kleineren Universität sieht es anders aus. Du hättest sicher ein Zimmer im Wohnheim, und das Stipendium deckt die Miete. Finanziell wärst du also viel entspannter. Dafür sind die Kurse in der Landessprache, was am Anfang anstrengend sein dürfte. Andererseits lernst du die Sprache so viel schneller, und in einer kleinen Stadt kommst du leichter mit Einheimischen in Kontakt. Wenn ich alles abwäge, würde ich dir zur kleineren Universität raten. Ein Auslandssemester ist eine Chance, wirklich in eine andere Sprache und Kultur einzutauchen, und ohne Geldsorgen kannst du das viel mehr genießen.

Musterlösung: 161 Wörter

Sprechen, Aufgabe 3: Text zusammenfassen

Sprechen

Einen Text für die Arbeitsgruppe zusammenfassen

Lesen Sie die Situation. Bereiten Sie sich vor und sprechen Sie dann in der angegebenen Zeit. Ihr Gegenüber ist fiktiv; in der Prüfung wird Ihre Antwort aufgenommen.

Sie bereiten mit Ihrer Arbeitsgruppe ein Referat für das Seminar „Wissenschaftskommunikation“ vor. Sie haben den folgenden Text gelesen, die anderen noch nicht. Fassen Sie den Text für die Gruppe zusammen.

Text: Open Access – freier Zugang mit Nebenwirkungen
Immer mehr wissenschaftliche Artikel erscheinen im Open Access, sind also kostenlos im Internet lesbar. Befürworter argumentieren, dass öffentlich finanzierte Forschung allen zugänglich sein sollte, nicht nur Hochschulen, die teure Zeitschriftenabonnements bezahlen können. Tatsächlich werden frei zugängliche Artikel im Durchschnitt häufiger gelesen und zitiert. Finanziert wird das Modell oft durch Gebühren, die Autorinnen und Autoren oder ihre Einrichtungen für jede Veröffentlichung zahlen. Diese Gebühren können mehrere tausend Euro betragen. Für Forschende an gut ausgestatteten Universitäten ist das meist kein Problem, für kleinere Einrichtungen und für Forschende aus ärmeren Ländern dagegen schon. Kritiker befürchten außerdem, dass manche Verlage möglichst viele Artikel annehmen, um mehr Gebühren einzunehmen, und dabei die Qualitätsprüfung vernachlässigen. Als Alternative gelten Modelle, bei denen Hochschulen oder Fachgesellschaften die Kosten gemeinsam tragen, sodass weder Lesende noch Schreibende zahlen müssen.
  • Nennen Sie das Thema des Textes.
  • Geben Sie die wichtigsten Argumente und Probleme wieder.
  • Nennen Sie die im Text erwähnte Alternative.
  • Sprechen Sie in eigenen Worten.

circa 2 Minuten · Vorbereitung: 2 Min. (unsere Empfehlung)

Selbst überprüfen
  • Ich nenne am Anfang das Thema des Textes.
  • Ich gebe Argumente dafür, Probleme und die Alternative wieder.
  • Ich formuliere in eigenen Worten und lese nicht vor.
  • Ich strukturiere mit „zuerst“, „ein zweiter Kritikpunkt“, „zum Schluss“.
  • Ich spreche die Gruppe an (ihr, euch).
Nützliche Redemittel
  • Ich fasse euch kurz das Wichtigste zusammen.
  • Im Text geht es um …
  • Die Befürworter sagen, dass …
  • Der Haken ist …
  • Ein zweiter Kritikpunkt betrifft …
  • Zum Schluss nennt der Text …
Musterlösung anzeigen

Also, ich habe den Text über Open Access gelesen und fasse euch kurz das Wichtigste zusammen. Open Access bedeutet, dass wissenschaftliche Artikel kostenlos im Internet zugänglich sind. Das wird immer häufiger. Die Befürworter sagen, dass Forschung, die mit öffentlichem Geld bezahlt wird, auch für alle lesbar sein sollte und nicht nur für Hochschulen, die sich teure Abonnements leisten können. Außerdem zeigt der Text, dass solche Artikel im Schnitt öfter gelesen und zitiert werden. Der Haken ist die Finanzierung. Häufig zahlen nämlich die Forschenden selbst oder ihre Institute eine Gebühr pro Artikel, und die kann mehrere tausend Euro betragen. Für große, reiche Universitäten ist das kein Problem, für kleinere Einrichtungen oder Forschende aus ärmeren Ländern aber schon. Der freie Zugang für die Lesenden schafft also eine neue Hürde für die Schreibenden. Ein zweiter Kritikpunkt betrifft die Qualität: Manche befürchten, dass Verlage möglichst viele Artikel annehmen, um mehr Gebühren zu kassieren, und dafür weniger gründlich prüfen. Zum Schluss nennt der Text eine Alternative, nämlich Modelle, bei denen Hochschulen oder Fachgesellschaften die Kosten gemeinsam übernehmen. Dann müssten weder die Lesenden noch die Autoren zahlen. Ich denke, für unser Referat wäre vor allem dieser Gegensatz zwischen freiem Lesen und teurem Veröffentlichen interessant.

Musterlösung: 198 Wörter

Sprechen, Aufgabe 4: Informationen abgleichen und Stellung nehmen

Sprechen

Eine Aussage mit einer Tabelle vergleichen und Stellung nehmen

Lesen Sie die Situation. Bereiten Sie sich vor und sprechen Sie dann in der angegebenen Zeit. Ihr Gegenüber ist fiktiv; in der Prüfung wird Ihre Antwort aufgenommen.

In einem Seminar zur Studienfinanzierung sagt Ihr Kommilitone Tobias: „Die meisten Studierenden jobben doch nur, um sich Reisen und teure Handys zu leisten.“ Vergleichen Sie seine Aussage mit der Tabelle und nehmen Sie Stellung.

Tabelle (in Worten): Hauptgrund für einen Nebenjob. Befragung des Studierendenwerks Sandheim, 2 400 Studierende mit Nebenjob, Angaben in Prozent: Lebensunterhalt finanzieren 58 %, Berufserfahrung sammeln 21 %, sich zusätzliche Dinge leisten 16 %, Sonstiges 5 %.
  • Geben Sie wieder, was Tobias behauptet.
  • Vergleichen Sie seine Aussage mit den Zahlen.
  • Nehmen Sie begründet Stellung.

circa 1 Min. 30 Sek. · Vorbereitung: 1 Min. (unsere Empfehlung)

Selbst überprüfen
  • Ich gebe Tobias' Aussage korrekt wieder.
  • Ich nenne die wichtigsten Zahlen und vergleiche sie mit seiner Aussage.
  • Ich nehme klar Stellung und begründe meine Meinung.
  • Ich bleibe höflich, auch wenn ich widerspreche.
Nützliche Redemittel
  • Du sagst, dass …
  • Die Zahlen zeigen aber ein anderes Bild.
  • Mit 58 Prozent nennt die Mehrheit …
  • Nur 16 Prozent …
  • Deine Aussage trifft also nur auf … zu.
  • Ich halte das für plausibel, weil …
Musterlösung anzeigen

Tobias, du sagst, dass die meisten Studierenden nur jobben, um sich Reisen oder teure Handys zu leisten. Die Zahlen aus Sandheim zeigen aber ein ganz anderes Bild. Mit achtundfünfzig Prozent nennt die große Mehrheit als Hauptgrund, dass sie ihren Lebensunterhalt finanzieren muss, also Miete, Essen und Fahrtkosten. Weitere einundzwanzig Prozent wollen vor allem Berufserfahrung sammeln. Nur sechzehn Prozent arbeiten in erster Linie, um sich zusätzliche Dinge zu leisten. Deine Aussage trifft also nur auf eine kleine Gruppe zu. Ich halte die Zahlen auch für plausibel. Die Mieten sind in vielen Städten stark gestiegen, und nicht alle Eltern können ihre Kinder unterstützen. Natürlich kann es sein, dass manche Befragte ihre Gründe etwas schöner darstellen, als sie sind. Aber selbst dann bleibt der Lebensunterhalt der mit Abstand wichtigste Grund. Ich finde deshalb, dass wir im Seminar eher darüber sprechen sollten, wie Studierende mit Nebenjob besser unterstützt werden können.

Musterlösung: 146 Wörter

Sprechen, Aufgabe 5: Thema präsentieren

Sprechen

Ein Thema im Tutorium präsentieren

Lesen Sie die Situation. Bereiten Sie sich vor und sprechen Sie dann in der angegebenen Zeit. Ihr Gegenüber ist fiktiv; in der Prüfung wird Ihre Antwort aufgenommen.

Sie besuchen einen propädeutischen Kurs zur Vorbereitung auf das Studium. Die Tutorin bittet Sie, ein kurzes Referat zum Thema „Aufschieben im Studium: Ursachen und Strategien“ zu halten. Nutzen Sie die Notizen.

Ihre Notizen:
Ursachen: unklare Aufgaben, Perfektionismus, keine feste Tagesstruktur
Strategien: große Aufgaben in kleine Schritte teilen, feste Arbeitszeiten, Verabredungen zum gemeinsamen Lernen
zum Schluss: eigene Empfehlung
  • Leiten Sie in das Thema ein.
  • Erklären Sie die Ursachen.
  • Stellen Sie die Strategien vor.
  • Schließen Sie mit einer eigenen Empfehlung.

circa 2 Min. 30 Sek. · Vorbereitung: 2 Min. (unsere Empfehlung)

Selbst überprüfen
  • Ich nenne am Anfang Thema und Aufbau meines Referats.
  • Ich erkläre jede Ursache und jede Strategie mit einem Beispiel.
  • Ich gliedere mit „erstens, zweitens, drittens“ und „zum Schluss“.
  • Ich ende mit einer eigenen, begründeten Empfehlung.
  • Ich spreche frei und nutze die ganzen 2 Minuten 30 Sekunden.
Nützliche Redemittel
  • In meinem Referat geht es um …
  • Ich möchte zuerst … und dann …
  • Eine erste Ursache ist …
  • Was kann man dagegen tun?
  • Statt … steht dann zum Beispiel …
  • Zum Schluss meine eigene Empfehlung: …
  • Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
Musterlösung anzeigen

In meinem kurzen Referat geht es um ein Problem, das fast alle Studierenden kennen: das Aufschieben von Aufgaben. Ich möchte zuerst einige Ursachen nennen und dann Strategien vorstellen, die helfen können. Eine erste Ursache sind unklare Aufgaben. Wenn ich gar nicht genau weiß, was in einer Hausarbeit von mir erwartet wird, fange ich lieber gar nicht erst an. Eine zweite Ursache ist Perfektionismus. Wer den Anspruch hat, dass schon der erste Satz perfekt sein muss, schreibt oft stundenlang nichts. Drittens fehlt im Studium häufig eine feste Tagesstruktur. Anders als in der Schule sagt einem niemand, wann man was tun soll. Was kann man dagegen tun? Erstens hilft es, große Aufgaben in kleine Schritte zu zerlegen. Statt „Hausarbeit schreiben“ steht dann auf meiner Liste zum Beispiel „drei Quellen zum Thema suchen“. Solche Schritte wirken weniger bedrohlich, und man hat schneller ein Erfolgserlebnis. Zweitens sind feste Arbeitszeiten sinnvoll, etwa jeden Vormittag von neun bis zwölf Uhr. Wenn diese Zeiten zur Gewohnheit werden, muss man sich nicht jeden Tag neu überwinden. Drittens kann man sich mit anderen zum gemeinsamen Lernen verabreden, zum Beispiel in der Bibliothek. Eine Verabredung sagt man nicht so leicht ab wie einen Termin mit sich selbst. Zum Schluss meine eigene Empfehlung: Man sollte nicht alle Strategien gleichzeitig ausprobieren, sondern mit einer beginnen. Ich persönlich habe mit den kleinen Schritten die besten Erfahrungen gemacht, weil sie mir den Druck nehmen. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Musterlösung: 235 Wörter

Sprechen, Aufgabe 6: Argumente wiedergeben und Stellung nehmen

Sprechen

Argumente aus einer Seminardiskussion wiedergeben und Stellung nehmen

Lesen Sie die Situation. Bereiten Sie sich vor und sprechen Sie dann in der angegebenen Zeit. Ihr Gegenüber ist fiktiv; in der Prüfung wird Ihre Antwort aufgenommen.

In einem Seminar wird diskutiert, ob Klausuren am Semesterende durch Portfolios ersetzt werden sollen, also durch mehrere kleinere Arbeiten während des Semesters. Die Dozentin bittet Sie, die beiden Positionen zusammenzufassen und Ihre eigene Meinung zu sagen.

Dr. Weiland (Dozentin): Portfolios fördern regelmäßiges Lernen statt Lernen in letzter Minute; sie verringern den Prüfungsstress; die Aufgaben sind realistischer als in einer Klausur.
Felix (Student): Portfolios bedeuten Arbeit während des ganzen Semesters; die Ergebnisse sind schwerer vergleichbar; man kann schwer kontrollieren, ob jemand die Arbeit selbst geschrieben hat.
  • Geben Sie die Argumente beider Seiten wieder.
  • Nehmen Sie Stellung.
  • Begründen Sie Ihre Meinung.

circa 2 Minuten · Vorbereitung: 2 Min. (unsere Empfehlung)

Selbst überprüfen
  • Ich gebe die Argumente beider Seiten vollständig und neutral wieder.
  • Ich nutze indirekte Rede oder Redeeinleitungen („Felix gibt zu bedenken, dass …“).
  • Meine eigene Meinung ist deutlich vom Bericht getrennt.
  • Ich begründe meine Meinung mit einem Beispiel oder einer Erfahrung.
Nützliche Redemittel
  • Ich fasse die beiden Positionen kurz zusammen.
  • X spricht sich für … aus.
  • Ihr wichtigstes Argument ist, dass …
  • Y sieht das kritisch. Er gibt zu bedenken, dass …
  • Ich finde beide Seiten nachvollziehbar, tendiere aber zu …
  • Deshalb würde ich eine Mischform vorschlagen.
Musterlösung anzeigen

Ich fasse die beiden Positionen kurz zusammen. Frau Dr. Weiland spricht sich für Portfolios aus. Ihr wichtigstes Argument ist, dass Studierende dann regelmäßig lernen und nicht alles in den letzten Tagen vor der Klausur in sich hineinpauken. Außerdem meint sie, dass der Prüfungsstress geringer wird, weil nicht mehr alles von einem einzigen Termin abhängt. Und sie findet die Aufgaben in einem Portfolio realistischer, weil sie eher dem entsprechen, was man später im Beruf tut. Felix sieht das kritisch. Er gibt zu bedenken, dass man mit Portfolios das ganze Semester über Arbeit hat und nie richtig zur Ruhe kommt. Zweitens seien die Ergebnisse schwerer zu vergleichen als bei einer Klausur, bei der alle dieselben Aufgaben lösen. Und drittens lasse sich schwer kontrollieren, ob jemand seine Arbeiten wirklich selbst geschrieben hat. Ich persönlich finde beide Seiten nachvollziehbar, tendiere aber zu Frau Dr. Weiland. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ich nach einer Klausur vieles schnell wieder vergesse. Bei mehreren kleineren Arbeiten bleibt der Stoff länger hängen. Felix' Einwand zur Kontrolle nehme ich allerdings ernst. Deshalb würde ich eine Mischform vorschlagen: ein Portfolio während des Semesters und am Ende ein kurzes mündliches Gespräch, in dem man über die eigenen Arbeiten spricht. So sieht man schnell, ob jemand die Texte wirklich selbst verfasst hat.

Musterlösung: 210 Wörter

Sprechen, Aufgabe 7: Maßnahmen kritisieren

Sprechen

Geplante Maßnahmen auf einer Informationsveranstaltung kritisieren

Lesen Sie die Situation. Bereiten Sie sich vor und sprechen Sie dann in der angegebenen Zeit. Ihr Gegenüber ist fiktiv; in der Prüfung wird Ihre Antwort aufgenommen.

Auf einer Informationsveranstaltung der Universität stellt die Hochschulleitung Sparpläne vor. Sie melden sich zu Wort, kritisieren die Maßnahmen und machen einen Gegenvorschlag.

Geplante Maßnahmen ab dem nächsten Semester:
1. Die Zentralbibliothek bleibt am Wochenende geschlossen.
2. Die Buslinie zum Nordcampus fährt nach 19 Uhr nicht mehr.
3. Das kostenlose Druckguthaben für Studierende wird halbiert.
  • Beziehen Sie sich auf mindestens zwei Maßnahmen.
  • Erklären Sie, welche Folgen sie für Studierende hätten.
  • Machen Sie einen Gegenvorschlag.

circa 1 Min. 30 Sek. · Vorbereitung: 1 Min. (unsere Empfehlung)

Selbst überprüfen
  • Ich beginne höflich und zeige Verständnis für die Lage der Hochschule.
  • Ich kritisiere mindestens zwei Maßnahmen und nenne konkrete Folgen.
  • Ich mache einen realistischen Gegenvorschlag.
  • Ich verwende Ausdrücke der Kritik („Ich halte … für problematisch“).
Nützliche Redemittel
  • Ich verstehe, dass …, aber …
  • Ich halte diese Maßnahme für sehr problematisch.
  • Das trifft gerade diejenigen, die …
  • Noch schwerer wiegt für mich …
  • Mein Vorschlag wäre deshalb, …
  • Statt … könnte man …
Musterlösung anzeigen

Vielen Dank für die Informationen. Ich verstehe, dass die Universität sparen muss, aber ich halte zwei dieser Maßnahmen für sehr problematisch. Wenn die Bibliothek am Wochenende geschlossen bleibt, trifft das gerade die Studierenden, die unter der Woche arbeiten müssen. Für viele ist der Samstag der einzige Tag, an dem sie in Ruhe lernen können, und zu Hause haben nicht alle einen ruhigen Arbeitsplatz. Noch schwerer wiegt für mich die Buslinie zum Nordcampus. Dort finden viele Laborpraktika bis in den Abend statt. Wer kein Auto hat, kommt nach neunzehn Uhr kaum noch nach Hause, und das ist im Winter auch eine Frage der Sicherheit. Mein Vorschlag wäre deshalb, die Öffnungszeiten der Bibliothek am Wochenende nur zu verkürzen, statt sie ganz zu schließen, und den Bus abends zumindest stündlich fahren zu lassen. Außerdem sollte man die Studierendenvertretung an den Sparplänen beteiligen, bevor solche Entscheidungen getroffen werden.

Musterlösung: 144 Wörter

Kostenloses offizielles Übungsmaterial

Üben Sie auch mit dem Material des TestDaF-Instituts: Auf der offiziellen Website finden Sie den Aufbau der Prüfung, Tutorials zu jedem Aufgabentyp und Beispielaufgaben.