TestDaF Lesen üben

34 eigene Leseübungen im Format des digitalen TestDaF: alle sieben Aufgabentypen, vom Lückentext bis zu Fehlern in einer Zusammenfassung, mit Texten aus Wissenschaft und Hochschulalltag. Jede Antwort ist erklärt.

Über diese Fragen

Alle Texte, Namen, Orte, Daten und Zahlen sind für die Übung erfunden. Unabhängige Übungen von FreeExamPath. Keine Verbindung zu g.a.s.t. e.V. oder dem TestDaF-Institut. TestDaF® ist eine eingetragene Marke der g.a.s.t. Diese Übungen sind keine offiziellen Modelltests, und Ihr Ergebnis ist eine Übungsschätzung, keine TDN.

Themen (7)

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Lesen, Aufgabe 1: Lückentext ergänzen

Lesen Sie den Text. Welches Wort passt in die Lücke?

Bericht Lernräume im Wandel

Noch vor zwanzig Jahren war die Universitätsbibliothek vor allem ein Ort der Stille. Wer dort arbeitete, saß allein an einem Tisch und vermied jedes Geräusch. Heute (1)Lücke 1 viele Hochschulen ihre Bibliotheken um: Neben klassischen Lesesälen entstehen Räume für Gruppenarbeit, in denen ausdrücklich gesprochen werden darf. Hintergrund ist die Beobachtung, dass sich das Lernverhalten der Studierenden deutlich (2)Lücke 2 hat. Projektarbeit und Präsentationen spielen in vielen Studiengängen eine größere Rolle als früher, und dafür braucht man Orte, an denen man sich austauschen kann.

Eine Befragung an der Universität Ebersthal hat allerdings gezeigt, dass ruhige Einzelarbeitsplätze nach wie vor sehr (3)Lücke 3 sind. Gerade in der Prüfungszeit sind diese Plätze oft schon am frühen Morgen belegt. Die Bibliotheksleitung zieht daraus den (4)Lücke 4, dass beide Formen nebeneinander bestehen müssen. Entscheidend sei, die Bereiche räumlich klar zu trennen, damit sich die Nutzerinnen und Nutzer nicht gegenseitig (5)Lücke 5.

Erfundener Übungstext

Frage 1

Heute Lücke viele Hochschulen ihre Bibliotheken um: Neben klassischen Lesesälen entstehen Räume für Gruppenarbeit.

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Richtige Antwort: A — bauen

Warum? „Etwas umbauen“ heißt, ein Gebäude baulich verändern; das passt zu den neuen Räumen. „Umziehen“ hat hier kein Objekt, „umschlagen“ und „umlegen“ ergeben keinen Sinn.

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Frage 2

Hintergrund ist die Beobachtung, dass sich das Lernverhalten der Studierenden deutlich Lücke hat.

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Richtige Antwort: B — verändert

Warum? Nur „sich verändern“ passt zu „Lernverhalten“. „Wechseln“ und „ersetzen“ sind hier nicht reflexiv, und „sich umziehen“ heißt „die Kleidung wechseln“.

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Frage 3

…, dass ruhige Einzelarbeitsplätze nach wie vor sehr Lücke sind.

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Richtige Antwort: A — gefragt

Warum? „Gefragt sein“ bedeutet „beliebt, viel gewünscht sein“; das zeigt der folgende Satz über früh belegte Plätze. „Gefordert sein“ heißt „herausgefordert sein“.

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Frage 4

Die Bibliotheksleitung zieht daraus den Lücke, dass beide Formen nebeneinander bestehen müssen.

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Richtige Antwort: C — Schluss

Warum? Die feste Verbindung lautet „den Schluss ziehen“. Einen Beschluss „fasst“ man, man zieht ihn nicht.

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Frage 5

…, damit sich die Nutzerinnen und Nutzer nicht gegenseitig Lücke.

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Richtige Antwort: B — stören

Warum? Die Bereiche werden getrennt, damit Gespräche die ruhig Arbeitenden nicht stören. Die anderen Verben ergeben hier keinen Sinn.

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Lesen, Aufgabe 2: Textabschnitte ordnen

Lesen Sie die Einleitung und die Abschnitte A–D. In welcher Reihenfolge ergeben sie einen sinnvollen Text?

Bericht Weniger Abfall in der Mensa

Einleitung: Jeden Tag landeten in der Hauptmensa des Studierendenwerks Morlingen rund 150 Kilogramm Essen im Müll. Vor zwei Jahren beschloss die Leitung, das nicht länger hinzunehmen.

  • A
    Um davon wegzukommen, führte die Mensa ein Prognosesystem ein. Es berücksichtigt unter anderem den Wochentag, das Wetter, Prüfungszeiten und Veranstaltungen auf dem Campus. Außerdem wird gegen Ende der Mittagszeit nur noch in kleinen Mengen nachgekocht.
  • B
    Zunächst wollte man genau wissen, woher die Abfälle stammten. Vier Wochen lang wogen Mitarbeitende alles, was zurückkam, getrennt nach Tellerresten, Überproduktion und verdorbenen Vorräten. Das Ergebnis überraschte: Den größten Anteil machten nicht die Reste auf den Tellern aus, sondern Speisen, die gar nicht erst ausgegeben worden waren.
  • C
    Nach einem Jahr war der tägliche Abfall auf etwa 70 Kilogramm gesunken. Beschwerden über ausverkaufte Gerichte gibt es zwar weiterhin, aber seltener als befürchtet. Inzwischen interessieren sich auch andere Studierendenwerke für das Verfahren.
  • D
    Diese Überproduktion hatte einen einfachen Grund. Die Küche plante die Mengen seit Jahren nach Erfahrungswerten und kochte lieber zu viel als zu wenig, denn leere Ausgabetheken führten regelmäßig zu Beschwerden.

Erfundener Übungstext

Frage 6

Welcher Abschnitt folgt direkt auf die Einleitung (Stelle 1)?

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Richtige Antwort: B — Abschnitt B

Warum? Abschnitt B beginnt mit „Zunächst“ und beschreibt den ersten Schritt nach dem Beschluss: die Abfälle zu untersuchen.

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Frage 7

Welcher Abschnitt steht an Stelle 2?

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Richtige Antwort: D — Abschnitt D

Warum? „Diese Überproduktion“ greift das Ergebnis aus Abschnitt B auf (nicht ausgegebene Speisen). Deshalb folgt D auf B.

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Frage 8

Welcher Abschnitt steht an Stelle 3?

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Richtige Antwort: A — Abschnitt A

Warum? „Davon“ bezieht sich auf das Kochen nach Erfahrungswerten aus Abschnitt D; als Lösung folgt das Prognosesystem.

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Frage 9

Welcher Abschnitt steht an Stelle 4?

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Richtige Antwort: C — Abschnitt C

Warum? Abschnitt C nennt das Ergebnis nach einem Jahr und bildet daher den Schluss.

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Lesen, Aufgabe 3: Multiple Choice zu einem längeren Text

Lesen Sie den Text. Welche Antwort ist richtig?

Zeitschriftenartikel Was Lehrevaluationen wirklich messen

Am Ende fast jedes Semesters bekommen Studierende einen Fragebogen: War die Veranstaltung gut strukturiert? Hat die Lehrperson verständlich erklärt? Würden Sie die Veranstaltung weiterempfehlen? Die Ergebnisse dieser Lehrevaluationen landen nicht nur bei den Lehrenden selbst. An vielen Hochschulen fließen sie auch in Berufungsverfahren und in die Vergabe von Lehrpreisen ein. Umso wichtiger ist die Frage, was sie eigentlich messen.

Die Bildungsforscherin Henrike Albers von der Universität Sandheim hat sich mehrere Jahre mit dieser Frage beschäftigt. Ihr Team wertete mehr als 40 000 Fragebögen aus sechs Fakultäten aus und verglich die Bewertungen mit den Ergebnissen, die dieselben Studierenden später in weiterführenden Kursen erzielten. Die Idee dahinter: Wenn eine Veranstaltung tatsächlich gut war, müssten die Teilnehmenden in den Folgekursen besser abschneiden.

Das Ergebnis ist ernüchternd. Zwischen der Bewertung einer Veranstaltung und dem späteren Lernerfolg fand das Team nur einen sehr schwachen Zusammenhang. In einzelnen Fächern war er sogar leicht negativ: Kurse, die als besonders anspruchsvoll galten und entsprechend schlechter bewertet wurden, bereiteten offenbar besser auf die Folgekurse vor. „Studierende bewerten, wie angenehm sie eine Veranstaltung erlebt haben“, sagt Albers. „Das ist nicht unwichtig, aber es ist etwas anderes als die Frage, wie viel sie gelernt haben.“

Hinzu kommen Faktoren, die mit der Qualität der Lehre gar nichts zu tun haben. So erhielten Veranstaltungen am frühen Morgen im Schnitt schlechtere Noten als dieselben Veranstaltungen am Nachmittag, und große Pflichtvorlesungen schnitten schlechter ab als kleine Wahlseminare. Auch das Geschlecht der Lehrenden spielte eine Rolle, wenn auch eine kleinere, als manche früheren Studien vermuten ließen.

Albers räumt selbst ein, dass ihre Untersuchung Grenzen hat. Leistungen in Folgekursen hängen nicht nur von der vorangegangenen Veranstaltung ab, sondern auch von Vorwissen, Motivation und den Umständen, unter denen jemand studiert. Ihr Team hat versucht, solche Einflüsse statistisch herauszurechnen, etwa indem es die Schulabschlussnoten der Studierenden berücksichtigte. Ganz ausschließen lassen sie sich aber nicht. „Wir haben keinen perfekten Maßstab für gute Lehre gefunden“, sagt Albers. „Wir haben nur gezeigt, dass der bisherige Maßstab weniger leistet, als man ihm zutraut.“

Sollte man die Fragebögen also abschaffen? So weit möchte Albers nicht gehen. Für die Lehrenden selbst seien die Rückmeldungen durchaus nützlich, vor allem die freien Kommentare. Wer lese, dass seine Folien unleserlich sind oder dass Fragen im Hörsaal untergehen, könne daran etwas ändern. Problematisch werde es erst, wenn aus einem Durchschnittswert weitreichende Entscheidungen abgeleitet würden, etwa über die Besetzung einer Professur.

Kritik an der Studie kommt unter anderem von Studierendenvertretungen. Sie befürchten, die Ergebnisse könnten als Vorwand dienen, die Meinung der Studierenden künftig zu ignorieren. „Wir sind keine Messgeräte für Lernerfolg, aber wir merken sehr genau, ob jemand uns ernst nimmt“, heißt es in einer Stellungnahme der Studierendenvertretung in Sandheim. Albers kann diese Sorge nachvollziehen. Gerade deshalb plädiert sie dafür, die Fragebögen zu verändern, statt sie zu entwerten.

Wie das aussehen könnte, testet ihr Team derzeit in einem Pilotprojekt. Statt einer Gesamtnote fragen die neuen Bögen nach konkreten Beobachtungen: Wurden die Lernziele zu Beginn genannt? Gab es Gelegenheit, Fragen zu stellen? Bekamen die Studierenden Rückmeldung zu ihren Aufgaben? Solche Fragen ließen sich weniger von Sympathie leiten, so die Hoffnung. Erste Auswertungen deuten darauf hin, dass die Antworten tatsächlich stärker mit dem späteren Lernerfolg zusammenhängen. Ob sich das bestätigt, soll eine größere Untersuchung im kommenden Jahr zeigen.

Für die Hochschulen bleibt einstweilen eine unbequeme Erkenntnis: Eine Zahl, die sich bequem erheben und leicht vergleichen lässt, ist nicht automatisch eine aussagekräftige Zahl.

Erfundener Übungstext

Frage 10

Wie ging das Team von Henrike Albers vor?

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Richtige Antwort: D — Es verglich Bewertungen mit späteren Leistungen derselben Studierenden.

Warum? Das Team stellte die Bewertungen den späteren Ergebnissen derselben Studierenden in Folgekursen gegenüber. Eine Befragung der Lehrenden oder ein Vergleich verschiedener Hochschulen wird nicht erwähnt.

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Frage 11

Was zeigte sich in einzelnen Fächern?

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Richtige Antwort: B — Schwierige Kurse wurden schlechter bewertet, nützten aber mehr.

Warum? In einzelnen Fächern war der Zusammenhang leicht negativ: Anspruchsvolle Kurse bekamen schlechtere Bewertungen, bereiteten aber besser vor.

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Frage 12

Was meint Albers mit ihrer Aussage im dritten Absatz?

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Richtige Antwort: B — Die Bögen erfassen eher das Erleben als den Lernerfolg.

Warum? Albers sagt, die Bewertung spiegle das Erleben wider, und das sei „nicht unwichtig“, aber etwas anderes als Lernerfolg. Sie spricht den Studierenden also nicht jedes Urteil ab.

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Frage 13

Welcher Faktor beeinflusst die Bewertungen, obwohl er nichts über die Qualität der Lehre aussagt?

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Richtige Antwort: C — die Uhrzeit der Veranstaltung

Warum? Dieselbe Veranstaltung wurde am frühen Morgen schlechter bewertet als am Nachmittag. Prüfungen, Alter und Länge des Bogens werden nicht genannt.

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Frage 14

Welche Haltung hat Albers zu den Fragebögen?

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Richtige Antwort: D — Sie hält sie für Lehrende weiterhin für nützlich.

Warum? Albers will die Bögen nicht abschaffen; besonders die freien Kommentare helfen Lehrenden. Kritisch sieht sie nur weitreichende Entscheidungen auf Grundlage von Durchschnittswerten.

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Frage 15

Was befürchten die Studierendenvertretungen?

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Richtige Antwort: A — Ihre Meinung könnte künftig weniger beachtet werden.

Warum? Die Studierendenvertretungen haben Angst, dass man ihre Meinung mit Verweis auf die Studie ignoriert.

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Frage 16

Was soll das Pilotprojekt erproben?

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Richtige Antwort: D — Fragen, die weniger von Sympathie abhängen.

Warum? Die neuen Bögen fragen nach konkreten Beobachtungen statt nach einer Gesamtnote, damit Sympathie eine geringere Rolle spielt.

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Lesen, Aufgabe 4: Sprachhandlungen zuordnen

Lesen Sie den Kommentar. Was macht der Autor in dem Abschnitt? Wählen Sie aus der Liste a–f.

Kommentar Kommentar: Wer nur auf Englisch publiziert, verliert sein Publikum

Ein Kommentar aus der Hochschulzeitung der Universität Ebersthal. Die vier Abschnitte sind nummeriert.

  • 1
    In den vergangenen drei Jahrzehnten hat sich Englisch in fast allen Disziplinen als Sprache der Forschung durchgesetzt. Was in den Naturwissenschaften begann, hat nach und nach auch die Wirtschaftswissenschaften und große Teile der Sozialwissenschaften erfasst, und der Anteil deutschsprachiger Fachartikel sinkt von Jahr zu Jahr weiter.
  • 2
    Zugegeben: Eine gemeinsame Sprache hat unbestreitbare Vorteile. Forschende aus Asien, Lateinamerika und Europa können ohne Übersetzung miteinander diskutieren, und gute Ideen verbreiten sich schneller als je zuvor. Wer das bestreitet, verklärt eine Vergangenheit, in der Wissen oft an Sprachgrenzen hängen blieb.
  • 3
    Problematisch ist jedoch, was manche Hochschulen daraus gemacht haben. Wenn Berufungskommissionen deutschsprachige Veröffentlichungen grundsätzlich geringer gewichten, wird ein ganzes Publikum ausgeschlossen: Lehrkräfte, Verwaltungen, Journalistinnen und interessierte Bürger, die Forschung zur Kenntnis nehmen sollten, aber keine englischen Fachartikel lesen. Diese Praxis ist kurzsichtig.
  • 4
    Die Hochschulen müssen Übersetzungen und deutschsprachige Zusammenfassungen ausdrücklich als wissenschaftliche Leistung anerkennen und dafür Mittel bereitstellen. Wer öffentlich finanzierte Forschung betreibt, schuldet der Öffentlichkeit eine Sprache, die sie versteht.

Zur Auswahl:

  • a kritisiert eine verbreitete Praxis
  • b nennt ein Beispiel
  • c räumt einen Vorteil der Gegenseite ein
  • d zieht eine Schlussfolgerung aus einer Studie
  • e beschreibt eine Entwicklung
  • f stellt eine Forderung

Erfundener Übungstext

Frage 17

Was macht der Autor in Abschnitt 1?

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Richtige Antwort: D — beschreibt eine Entwicklung

Warum? Abschnitt 1 beschreibt, wie sich Englisch über drei Jahrzehnte immer weiter ausgebreitet hat: eine Entwicklung.

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Frage 18

Was macht der Autor in Abschnitt 2?

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Richtige Antwort: C — räumt einen Vorteil der Gegenseite ein

Warum? Mit „Zugegeben“ räumt der Autor ein, dass die Gegenposition (Englisch als gemeinsame Sprache) Vorteile hat.

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Frage 19

Was macht der Autor in Abschnitt 3?

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Richtige Antwort: B — kritisiert eine verbreitete Praxis

Warum? Der Autor kritisiert, dass Berufungskommissionen deutschsprachige Veröffentlichungen geringer gewichten, und nennt das kurzsichtig.

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Frage 20

Was macht der Autor in Abschnitt 4?

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Richtige Antwort: D — stellt eine Forderung

Warum? Mit „müssen“ fordert der Autor, dass Hochschulen Übersetzungen anerkennen und finanzieren.

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Lesen, Aufgabe 5: Aussagen zu Text und Grafik einordnen

Lesen Sie den Text und die Grafik. Ist die Aussage richtig, falsch, oder machen Text und Grafik dazu keine Angabe?

Bericht Zurück ins Kinderzimmer?

Ein Bericht über die Sozialerhebung des Studierendenwerks Ebersthal und eine Grafik dazu.

  • Text
    Immer mehr Studierende in Ebersthal wohnen bei ihren Eltern. Das zeigt die aktuelle Sozialerhebung des Studierendenwerks, für die im Frühjahr rund 3 800 Studierende befragt wurden. Als Hauptgrund nennen die Befragten die gestiegenen Mieten: Ein WG-Zimmer kostet in Ebersthal inzwischen durchschnittlich 520 Euro im Monat, fast 40 Prozent mehr als vor zehn Jahren. Das Studierendenwerk sieht die Entwicklung mit Sorge. Wer bei den Eltern wohnt, pendelt häufig lange und nimmt seltener an Veranstaltungen am Abend teil, heißt es in dem Bericht. Besonders betroffen seien Studierende aus der Region, während Studierende aus dem Ausland nach wie vor überwiegend in Wohnheimen untergebracht seien. Das Angebot an Wohnheimplätzen ist allerdings kaum gewachsen. Zwar wurde 2023 ein neues Wohnheim mit 240 Plätzen eröffnet, gleichzeitig musste jedoch ein älteres Gebäude wegen Mängeln beim Brandschutz geschlossen werden. Die Wartezeit auf einen Platz beträgt derzeit bis zu drei Semester. Die Hochschulleitung will nun gemeinsam mit der Stadt prüfen, ob leer stehende Büroflächen in Wohnraum für Studierende umgewandelt werden können. Konkrete Pläne gibt es noch nicht.
  • Grafik
    Wohnformen der Studierenden in Ebersthal, 2016 und 2026 (Anteile in Prozent)
    bei den Eltern: 2016 22 %, 2026 31 % Wohngemeinschaft: 2016 34 %, 2026 30 % Wohnheim: 2016 12 %, 2026 10 % allein in eigener Wohnung: 2016 20 %, 2026 17 % mit Partnerin oder Partner: 2016 12 %, 2026 12 %

Erfundener Übungstext

Frage 21

Der Anteil der Studierenden, die bei den Eltern wohnen, ist seit 2016 um 9 Prozentpunkte gestiegen.

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Richtige Antwort: A — Richtig

Warum? Laut Grafik stieg der Anteil von 22 auf 31 Prozent, also um 9 Prozentpunkte.

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Frage 22

Der Anteil der Studierenden im Wohnheim ist gestiegen, weil 2023 ein neues Wohnheim eröffnet wurde.

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Richtige Antwort: B — Falsch

Warum? Der Anteil sank laut Grafik von 12 auf 10 Prozent. Der Text erklärt, dass gleichzeitig ein älteres Wohnheim geschlossen wurde.

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Frage 23

Studierende, die bei den Eltern wohnen, haben im Durchschnitt bessere Noten.

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Richtige Antwort: C — Keine Angabe

Warum? Text und Grafik sagen nichts über Noten. Erwähnt werden nur lange Fahrten und seltenere Teilnahme am Abend.

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Frage 24

Ein WG-Zimmer kostet in Ebersthal durchschnittlich weniger als 500 Euro im Monat.

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Richtige Antwort: B — Falsch

Warum? Laut Text kostet ein WG-Zimmer durchschnittlich 520 Euro, also mehr als 500 Euro.

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Frage 25

Im Jahr 2026 ist die Wohngemeinschaft nicht mehr die häufigste Wohnform.

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Richtige Antwort: A — Richtig

Warum? 2026 wohnen 31 Prozent bei den Eltern und nur 30 Prozent in einer WG. Die WG liegt damit nicht mehr vorn.

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Frage 26

Die Sozialerhebung wurde als Online-Befragung durchgeführt.

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Richtige Antwort: C — Keine Angabe

Warum? Der Text nennt Zeitpunkt und Zahl der Befragten, aber nicht, wie befragt wurde.

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Frage 27

Hochschule und Stadt haben bereits beschlossen, Büros in Wohnungen für Studierende umzubauen.

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Richtige Antwort: B — Falsch

Warum? Hochschule und Stadt wollen das erst prüfen; konkrete Pläne gibt es noch nicht. Ein Beschluss liegt also nicht vor.

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Lesen, Aufgabe 6: Aussagen einem Begriffspaar zuordnen

Lesen Sie den Text. Gehört die Aussage zur formativen oder zur summativen Beurteilung?

Sachtext Rückmeldung ist nicht gleich Rückmeldung

In der Hochschuldidaktik unterscheidet man zwei Arten, Leistungen zu beurteilen. Bei der summativen Beurteilung wird am Ende einer Lerneinheit festgestellt, was jemand erreicht hat. Typisch dafür sind Abschlussklausuren und benotete Hausarbeiten. Ihr Ergebnis wird dokumentiert, geht in Zeugnisse ein und entscheidet mitunter darüber, ob jemand sein Studium fortsetzen darf. Gerade weil so viel davon abhängt, legen die Hochschulen großen Wert darauf, dass diese Beurteilungen vergleichbar und rechtssicher sind.

Die formative Beurteilung verfolgt ein anderes Ziel. Sie findet während des Lernprozesses statt und soll Lernenden zeigen, wo sie stehen und was sie als Nächstes tun können. Dazu gehören etwa Kommentare zu einem Entwurf, kurze Tests in der Vorlesung, deren Ergebnisse nicht zählen, oder ein Gespräch in der Sprechstunde. Entscheidend ist, dass die Rückmeldung rechtzeitig kommt, also zu einem Zeitpunkt, an dem man sie noch nutzen kann.

In der Praxis kommt die formative Beurteilung an vielen Hochschulen zu kurz. Das liegt nicht an mangelndem Willen der Lehrenden, sondern vor allem am Aufwand: Ausführliche Kommentare zu Entwürfen kosten Zeit, die in großen Studiengängen kaum vorhanden ist. Studien zeigen zudem, dass Studierende bei benoteten Arbeiten häufig nur auf die Note schauen und die beigefügten Kommentare kaum lesen, denn die Arbeit ist zu diesem Zeitpunkt bereits abgeschlossen.

Einige Fakultäten versuchen deshalb, beide Formen zu verbinden. An der Universität Sandheim reichen Studierende im Fach Geschichte zunächst eine Gliederung ihrer Hausarbeit ein, zu der sie schriftliche Hinweise erhalten. Erst die überarbeitete Fassung wird benotet. Die Lehrenden berichten, dass die Arbeiten seitdem deutlich besser aufgebaut seien.

Erfundener Übungstext

Frage 28

Ihr Ergebnis kann darüber entscheiden, ob jemand weiterstudieren darf.

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Richtige Antwort: B — summative Beurteilung

Warum? Das sagt der Text über die summative Beurteilung, deren Ergebnis dokumentiert wird und in Zeugnisse eingeht.

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Frage 29

Ihr Nutzen hängt davon ab, dass sie zum richtigen Zeitpunkt erfolgt.

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Richtige Antwort: A — formative Beurteilung

Warum? Für die formative Beurteilung ist entscheidend, dass die Rückmeldung kommt, solange man sie noch nutzen kann.

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Frage 30

In Sandheim wird sie für die Gliederung einer Hausarbeit genutzt.

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Richtige Antwort: A — formative Beurteilung

Warum? Zur Gliederung gibt es nur Hinweise, keine Note; erst die überarbeitete Fassung wird benotet. Die Hinweise sind also formativ.

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Frage 31

Kommentare, die zusammen mit ihr gegeben werden, lesen Studierende oft kaum.

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Richtige Antwort: B — summative Beurteilung

Warum? Das betrifft benotete Arbeiten, also die summative Beurteilung: Die Arbeit ist dann schon abgeschlossen.

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Lesen, Aufgabe 7: Fehler in einer Zusammenfassung erkennen

Lesen Sie den Text und die Zusammenfassung. In jedem Abschnitt der Zusammenfassung widerspricht genau ein Satz dem Text.

Forschungsbericht Kurze Nächte vor der Prüfung

Viele Studierende kennen das: Am Abend vor einer Klausur scheint jede zusätzliche Stunde am Schreibtisch wertvoller als eine Stunde Schlaf. Eine Untersuchung der Fachhochschule Morlingen legt nahe, dass diese Rechnung nicht aufgeht.

Für die Studie trugen 312 Studierende in der Prüfungsphase zwei Wochen lang ein Armband, das ihre Schlafdauer aufzeichnete. Zusätzlich führten sie ein kurzes Lerntagebuch. Anschließend verglichen die Forscherinnen die Daten mit den Klausurergebnissen.

Das wichtigste Ergebnis: Nicht die letzte Nacht vor der Prüfung war entscheidend, sondern die durchschnittliche Schlafdauer in der gesamten Woche davor. Wer in dieser Zeit regelmäßig weniger als sechs Stunden schlief, schnitt im Schnitt fast eine halbe Note schlechter ab als Studierende mit sieben oder mehr Stunden. Eine einzelne kurze Nacht wirkte sich dagegen kaum messbar aus.

Bemerkenswert ist auch, wie wenig die Studierenden ihr eigenes Schlafverhalten kannten. In einer Befragung zu Beginn schätzten die meisten ihre Schlafdauer um rund eine Stunde höher ein, als die Armbänder später zeigten. Am größten war die Abweichung bei denjenigen, die besonders viel lernten.

Die Autorinnen der Studie betonen, dass ihre Daten keinen ursächlichen Zusammenhang beweisen. Es sei denkbar, dass Studierende, die mit dem Stoff ohnehin Schwierigkeiten haben, länger lernen und deshalb weniger schlafen. Um diese Frage zu klären, planen sie eine Folgestudie, in der eine Gruppe gezielt beim Schlafen unterstützt wird.

Die Hochschule hat dennoch bereits reagiert: In der kommenden Prüfungsphase schließt die Bibliothek wieder um Mitternacht, statt wie zuletzt rund um die Uhr geöffnet zu sein. Begleitend bietet die psychologische Beratungsstelle Workshops zum Zeitmanagement an.

Erfundener Übungstext

Frage 32

Zusammenfassung, Sätze 1–3: Welcher Satz widerspricht dem Text?

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Richtige Antwort: C — Satz 3: Entscheidend war vor allem, wie lange die Studierenden in der Nacht vor der Prüfung schliefen.

Warum? Laut Text war nicht die letzte Nacht entscheidend, sondern der Schlaf in der ganzen Woche davor. Satz 3 behauptet das Gegenteil.

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Frage 33

Zusammenfassung, Sätze 4–6: Welcher Satz widerspricht dem Text?

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Richtige Antwort: B — Satz 5: Die meisten Studierenden unterschätzten zu Beginn, wie lange sie tatsächlich schliefen.

Warum? Die Studierenden schätzten ihre Schlafdauer zu hoch ein, sie überschätzten sie also. Satz 5 sagt, sie hätten sie unterschätzt.

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Frage 34

Zusammenfassung, Sätze 7–9: Welcher Satz widerspricht dem Text?

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Richtige Antwort: C — Satz 9: In der nächsten Prüfungsphase ist die Bibliothek rund um die Uhr geöffnet.

Warum? Die Bibliothek schließt künftig wieder um Mitternacht; rund um die Uhr geöffnet war sie bisher. Satz 9 ist also falsch.

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Kostenloses offizielles Übungsmaterial

Üben Sie auch mit dem Material des TestDaF-Instituts: Auf der offiziellen Website finden Sie den Aufbau der Prüfung, Tutorials zu jedem Aufgabentyp und Beispielaufgaben.