AEVO Übungsfragen

159 Übungsfragen für die Ausbildereignungsprüfung (AEVO), von FreeExamPath selbst nach dem Gesetzestext geschrieben, jede Antwort erklärt. Wählen Sie ein Sachgebiet, kreuzen Sie an und prüfen Sie sich sofort.

Über diese Fragen

Das sind eigene Übungsfragen von FreeExamPath, geschrieben nach dem Gesetzestext. Es sind keine offiziellen Prüfungsfragen, und FreeExamPath ist nicht mit IHK, HWK oder DIHK verbunden. Der Gesetzestext

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Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und Ausbildung planen

Multiple Choice

Die Geschäftsführerin eines Metallbaubetriebs überlegt, künftig nur noch fertige Fachkräfte einzustellen statt selbst auszubilden. Ausbilder Jonas soll den Nutzen betrieblicher Ausbildung darlegen. Welches Argument ist sachlich zutreffend?

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Richtige Antwort: A — Eigener Nachwuchs kennt die betrieblichen Abläufe, was Einarbeitung und Fehlbesetzungen verringert.

Warum? Zum Nutzen betrieblicher Ausbildung (AEVO § 3 Abs. 1 Nr. 1) gehört passgenau qualifizierter Nachwuchs, der den Betrieb bereits kennt. Eine gesetzliche Pflicht, nach der Ausbildung im Betrieb zu bleiben, gibt es nicht, und Auszubildende dürfen nur Aufgaben erhalten, die dem Ausbildungszweck dienen (§ 14 Abs. 3 BBiG).Quelle

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Multiple Choice

Paul wird in einem Hotel erstmals als Ausbilder eingesetzt. Er fragt, wie die Aufgaben zwischen den Lernorten im dualen System verteilt sind. Welche Aussage trifft zu?

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Richtige Antwort: B — Der Betrieb bildet nach der Ausbildungsordnung aus, die Berufsschule unterrichtet nach ihrem Rahmenlehrplan.

Warum? Im dualen System wirken Betrieb und Berufsschule als Lernorte zusammen (§ 2 BBiG): Grundlage im Betrieb ist die Ausbildungsordnung, die Schule arbeitet nach dem Rahmenlehrplan. Der Betrieb muss zum Berufsschulbesuch anhalten und dafür freistellen (§§ 14, 15 BBiG).Quelle

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Multiple Choice

Die Tischlerei von Frau Kaya will erstmals einen Auszubildenden zum Tischler einstellen. Sie fragt, welche Einrichtung als zuständige Stelle die Ausbildung überwacht und den Vertrag einträgt. Welche ist es?

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Richtige Antwort: D — Die Handwerkskammer

Warum? Für die Berufsbildung in Berufen der Handwerksordnung ist nach § 71 Abs. 1 BBiG die Handwerkskammer zuständige Stelle. Die Industrie- und Handelskammer ist für nichthandwerkliche Gewerbeberufe zuständig (§ 71 Abs. 2 BBiG).Quelle

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Multiple Choice

Ausbilderin Sandra bereitet die Einführung eines neuen Ausbildungsberufs im Betrieb vor und liest dazu die Ausbildungsordnung. Welche Inhalte muss eine Ausbildungsordnung nach dem BBiG festlegen?

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Richtige Antwort: C — Berufsbezeichnung, Ausbildungsdauer, Ausbildungsberufsbild, Ausbildungsrahmenplan und Prüfungsanforderungen

Warum? § 5 Abs. 1 BBiG schreibt diese Mindestinhalte der Ausbildungsordnung vor. Vergütung, Urlaub und Probezeit gehören in die Vertragsabfassung (§ 11 BBiG), Lernfelder in den schulischen Rahmenlehrplan.Quelle

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Multiple Choice

Der Inhaber eines Elektrobetriebs möchte die Ausbildungsdauer im Vertrag selbst festlegen, um Auszubildende früher als Fachkräfte einsetzen zu können. Was gilt nach dem BBiG für die Ausbildungsdauer?

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Richtige Antwort: B — Sie steht in der Ausbildungsordnung und soll zwischen zwei und drei Jahren liegen.

Warum? Nach § 5 Abs. 1 Nr. 2 BBiG legt die Ausbildungsordnung die Ausbildungsdauer fest; sie soll nicht mehr als drei und nicht weniger als zwei Jahre betragen. Über eine Verkürzung im Einzelfall entscheidet die zuständige Stelle auf Antrag (§ 8 BBiG).Quelle

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Multiple Choice

Murat führt ein IT-Systemhaus, hat aber selbst keine einschlägige Berufsausbildung. Er möchte eine angehende Fachinformatikerin ausbilden lassen. Unter welcher Voraussetzung darf er sie einstellen?

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Richtige Antwort: C — Er ist persönlich geeignet und bestellt einen persönlich und fachlich geeigneten Ausbilder.

Warum? Nach § 28 Abs. 1 und 2 BBiG darf einstellen, wer persönlich geeignet ist; wer fachlich nicht geeignet ist, muss einen persönlich und fachlich geeigneten Ausbilder bestellen. Die Ausbildereignungsprüfung allein ersetzt die beruflichen Voraussetzungen nach § 30 Abs. 2 BBiG nicht.Quelle

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Multiple Choice

Tobias ist Industriemechaniker mit bestandener Abschlussprüfung und langjähriger Berufserfahrung. Er soll künftig Auszubildende in seinem Beruf ausbilden. Was fehlt ihm noch für die fachliche Eignung?

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Richtige Antwort: A — Berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse, meist nachgewiesen durch die AEVO-Prüfung

Warum? Fachlich geeignet ist nach § 30 Abs. 1 BBiG, wer berufliche sowie berufs- und arbeitspädagogische Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt. Die beruflichen hat Tobias durch seine Abschlussprüfung (§ 30 Abs. 2 Nr. 1 BBiG); die pädagogischen werden nach § 4 AEVO in einer Prüfung nachgewiesen.Quelle

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Multiple Choice

Im Hotel Seeblick soll die erfahrene Hotelfachfrau Ines, die keine Ausbildereignung besitzt, der Auszubildenden Tara die Arbeit am Empfang vermitteln. Ist das zulässig?

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Richtige Antwort: D — Ja, unter Verantwortung des Ausbilders, wenn sie die nötigen beruflichen Fähigkeiten hat und persönlich geeignet ist.

Warum? § 28 Abs. 3 BBiG erlaubt die Mitwirkung von Fachkräften ohne Ausbildereignung unter der Verantwortung des Ausbilders, sofern sie die erforderlichen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten besitzen und persönlich geeignet sind.Quelle

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Multiple Choice

Ein kleiner Elektrobetrieb möchte einen Elektroniker ausbilden. Einige Inhalte des Ausbildungsrahmenplans, etwa zur Gebäudeautomation, kann er mangels passender Aufträge selbst nicht vermitteln. Wie sollte der Ausbilder vorgehen?

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Richtige Antwort: D — Prüfen, ob die fehlenden Inhalte im Verbund oder überbetrieblich vermittelt werden können.

Warum? Eine Ausbildungsstätte gilt nach § 27 Abs. 2 BBiG auch dann als geeignet, wenn fehlende Inhalte durch Maßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte vermittelt werden. AEVO § 3 Abs. 1 Nr. 5 nennt dafür Verbund-, überbetriebliche und außerbetriebliche Ausbildung.Quelle

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Multiple Choice

Zwei mittelständische Betriebe wollen Mechatroniker gemeinsam ausbilden: Jeder Betrieb übernimmt bestimmte Ausbildungsabschnitte. Welche Voraussetzung nennt das BBiG für eine solche Verbundausbildung?

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Richtige Antwort: B — Die Verantwortung für jeden Abschnitt und die gesamte Ausbildungszeit muss sichergestellt sein.

Warum? Nach § 10 Abs. 5 BBiG können mehrere Personen in einem Ausbildungsverbund zusammenwirken, soweit die Verantwortlichkeit für die einzelnen Ausbildungsabschnitte und für die Ausbildungszeit insgesamt sichergestellt ist.Quelle

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Multiple Choice

Lukas lernt Anlagenmechaniker in einem Handwerksbetrieb. Die Ausbildungsordnung sieht mehrwöchige Lehrgänge in einem Bildungszentrum außerhalb des Betriebs vor. Wie ist mit diesen Lehrgangszeiten umzugehen?

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Richtige Antwort: C — Der Betrieb stellt Lukas frei, und die Lehrgangszeit wird auf die Ausbildungszeit angerechnet.

Warum? Die Ausbildungsordnung kann überbetriebliche Ausbildungsteile vorsehen (§ 5 Abs. 2 Nr. 7 BBiG). Für Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte ist freizustellen, und die Zeit wird einschließlich Pausen und Wegezeiten angerechnet (§ 15 Abs. 1 Nr. 4, Abs. 2 Nr. 4 BBiG).Quelle

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Multiple Choice

Der Ausbildungsleiter eines Supermarkts spricht mit Jamal, der die Schule ohne Abschluss verlassen hat und unsicher ist, ob der Handel zu ihm passt. Welches Ziel hätte eine berufsvorbereitende Maßnahme in seinem Fall?

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Richtige Antwort: A — Sie soll ihn durch die Vermittlung von Grundlagen an eine anerkannte Berufsausbildung heranführen.

Warum? Die Berufsausbildungsvorbereitung dient nach § 1 Abs. 2 BBiG dazu, durch die Vermittlung von Grundlagen beruflicher Handlungsfähigkeit an eine Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf heranzuführen. Ausbilder sollen ihre Einsatzmöglichkeiten einschätzen können (AEVO § 3 Abs. 1 Nr. 6).Quelle

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Multiple Choice

Die Auszubildende Clara durchläuft als angehende Industriekauffrau mehrere Abteilungen. Die dortigen Ausbildungsbeauftragten wissen oft nicht, was sie ihr beibringen sollen. Was sollte die verantwortliche Ausbilderin tun?

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Richtige Antwort: C — Mit den Ausbildungsbeauftragten Lernziele, Einsatzdauer und Rückmeldungen für jede Abteilung abstimmen.

Warum? Nach AEVO § 3 Abs. 1 Nr. 7 stimmt der Ausbilder die Aufgaben der an der Ausbildung Mitwirkenden unter Berücksichtigung ihrer Funktionen und Qualifikationen ab. Die Verantwortung für eine planmäßige, sachlich und zeitlich gegliederte Ausbildung bleibt beim Betrieb (§ 14 Abs. 1 Nr. 1 BBiG).Quelle

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Multiple Choice

In einem Logistikunternehmen gehen in drei Jahren mehrere Fachkräfte für Lagerlogistik in Rente. Die Geschäftsleitung bittet Ausbilder Ben, den Ausbildungsbedarf zu planen. Womit sollte er beginnen?

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Richtige Antwort: A — Den künftigen Fachkräftebedarf ermitteln und mit den betrieblichen Ausbildungskapazitäten abgleichen.

Warum? AEVO § 3 Abs. 1 Nr. 2 verlangt, bei der Planung des Ausbildungsbedarfs auf Grundlage rechtlicher, tarifvertraglicher und betrieblicher Rahmenbedingungen mitzuwirken. Dazu gehört, den Bedarf zu ermitteln und die Kapazität des Betriebs zu berücksichtigen, etwa das angemessene Verhältnis von Auszubildenden zu Fachkräften (§ 27 Abs. 1 BBiG).Quelle

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Multiple Choice

Ein Unternehmen, das IT-Systeme für Kunden plant und einrichtet, schwankt zwischen zwei Ausbildungsberufen. Ausbilderin Petra soll eine Empfehlung begründen. Welches Kriterium ist dafür am wichtigsten?

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Richtige Antwort: B — Ob die betrieblichen Arbeitsprozesse die Inhalte des jeweiligen Ausbildungsberufsbilds abdecken

Warum? Ausbildungsberufe sind nach AEVO § 3 Abs. 1 Nr. 4 begründet für den Betrieb auszuwählen. Entscheidend ist, ob der Betrieb die im Ausbildungsberufsbild (§ 5 Abs. 1 Nr. 3 BBiG) festgelegten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln kann.Quelle

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Multiple Choice

Die Feinmechanik Köhler GmbH möchte Feinwerkmechaniker ausbilden, besitzt aber keine CNC-Fräsmaschine, deren Bedienung die Ausbildungsordnung verlangt. Ein Partnerbetrieb könnte diesen Teil übernehmen. Unter welcher Voraussetzung ist ein solcher Ausbildungsverbund nach dem BBiG zulässig?

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Richtige Antwort: D — Die Verantwortung für die einzelnen Abschnitte und die gesamte Ausbildungszeit muss sichergestellt sein.

Warum? Nach § 10 Abs. 5 BBiG dürfen mehrere Betriebe in einem Ausbildungsverbund zusammenwirken, soweit die Verantwortlichkeit für die einzelnen Ausbildungsabschnitte und für die Ausbildungszeit insgesamt sichergestellt ist. Eine Höchstdauer oder eine Zustimmung der Berufsschule sieht das Gesetz dafür nicht vor.Quelle

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Multiple Choice

Ein kleiner Industriebetrieb kann seiner Auszubildenden zur Elektronikerin für Betriebstechnik die Steuerungstechnik selbst kaum vermitteln. Die Inhaberin fragt, ob ihr Betrieb trotzdem als Ausbildungsstätte geeignet ist. Was gilt nach dem BBiG?

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Richtige Antwort: C — Er gilt als geeignet, wenn die fehlenden Inhalte durch Maßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte vermittelt werden.

Warum? Nach § 27 Abs. 2 BBiG gilt eine Ausbildungsstätte, die nicht alle Inhalte vermitteln kann, als geeignet, wenn diese durch Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte vermittelt werden, zum Beispiel im Verbund oder überbetrieblich.Quelle

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Multiple Choice

Florian lernt Landwirt. Mehrmals im Jahr besucht er für einige Tage Lehrgänge in einer Einrichtung außerhalb seines Ausbildungsbetriebs, die die Ausbildungsordnung für alle Auszubildenden dieses Berufs vorsieht. Wie nennt man diese Form der Ausbildung?

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Richtige Antwort: D — Überbetriebliche Berufsausbildung

Warum? Nach § 5 Abs. 2 Satz 1 Nr. 7 BBiG kann die Ausbildungsordnung vorsehen, dass Teile der Ausbildung in geeigneten Einrichtungen außerhalb der Ausbildungsstätte durchgeführt werden; das Gesetz nennt dies überbetriebliche Berufsausbildung.Quelle

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Multiple Choice

Im Hotel Seeblick soll die erfahrene Rezeptionistin Jana die Auszubildenden zu Hotelfachleuten an der Rezeption anleiten. Sie hat keine Ausbildereignungsprüfung abgelegt. Was gilt nach § 28 BBiG?

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Richtige Antwort: B — Sie darf unter der Verantwortung des Ausbilders mitwirken, wenn sie fachlich kompetent und persönlich geeignet ist.

Warum? Nach § 28 Abs. 3 BBiG kann unter der Verantwortung des Ausbilders mitwirken, wer die für die Vermittlung erforderlichen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und persönlich geeignet ist, auch ohne die besonderen Voraussetzungen des § 30.Quelle

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Multiple Choice

Der Inhaber eines Autohauses möchte Automobilkaufleute einstellen. Die IHK erfährt, dass ihm die Beschäftigung von Kindern und Jugendlichen untersagt ist. Wie ist seine Eignung nach dem BBiG zu beurteilen?

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Richtige Antwort: A — Er ist persönlich ungeeignet und darf deshalb keine Auszubildenden einstellen.

Warum? Nach § 29 Nr. 1 BBiG ist persönlich nicht geeignet, wer Kinder und Jugendliche nicht beschäftigen darf, und nach § 28 Abs. 1 BBiG darf nur einstellen, wer persönlich geeignet ist. Die Bestellung eines Ausbilders hilft nur bei fehlender fachlicher Eignung.Quelle

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Multiple Choice

Sven hat gerade sein Studium der Elektrotechnik an einer deutschen Hochschule abgeschlossen und soll in seinem neuen Industriebetrieb sofort Elektroniker für Betriebstechnik ausbilden. Was verlangt § 30 BBiG für die beruflichen Fertigkeiten zusätzlich zum passenden Abschluss?

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Richtige Antwort: C — Eine angemessene Zeit praktischer Tätigkeit in seinem Beruf

Warum? Nach § 30 Abs. 2 BBiG besitzt die erforderlichen beruflichen Fertigkeiten, wer einen passenden Abschluss hat, etwa einer deutschen Hochschule, und eine angemessene Zeit in seinem Beruf praktisch tätig gewesen ist. Die berufs- und arbeitspädagogische Eignung kommt nach Abs. 1 hinzu.Quelle

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Multiple Choice

Carla hat die Meisterprüfung im Kfz-Techniker-Handwerk bestanden und darin auch ihre berufs- und arbeitspädagogische Eignung nachgewiesen. Ihr Betrieb meint, sie müsse vor der Ausbildung zusätzlich die AEVO-Prüfung ablegen. Was trifft zu?

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Richtige Antwort: B — Sie gilt bereits als berufs- und arbeitspädagogisch geeignet und braucht keine weitere Prüfung.

Warum? Nach § 6 Abs. 2 AEVO gilt als berufs- und arbeitspädagogisch geeignet, wer diese Eignung durch eine Meisterprüfung oder eine andere Fortbildungsprüfung nach der Handwerksordnung oder dem BBiG nachgewiesen hat.Quelle

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Multiple Choice

Die Steuerberaterin Frau Yilmaz möchte in ihrer Kanzlei erstmals Steuerfachangestellte ausbilden. Ein Bekannter rät ihr, vorher unbedingt die Prüfung nach der AEVO abzulegen. Was trifft nach § 1 AEVO zu?

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Richtige Antwort: A — Die Nachweispflicht der AEVO gilt für die Ausbildung in den freien Berufen nicht.

Warum? Nach § 1 Satz 2 AEVO gilt die Pflicht, die berufs- und arbeitspädagogische Eignung nach dieser Verordnung nachzuweisen, nicht für die Ausbildung im Bereich der Angehörigen der freien Berufe, zu denen Steuerberater gehören.Quelle

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Multiple Choice

Die Zahnarztpraxis Dr. Lenz hat mit Mia einen Ausbildungsvertrag zur Zahnmedizinischen Fachangestellten geschlossen. Bei welcher Stelle muss die Praxis die Eintragung in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse beantragen?

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Richtige Antwort: D — Bei der Zahnärztekammer

Warum? Nach § 71 Abs. 6 BBiG sind für die Fachangestellten der Gesundheitsdienstberufe die jeweiligen Kammern zuständige Stelle, hier die Zahnärztekammer; bei ihr ist nach § 36 BBiG die Eintragung zu beantragen.Quelle

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Multiple Choice

Der 17-jährige Dennis hat die Schule ohne Abschluss verlassen. Ein Betrieb bezweifelt, dass er eine Ausbildung zum Fachlageristen derzeit erfolgreich abschließen könnte, möchte ihn aber fördern. Welches Angebot richtet sich nach dem BBiG an solche Jugendlichen?

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Richtige Antwort: D — Die Berufsausbildungsvorbereitung mit sozialpädagogischer Begleitung

Warum? Nach § 68 Abs. 1 BBiG richtet sich die Berufsausbildungsvorbereitung an lernbeeinträchtigte oder sozial benachteiligte Personen, deren Entwicklungsstand eine erfolgreiche Ausbildung noch nicht erwarten lässt; sie wird sozialpädagogisch begleitet.Quelle

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Multiple Choice

Ein Bildungsträger bietet Jugendlichen in der Berufsausbildungsvorbereitung Qualifizierungsbausteine im Bereich Lager an. Eine Ausbilderin eines Partnerbetriebs fragt, was darunter zu verstehen ist. Welche Antwort ist richtig?

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Richtige Antwort: C — Abgegrenzte Lerneinheiten, die aus Inhalten anerkannter Ausbildungsberufe entwickelt werden

Warum? Nach § 69 Abs. 1 BBiG sind Qualifizierungsbausteine inhaltlich und zeitlich abgegrenzte Lerneinheiten, die aus den Inhalten anerkannter Ausbildungsberufe entwickelt werden; der Anbieter bescheinigt sie nach Abs. 2.Quelle

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Multiple Choice

Ein Onlinehändler möchte die 16-jährige Lina zur „Versandassistentin“ ausbilden. Diesen Beruf hat das Unternehmen selbst entwickelt; er ist kein anerkannter Ausbildungsberuf und bereitet auf keinen weiterführenden Bildungsgang vor. Was gilt nach dem BBiG?

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Richtige Antwort: A — Unzulässig, denn Jugendliche unter 18 dürfen nur in anerkannten Ausbildungsberufen ausgebildet werden.

Warum? Nach § 4 Abs. 4 BBiG dürfen Jugendliche unter 18 Jahren in anderen als anerkannten Ausbildungsberufen nicht ausgebildet werden, soweit die Ausbildung nicht auf weiterführende Bildungsgänge vorbereitet.Quelle

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Multiple Choice

In einer kleinen Werbeagentur arbeitet neben dem Inhaber nur ein Mediengestalter. Der Inhaber will im Herbst gleich vier Auszubildende zu Mediengestaltern einstellen. Was ist dabei nach dem BBiG zu prüfen?

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Richtige Antwort: B — Ob die Zahl der Auszubildenden in einem angemessenen Verhältnis zu den Fachkräften steht

Warum? Nach § 27 Abs. 1 Nr. 2 BBiG dürfen Auszubildende nur eingestellt werden, wenn ihre Zahl in einem angemessenen Verhältnis zur Zahl der Ausbildungsplätze oder der beschäftigten Fachkräfte steht, es sei denn, die Ausbildung wird sonst nicht gefährdet.Quelle

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Multiple Choice

Ausbilder Tom und die Auszubildende zur Fachinformatikerin Aylin arbeiten beide zwei Tage pro Woche im Homeoffice. Tom will ihr an diesen Tagen Inhalte per Videokonferenz und Ticketsystem vermitteln. Welche Bedingung nennt § 28 BBiG dafür?

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Richtige Antwort: B — Die Qualität muss gleichwertig sein, etwa weil Tom erreichbar ist und das Lernen steuert.

Warum? Nach § 28 Abs. 2 Satz 2 BBiG ist digitales mobiles Ausbilden in angemessenem Umfang möglich, wenn Informationstechnik eingesetzt wird, Inhalte und Orte geeignet sind und die Qualität gleichwertig ist, insbesondere wenn der Ausbilder erreichbar ist, den Lernprozess steuert und Lernfortschritte kontrolliert.Quelle

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Multiple Choice

Der einzige Ausbilder einer Spedition hat gekündigt, ein Nachfolger fehlt bisher. Die IHK erfährt davon. Wie reagiert sie nach dem BBiG, wenn der Mangel behebbar ist und den Auszubildenden keine Gefährdung droht?

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Richtige Antwort: A — Sie fordert den Betrieb auf, den Mangel innerhalb einer gesetzten Frist zu beseitigen.

Warum? Nach § 32 Abs. 2 BBiG fordert die zuständige Stelle den Ausbildenden auf, einen behebbaren Eignungsmangel innerhalb einer Frist zu beseitigen, wenn keine Gefährdung zu erwarten ist; erst wenn das scheitert, informiert sie die nach Landesrecht zuständige Behörde.Quelle

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Ausbildung vorbereiten und bei der Einstellung von Auszubildenden mitwirken

Multiple Choice

Melanie bildet erstmals eine Kauffrau für Büromanagement aus und soll den betrieblichen Ausbildungsplan erstellen. Worauf muss sie ihn aufbauen?

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Richtige Antwort: D — Auf den Ausbildungsrahmenplan der Ausbildungsordnung, übertragen auf die Abläufe des eigenen Betriebs

Warum? Nach AEVO § 3 Abs. 2 Nr. 1 wird der betriebliche Ausbildungsplan auf Grundlage der Ausbildungsordnung erstellt und an berufstypischen Arbeits- und Geschäftsprozessen ausgerichtet. Die Ausbildungsordnung enthält dafür den Ausbildungsrahmenplan (§ 5 Abs. 1 Nr. 4 BBiG).Quelle

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Multiple Choice

Personalreferentin Anja bereitet den Ausbildungsvertrag für einen künftigen Mechatroniker vor. Welche Angabe gehört nach dem BBiG zum Mindestinhalt der Vertragsabfassung?

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Richtige Antwort: C — Die Dauer der Probezeit

Warum? § 11 Abs. 1 Satz 2 BBiG nennt die Mindestangaben der Vertragsabfassung, darunter die Dauer der Probezeit, Beginn und Dauer der Ausbildung, die Vergütung und den Urlaub. Testergebnisse oder Schulnoten gehören nicht dazu.Quelle

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Multiple Choice

Ein Autohaus und die Bewerberin Lina einigen sich im Mai mündlich auf eine Ausbildung ab dem 1. August. Bis wann muss der wesentliche Vertragsinhalt festgehalten werden?

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Richtige Antwort: C — Unverzüglich nach Vertragsschluss, spätestens vor Ausbildungsbeginn, in Textform

Warum? Nach § 11 Abs. 1 Satz 1 BBiG ist der wesentliche Vertragsinhalt unverzüglich nach Abschluss des Vertrags, spätestens vor Beginn der Berufsausbildung, in Textform abzufassen.Quelle

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Multiple Choice

Die 16-jährige Mia unterschreibt gemeinsam mit ihren Eltern einen Ausbildungsvertrag als Zahnmedizinische Fachangestellte. Wem muss die Praxis die Vertragsabfassung aushändigen oder übermitteln?

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Richtige Antwort: B — Mia und ihren gesetzlichen Vertretern

Warum? Nach § 11 Abs. 2 BBiG ist die Vertragsabfassung den Auszubildenden und deren gesetzlichen Vertretern unverzüglich auszuhändigen oder zu übermitteln; der Empfang ist nachzuweisen.Quelle

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Multiple Choice

Ein Hotel hat mit Kevin einen Ausbildungsvertrag als Koch geschlossen. Der Ausbilder fragt, wer die Eintragung in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse veranlassen muss. Wer ist zuständig?

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Richtige Antwort: A — Der Ausbildungsbetrieb beantragt die Eintragung unverzüglich bei der zuständigen Stelle.

Warum? Ausbildende haben die Eintragung unverzüglich nach Vertragsschluss bei der zuständigen Stelle zu beantragen (§ 36 Abs. 1 BBiG; AEVO § 3 Abs. 2 Nr. 5). Die Eintragung ist auch Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung (§ 43 Abs. 1 Nr. 3 BBiG).Quelle

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Multiple Choice

Der 16-jährige Noah soll am 1. September seine Ausbildung zum Mechatroniker beginnen. Was muss der Betrieb vor Beschäftigungsbeginn nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz beachten?

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Richtige Antwort: D — Es muss eine ärztliche Bescheinigung über eine Erstuntersuchung aus den letzten 14 Monaten vorliegen.

Warum? Nach § 32 Abs. 1 JArbSchG darf ein Jugendlicher, der in das Berufsleben eintritt, nur beschäftigt werden, wenn er innerhalb der letzten 14 Monate ärztlich untersucht wurde und dem Arbeitgeber die Bescheinigung des Arztes vorliegt.Quelle

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Die 17-jährige Auszubildende Elif arbeitet in einem Modegeschäft. Am Freitag dieser Woche arbeitet sie nur sechs Stunden. Wie lange darf sie an den übrigen Werktagen derselben Woche höchstens beschäftigt werden?

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Richtige Antwort: C — Bis zu achteinhalb Stunden täglich, höchstens aber 40 Stunden in der Woche

Warum? Jugendliche dürfen höchstens acht Stunden täglich und 40 Stunden wöchentlich beschäftigt werden (§ 8 Abs. 1 JArbSchG). Ist die Arbeitszeit an einzelnen Werktagen verkürzt, sind an den übrigen Werktagen derselben Woche achteinhalb Stunden zulässig (§ 8 Abs. 2a JArbSchG).Quelle

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Der 17-jährige Auszubildende Leon arbeitet in der Küche eines Hotels täglich siebeneinhalb Stunden. Welche Ruhepausen stehen ihm nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz mindestens zu?

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Richtige Antwort: B — Insgesamt 60 Minuten, wobei nur Unterbrechungen von mindestens 15 Minuten als Pause zählen

Warum? Bei mehr als sechs Stunden Arbeitszeit betragen die Ruhepausen mindestens 60 Minuten; als Pause gilt nur eine Unterbrechung von mindestens 15 Minuten (§ 11 Abs. 1 JArbSchG). Die Pausen liegen frühestens eine Stunde nach Beginn und spätestens eine Stunde vor Ende der Arbeitszeit (§ 11 Abs. 2 JArbSchG).Quelle

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Die 16-jährige Sophie hat montags und donnerstags jeweils sechs Unterrichtsstunden à 45 Minuten in der Berufsschule. Ihr Ausbilder fragt, ob sie danach noch in den Betrieb kommen muss. Was gilt?

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Richtige Antwort: A — An einem der beiden Tage ist sie danach frei, am anderen darf sie grundsätzlich noch arbeiten.

Warum? Nach § 9 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 JArbSchG gilt das Beschäftigungsverbot nach einem Berufsschultag mit mehr als fünf Unterrichtsstunden von mindestens je 45 Minuten nur einmal in der Woche. Am zweiten Tag wird die Unterrichtszeit einschließlich Pausen und Wegezeiten auf die Arbeitszeit angerechnet (§ 9 Abs. 2 Nr. 3 JArbSchG).Quelle

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Die Auszubildende Lena ist zu Beginn des Kalenderjahres 16 Jahre alt und wird im Frühjahr 17. Wie viel Urlaub steht ihr in diesem Jahr nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz mindestens zu?

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Richtige Antwort: D — 27 Werktage

Warum? Maßgeblich ist das Alter zu Beginn des Kalenderjahres: Wer dann noch nicht 17 Jahre alt ist, erhält mindestens 27 Werktage Urlaub (§ 19 Abs. 2 Nr. 2 JArbSchG).Quelle

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Ein Maschinenbaubetrieb mit Betriebsrat beschäftigt drei Auszubildende über 18 und zwei jugendliche Hilfskräfte unter 18. Die Auszubildenden fragen, ob eine Jugend- und Auszubildendenvertretung gewählt werden kann. Welche Voraussetzung nennt das BetrVG?

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Richtige Antwort: D — In der Regel mindestens fünf Beschäftigte unter 18 oder in Berufsausbildung

Warum? Nach § 60 Abs. 1 BetrVG werden Jugend- und Auszubildendenvertretungen in Betrieben mit in der Regel mindestens fünf Arbeitnehmern gewählt, die unter 18 sind oder zu ihrer Berufsausbildung beschäftigt sind. Im Beispiel zählen alle fünf Beschäftigten.Quelle

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Ausbilder Stefan erfährt, dass die Leistungen seines Auszubildenden Tim in der Berufsschule seit Monaten deutlich nachlassen. Im Betrieb ist Tim unauffällig. Wie sollte Stefan vorgehen?

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Richtige Antwort: B — Mit Tim sprechen und mit der Berufsschule Ursachen und Fördermöglichkeiten klären.

Warum? Ausbilder stimmen sich nach AEVO § 3 Abs. 2 Nr. 3 mit den Kooperationspartnern, insbesondere der Berufsschule, ab. Den Auszubildenden vom Unterricht fernzuhalten, wäre unzulässig, denn er ist für den Berufsschulunterricht freizustellen (§ 15 Abs. 1 BBiG).Quelle

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Für zwei Ausbildungsplätze als Fachinformatiker gehen 30 Bewerbungen ein. Ausbilderin Nora möchte ein faires und nachvollziehbares Auswahlverfahren. Was ist dafür am besten geeignet?

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Richtige Antwort: C — Vorab festgelegte Kriterien und für alle Bewerbenden gleich aufgebaute Gespräche

Warum? AEVO § 3 Abs. 2 Nr. 4 verlangt, Kriterien und Verfahren zur Auswahl von Auszubildenden auch unter Berücksichtigung ihrer Verschiedenartigkeit anzuwenden. Einheitliche, vorab festgelegte Kriterien machen Entscheidungen vergleichbar und verringern Beurteilungsfehler.Quelle

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Die 27-jährige Svetlana bewirbt sich nach einigen Jahren als Verkäuferin um eine Ausbildung zur Industriekauffrau. Ein Kollege meint, sie sei für eine Ausbildung zu alt. Wie sollte die Ausbilderin entscheiden?

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Richtige Antwort: A — Ihre Eignung nach den festgelegten Kriterien prüfen, denn das BBiG kennt keine Altersgrenze.

Warum? Weder BBiG noch AEVO sehen eine Altersgrenze vor; die Auswahl soll nach festgelegten Kriterien und unter Berücksichtigung der Verschiedenartigkeit der Bewerbenden erfolgen (AEVO § 3 Abs. 2 Nr. 4). Jedes Ausbildungsverhältnis beginnt zudem mit einer Probezeit von einem bis vier Monaten (§ 20 BBiG).Quelle

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Die Auszubildende Hanna möchte während ihrer Ausbildung zur Hotelfachfrau einige Wochen in einem Partnerhotel in Österreich arbeiten. Ihr Ausbilder prüft die Möglichkeiten. Was gilt?

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Richtige Antwort: C — Ein Auslandsabschnitt ist möglich, wenn er dem Ausbildungsziel dient.

Warum? Nach § 2 Abs. 3 BBiG können Teile der Berufsausbildung im Ausland durchgeführt werden, wenn dies dem Ausbildungsziel dient; ihre Gesamtdauer ist begrenzt. Ausbilder sollen diese Möglichkeit nach AEVO § 3 Abs. 2 Nr. 6 prüfen.Quelle

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Sophie macht eine dreijährige Ausbildung zur Hotelfachfrau. Ihr Betrieb möchte sie für einen Ausbildungsabschnitt in ein Partnerhotel nach Irland schicken. Wie lange soll der Auslandsanteil nach dem BBiG insgesamt höchstens dauern?

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Richtige Antwort: B — Neun Monate, also ein Viertel der Ausbildungsdauer

Warum? Nach § 2 Abs. 3 BBiG können Teile der Ausbildung im Ausland stattfinden, wenn dies dem Ausbildungsziel dient; ihre Gesamtdauer soll ein Viertel der in der Ausbildungsordnung festgelegten Dauer nicht überschreiten.Quelle

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Der Auszubildende zum Industriekaufmann Jonas soll zehn Wochen in der französischen Tochtergesellschaft seines Ausbildungsbetriebs verbringen. Was ist dafür nach dem BBiG zusätzlich erforderlich?

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Richtige Antwort: D — Ein mit der zuständigen Stelle abgestimmter Plan für den Auslandsabschnitt

Warum? Nach § 76 Abs. 3 BBiG überwacht und fördert die zuständige Stelle Auslandsaufenthalte; dauert ein Abschnitt im Ausland mehr als acht Wochen, ist ein mit ihr abgestimmter Plan erforderlich.Quelle

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Die Bewerberin Nadine pflegt nachmittags ihre Mutter und fragt, ob sie die Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement in Teilzeit absolvieren kann. Was gilt nach dem BBiG?

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Richtige Antwort: A — Teilzeit kann im Vertrag für die ganze Ausbildung oder einen Teil davon vereinbart werden.

Warum? Nach § 7a Abs. 1 BBiG kann die Berufsausbildung in Teilzeit durchgeführt werden; im Ausbildungsvertrag wird für die gesamte Zeit oder einen bestimmten Zeitraum eine kürzere tägliche oder wöchentliche Ausbildungszeit vereinbart. Ein besonderer Grund ist nicht vorgeschrieben.Quelle

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Leon beginnt eine dreijährige Ausbildung zum Fachinformatiker in Teilzeit mit verkürzter Wochenarbeitszeit. Wie lange darf seine Ausbildung nach § 7a BBiG dadurch grundsätzlich höchstens dauern?

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Richtige Antwort: D — Viereinhalb Jahre, also das Eineinhalbfache der Vollzeitdauer

Warum? Nach § 7a Abs. 2 BBiG verlängert sich die Dauer der Teilzeitausbildung entsprechend, höchstens bis zum Eineinhalbfachen der Vollzeitdauer; nur auf Verlangen des Auszubildenden ist nach Abs. 3 eine Verlängerung bis zur nächsten Prüfung möglich.Quelle

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Die Personalreferentin Petra bereitet die Vertragsabfassung für einen künftigen Mechatroniker vor. Welche der folgenden Angaben muss nach § 11 BBiG in die Vertragsabfassung aufgenommen werden?

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Richtige Antwort: C — Die Form des Ausbildungsnachweises, also schriftlich oder elektronisch

Warum? § 11 Abs. 1 Satz 2 BBiG zählt die Mindestangaben der Vertragsabfassung auf; nach Nr. 12 gehört dazu die Form des Ausbildungsnachweises. Schulnoten, Berufsschule oder das AEVO-Zeugnis gehören nicht zu den Pflichtangaben.Quelle

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Ein Autohaus räumt sein Archiv auf. Die Ausbildung des Automobilkaufmanns Kevin endete im Sommer des vergangenen Jahres. Wie lange muss das Autohaus die Vertragsabfassung und den Empfangsnachweis nach § 11 BBiG aufbewahren?

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Richtige Antwort: B — Drei Jahre ab Ende des Jahres, in dem die Ausbildung endete

Warum? Nach § 11 Abs. 2 Satz 4 BBiG haben Ausbildende die Vertragsabfassung und den Empfangsnachweis nach Ablauf des Jahres, in dem das Ausbildungsverhältnis beendet wurde, drei Jahre lang aufzubewahren.Quelle

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Ein Ingenieurbüro will in den Ausbildungsvertrag einer Technischen Systemplanerin schreiben: Wer nach der Ausbildung binnen zwei Jahren kündigt, erstattet die Ausbildungskosten. Wie ist diese Klausel zu beurteilen?

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Richtige Antwort: A — Sie ist nichtig, weil Auszubildende für ihre Ausbildung keine Entschädigung zahlen müssen.

Warum? Nach § 12 Abs. 2 Nr. 1 BBiG ist eine Vereinbarung nichtig, nach der Auszubildende für die Berufsausbildung eine Entschädigung zahlen; § 12 Abs. 1 verbietet zudem Beschränkungen der beruflichen Tätigkeit nach der Ausbildung.Quelle

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Der Logistikdienstleister Weber hat mit Ali einen Ausbildungsvertrag zur Fachkraft für Lagerlogistik geschlossen. Wann muss Weber die Eintragung bei der IHK beantragen und was ist dem Antrag beizufügen?

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Richtige Antwort: A — Unverzüglich nach Vertragsschluss, mit Kopie der Vertragsabfassung und des Empfangsnachweises

Warum? Nach § 36 Abs. 1 BBiG haben Ausbildende die Eintragung unverzüglich nach Abschluss des Vertrags zu beantragen und eine Kopie der Vertragsabfassung und des Empfangsnachweises beizufügen.Quelle

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Die 16-jährige Emma soll am 1. August ihre Ausbildung zur Industriekauffrau beginnen. Ihre ärztliche Erstuntersuchung fand vor 15 Monaten statt. Was muss der Betrieb vor Ausbildungsbeginn beachten?

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Richtige Antwort: B — Eine neue Erstuntersuchung ist nötig, weil sie höchstens 14 Monate zurückliegen darf.

Warum? Nach § 32 Abs. 1 JArbSchG darf ein Jugendlicher beim Eintritt ins Berufsleben nur beschäftigt werden, wenn er innerhalb der letzten 14 Monate ärztlich untersucht wurde und die Bescheinigung vorliegt; sie ist nach § 35 BBiG auch Voraussetzung für die Eintragung.Quelle

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Eine Spedition mit Betriebsrat beschäftigt zwei Jugendliche unter 18 und vier Auszubildende im Alter von 19 bis 27 Jahren. Der Betriebsrat fragt, ob eine Jugend- und Auszubildendenvertretung gewählt werden kann. Was trifft nach § 60 BetrVG zu?

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Richtige Antwort: D — Ja, denn Auszubildende zählen unabhängig vom Alter mit; es sind sechs Personen.

Warum? Nach § 60 Abs. 1 BetrVG wird eine Jugend- und Auszubildendenvertretung in Betrieben mit in der Regel mindestens fünf Arbeitnehmern gewählt, die unter 18 Jahre alt sind oder zu ihrer Berufsausbildung beschäftigt sind; für Auszubildende nennt die Vorschrift keine Altersgrenze.Quelle

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Für zwei Ausbildungsplätze zur Kauffrau im Einzelhandel liegen Bewerbungen mit sehr unterschiedlichen Lebensläufen vor, darunter eine mit einem ausländischen Schulabschluss. Wie geht die Ausbilderin bei der Auswahl fair vor?

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Richtige Antwort: C — Sie legt vorab Kriterien fest, wendet sie auf alle gleich an und prüft den ausländischen Abschluss inhaltlich.

Warum? Nach § 3 Abs. 2 Nr. 4 AEVO wenden Ausbilder Kriterien und Verfahren zur Auswahl auch unter Berücksichtigung der Verschiedenartigkeit der Bewerber an. Fair ist ein Verfahren mit vorher festgelegten, einheitlich angewandten Kriterien.Quelle

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Der Berufsschullehrer des angehenden Industriemechanikers Paul meldet, dass Paul im Lernfeld Steuerungstechnik große Lücken hat. Welches Vorgehen des Ausbilders entspricht der Lernortkooperation?

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Richtige Antwort: D — Er stimmt mit der Lehrkraft ab, welche Inhalte der Betrieb gezielt vertieft.

Warum? Nach § 2 Abs. 2 BBiG wirken Betrieb und Berufsschule bei der Durchführung der Berufsbildung zusammen (Lernortkooperation); § 3 Abs. 2 Nr. 3 AEVO verlangt die inhaltliche und organisatorische Abstimmung mit der Berufsschule.Quelle

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Der 17-jährige Finn unterschreibt zusammen mit seinen Eltern einen Ausbildungsvertrag zum Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement. Wem muss der Betrieb die Vertragsabfassung unverzüglich aushändigen oder übermitteln?

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Richtige Antwort: B — Finn und seinen gesetzlichen Vertretern

Warum? Nach § 11 Abs. 2 BBiG ist die Vertragsabfassung den Auszubildenden und deren gesetzlichen Vertretern unverzüglich auszuhändigen oder so zu übermitteln, dass sie gespeichert und ausgedruckt werden kann.Quelle

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Die Inhaberin eines Blumengeschäfts möchte ihre 16-jährige Tochter Lea selbst zur Floristin ausbilden. Sie fragt, ob sie als Mutter und gesetzliche Vertreterin den Vertrag mit ihrem eigenen Kind schließen darf. Was gilt nach § 10 BBiG?

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Richtige Antwort: A — Ja, Eltern sind dafür vom Verbot des § 181 BGB befreit.

Warum? Nach § 10 Abs. 3 BBiG sind gesetzliche Vertreter, die mit ihrem Kind einen Berufsausbildungsvertrag schließen, vom Verbot des Insichgeschäfts nach § 181 BGB befreit.Quelle

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Nach Vertragsschluss stellt sich heraus, dass dem vorgesehenen Ausbilder eines Sanitärbetriebs die fachliche Eignung fehlt. Der Auszubildende Murat fragt besorgt, ob sein Ausbildungsvertrag jetzt unwirksam ist. Was trifft zu?

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Richtige Antwort: C — Der Vertrag bleibt wirksam; der Mangel betrifft nur die Berechtigung zum Ausbilden.

Warum? Nach § 10 Abs. 4 BBiG berührt ein Mangel in der Berechtigung, Auszubildende einzustellen oder auszubilden, die Wirksamkeit des Berufsausbildungsvertrags nicht; der Betrieb muss den Mangel aber beheben.Quelle

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Ein Bauunternehmen möchte im Ausbildungsvertrag eines angehenden Maurers eine Probezeit von sechs Monaten vereinbaren, um ihn länger beobachten zu können. Wie ist diese Vereinbarung zu bewerten?

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Richtige Antwort: A — Sie ist unzulässig, weil höchstens vier Monate Probezeit erlaubt sind.

Warum? Nach § 20 BBiG beträgt die Probezeit mindestens einen Monat und höchstens vier Monate. Eine längere Probezeit weicht zuungunsten des Auszubildenden vom Gesetz ab und ist insoweit unwirksam (§ 25 BBiG).Quelle

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Florian ist seit sechs Wochen Auszubildender zum Elektroniker und wünscht sich inzwischen einen ganz anderen Beruf. Er möchte die Ausbildung beenden. Wie kann er während der Probezeit kündigen?

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Richtige Antwort: B — Schriftlich und jederzeit ohne Kündigungsfrist, auch ohne Begründung.

Warum? In der Probezeit kann das Ausbildungsverhältnis jederzeit ohne Kündigungsfrist gekündigt werden (§ 22 Abs. 1 BBiG). Die Kündigung muss schriftlich erfolgen, die elektronische Form ist ausgeschlossen; Gründe sind nur bei Kündigungen nach der Probezeit anzugeben (§ 22 Abs. 3 BBiG).Quelle

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Die Auszubildende Aylin ist im zweiten Jahr ihrer Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel. Sie möchte stattdessen eine Ausbildung zur Pflegefachfrau beginnen. Wie kann sie das Ausbildungsverhältnis beenden?

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Richtige Antwort: C — Durch schriftliche Kündigung mit einer Frist von vier Wochen unter Angabe des Grundes

Warum? Nach der Probezeit können Auszubildende mit einer Frist von vier Wochen kündigen, wenn sie die Berufsausbildung aufgeben oder sich für eine andere Berufstätigkeit ausbilden lassen wollen (§ 22 Abs. 2 Nr. 2 BBiG). Die Kündigung muss schriftlich und unter Angabe der Gründe erfolgen (§ 22 Abs. 3 BBiG).Quelle

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Ein Zulieferbetrieb hat weniger Aufträge und möchte das Ausbildungsverhältnis mit dem Mechatroniker-Auszubildenden Erik im zweiten Jahr mit einer Frist von vier Wochen kündigen. Ist das möglich?

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Richtige Antwort: D — Nein, nach der Probezeit kann der Betrieb nur aus einem wichtigen Grund fristlos kündigen.

Warum? Nach § 22 Abs. 2 BBiG kann der Betrieb das Ausbildungsverhältnis nach der Probezeit nur aus einem wichtigen Grund ohne Einhalten einer Kündigungsfrist kündigen. Die Frist von vier Wochen steht nur Auszubildenden zu, die die Ausbildung aufgeben oder wechseln wollen.Quelle

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Die Inhaberin eines Autohauses erfuhr vor drei Wochen, dass der Auszubildende Dennis mehrfach Kundengelder einbehalten hat. Erst jetzt will sie aus wichtigem Grund kündigen. Wie ist die Kündigung zu beurteilen?

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Richtige Antwort: C — Sie ist unwirksam, da die Tatsachen länger als zwei Wochen bekannt sind.

Warum? Eine Kündigung aus wichtigem Grund ist nach § 22 Abs. 4 BBiG unwirksam, wenn die zugrunde liegenden Tatsachen dem zur Kündigung Berechtigten länger als zwei Wochen bekannt sind.Quelle

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Ausbilderin Katrin plant die viermonatige Probezeit einer neuen Auszubildenden zur Industriekauffrau. Wie gestaltet sie diese Zeit sinnvoll?

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Richtige Antwort: B — Mit berufstypischen Aufgaben aus mehreren Bereichen und regelmäßigem Feedback

Warum? Die Probezeit soll beiden Seiten zeigen, ob Beruf und Auszubildende zusammenpassen; AEVO § 3 Abs. 3 Nr. 2 verlangt, sie zu organisieren, zu gestalten und zu bewerten. Dazu gehören aussagekräftige berufstypische Aufgaben und laufende Rückmeldungen statt einer Bewertung erst am Ende.Quelle

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Der Auszubildende Emre lässt seinen Arbeitsplatz in der Werkstatt häufig unaufgeräumt zurück. Ausbilder Rainer möchte ihm dazu eine Rückmeldung geben. Wie geht er am besten vor?

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Richtige Antwort: A — Zeitnah unter vier Augen das konkrete Verhalten beschreiben und seine Folgen erläutern

Warum? Wirksames Feedback ist zeitnah, beschreibt konkretes Verhalten statt Eigenschaften der Person und erfolgt unter vier Augen. AEVO § 3 Abs. 3 Nr. 1 nennt das Geben und Empfangen von Rückmeldungen als Aufgabe des Ausbilders.Quelle

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Der angehende Fachlagerist Kai wirkt seit Wochen lustlos. Er erledigt fast nur noch dieselben Kommissionieraufgaben. Was ist am besten geeignet, um seine Motivation zu fördern?

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Richtige Antwort: D — Abwechslungsreichere Aufgaben mit mehr Verantwortung übertragen und ihren Sinn erklären

Warum? Eine motivierende Lernkultur entsteht durch abwechslungsreiche, sinnvolle Aufgaben mit wachsender Eigenverantwortung (AEVO § 3 Abs. 3 Nr. 1). Zudem dürfen Auszubildenden nur Aufgaben übertragen werden, die dem Ausbildungszweck dienen (§ 14 Abs. 3 BBiG).Quelle

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Ausbilder Uwe soll dem angehenden Industriemechaniker Jan das Messen mit dem Messschieber nach der Vier-Stufen-Methode beibringen. In welcher Reihenfolge geht er vor?

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Richtige Antwort: D — Vorbereiten – vormachen und erklären – nachmachen und erklären lassen – üben

Warum? Die Vier-Stufen-Methode folgt der Abfolge Vorbereiten, Vormachen und Erklären, Nachmachen und Erklären lassen sowie Üben. Sie eignet sich besonders für das Erlernen klar strukturierter Handgriffe (AEVO § 3 Abs. 3 Nr. 4).Quelle

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In der Ausbildungswerkstatt eines Maschinenbauers plant Ausbilderin Helga mehrere Lerneinheiten. Für welche davon eignet sich die Vier-Stufen-Methode am besten?

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Richtige Antwort: A — Ein Auszubildender im ersten Jahr soll lernen, ein Werkstück anzureißen.

Warum? Die Vier-Stufen-Methode ist auf überschaubare, manuelle Tätigkeiten mit klaren Arbeitsschritten zugeschnitten, besonders bei Anfängern. Für Planungs-, Analyse- oder Abwägungsaufgaben eignen sich eher Projekt-, Leittext- oder Diskussionsmethoden (AEVO § 3 Abs. 3 Nr. 4).Quelle

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Die Mechatroniker-Auszubildende Pia arbeitet nach der Leittextmethode. Sie hat sich informiert und einen Arbeitsplan erstellt. Was folgt als nächster Schritt?

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Richtige Antwort: C — Entscheiden: Sie bespricht ihren Plan im Fachgespräch mit dem Ausbilder.

Warum? Die Leittextmethode folgt der vollständigen Handlung: Informieren, Planen, Entscheiden, Ausführen, Kontrollieren, Bewerten. Nach dem Planen wird im Fachgespräch mit dem Ausbilder über das Vorgehen entschieden.Quelle

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Die angehende Fachinformatikerin Selin soll im zweiten Ausbildungsjahr das Netzwerk einer kleinen Arztpraxis einrichten. Ihr Ausbilder wählt dafür die Leittextmethode. Was ist der wichtigste Grund für diese Wahl?

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Richtige Antwort: B — Selin soll sich Informationen selbst erschließen und die Arbeit eigenständig planen.

Warum? Die Leittextmethode fördert selbstständiges Lernen: Leitfragen helfen, Informationen zu beschaffen, zu planen und auszuführen, während der Ausbilder berät und im Fachgespräch begleitet. Das entspricht dem Ziel handlungsorientierten, selbstständigen Lernens nach AEVO § 3 Abs. 3.Quelle

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Vier Auszubildende eines Veranstaltungsbetriebs sollen als Projekt ein Firmenjubiläum vollständig selbst planen und durchführen. Welche Rolle übernimmt die Ausbilderin dabei sinnvollerweise?

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Richtige Antwort: D — Sie begleitet als Beraterin, greift bei Bedarf ein und unterstützt die gemeinsame Auswertung.

Warum? Bei der Projektmethode planen, organisieren und reflektieren die Auszubildenden weitgehend selbstständig; die Ausbilderin moderiert und berät, statt alles vorzugeben oder sich ganz zurückzuziehen (AEVO § 3 Abs. 3 Nr. 4).Quelle

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Ausbilder Holger erklärt einer angehenden Kauffrau für Büromanagement das Mahnwesen. Er knüpft an ihr Vorwissen an und führt sie durch gezielte Fragen schrittweise zur Lösung. Welche Methode wendet er an?

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Richtige Antwort: A — Das Lehrgespräch

Warum? Beim Lehrgespräch entwickelt der Ausbilder Inhalte im Dialog: Er knüpft an Vorwissen an und lenkt durch Fragen. Beim Lehrvortrag spricht dagegen überwiegend der Ausbilder, die Vier-Stufen-Methode zielt auf praktische Handgriffe.Quelle

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Im Hotel Bergblick soll die Auszubildende Greta im zweiten Jahr eine Lern- und Arbeitsaufgabe erhalten. Ihre Ausbilderin überlegt, wie sie die Aufgabe auswählt. Was ist sinnvoll?

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Richtige Antwort: B — Einen echten Auftrag wählen, der zum aktuellen Ausbildungsabschnitt passt, und Lernziele festlegen

Warum? Nach AEVO § 3 Abs. 3 Nr. 3 werden Lern- und Arbeitsaufgaben aus dem betrieblichen Ausbildungsplan und den berufstypischen Arbeits- und Geschäftsprozessen entwickelt. Echte Aufträge mit klaren Lernzielen verbinden Arbeiten und Lernen.Quelle

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Ausbilderin Dana formuliert für die Auszubildende Merve in einer Steuerkanzlei ein Lernziel zur Rechnungsprüfung. Welche Formulierung ist ein überprüfbares (operationalisiertes) Lernziel?

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Richtige Antwort: C — Merve kann eine Eingangsrechnung anhand der Bestellung auf sachliche und rechnerische Richtigkeit prüfen.

Warum? Ein operationalisiertes Lernziel beschreibt beobachtbares Verhalten, möglichst mit Bedingungen und Maßstab. Formulierungen wie „verstehen“ oder „kennen“ lassen sich nicht direkt überprüfen.Quelle

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Der Auszubildende Finn macht seit einigen Wochen viele Rechenfehler bei der Materialplanung, obwohl er bisher sicher gearbeitet hat. Wie sollte sein Ausbilder zuerst reagieren?

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Richtige Antwort: D — In einem Gespräch mögliche Ursachen klären, etwa Über- oder Unterforderung oder private Belastungen

Warum? Bei Lernschwierigkeiten sind zuerst die Ursachen zu ermitteln, um die Ausbildung individuell zu gestalten und gezielt zu beraten (AEVO § 3 Abs. 3 Nr. 5). Sanktionen ohne Ursachenklärung lösen das Problem in der Regel nicht.Quelle

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Die Auszubildende Leonie bewältigt die praktischen Aufgaben gut, hat aber trotz betrieblicher Unterstützung große Schwierigkeiten in der Fachtheorie. Welche externe Unterstützung kann ihr Ausbilder vorschlagen?

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Richtige Antwort: B — Die Assistierte Ausbildung über die Agentur für Arbeit, etwa mit Förderunterricht

Warum? AEVO § 3 Abs. 3 Nr. 5 verlangt, bei Bedarf ausbildungsunterstützende Hilfen einzusetzen. Die Assistierte Ausbildung der Agentur für Arbeit bietet unter anderem Förderunterricht und Begleitung während der Ausbildung.Quelle

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Der Auszubildende Marco war wegen einer langen Krankheit mehrere Monate abwesend. Es zeichnet sich ab, dass er das Ausbildungsziel in der regulären Zeit kaum erreichen kann. Wer entscheidet über eine Verlängerung der Ausbildungsdauer?

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Richtige Antwort: C — Die zuständige Stelle auf Antrag des Auszubildenden, nachdem der Betrieb angehört wurde

Warum? Nach § 8 Abs. 2 BBiG kann die zuständige Stelle in Ausnahmefällen auf Antrag des Auszubildenden die Ausbildungsdauer verlängern, wenn dies zum Erreichen des Ausbildungsziels erforderlich ist; der Ausbildende ist vorher zu hören.Quelle

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Die Abiturientin Johanna zeigt in ihrer Ausbildung zur Bankkauffrau sehr gute Leistungen. Sie und ihr Ausbildungsbetrieb möchten die Ausbildungsdauer verkürzen. Wie ist vorzugehen?

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Richtige Antwort: A — Beide stellen gemeinsam einen Antrag bei der zuständigen Stelle.

Warum? Auf gemeinsamen Antrag von Auszubildenden und Ausbildenden hat die zuständige Stelle die Ausbildungsdauer zu kürzen, wenn zu erwarten ist, dass das Ausbildungsziel in der gekürzten Dauer erreicht wird (§ 8 Abs. 1 BBiG).Quelle

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Die Auszubildende Nele erzielt in Betrieb und Berufsschule durchweg herausragende Ergebnisse. Sie möchte vor dem regulären Ende ihrer Ausbildungszeit an der Abschlussprüfung teilnehmen. Unter welcher Voraussetzung ist das möglich?

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Richtige Antwort: B — Wenn ihre Leistungen dies rechtfertigen; Betrieb und Berufsschule werden vorher angehört

Warum? Nach § 45 Abs. 1 BBiG können Auszubildende nach Anhörung der Ausbildenden und der Berufsschule vor Ablauf ihrer Ausbildungszeit zur Abschlussprüfung zugelassen werden, wenn ihre Leistungen dies rechtfertigen.Quelle

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Die angehende Kauffrau für Büromanagement Amira betreut im Betrieb viele internationale Kunden. Sie möchte während der Ausbildung zusätzlich eine Fremdsprachenqualifikation erwerben. Wie sollte die Ausbilderin reagieren?

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Richtige Antwort: A — Eine Zusatzqualifikation anbieten, die ihre berufliche Handlungsfähigkeit ergänzt

Warum? Über das Ausbildungsberufsbild hinaus können zusätzliche Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt werden, die die berufliche Handlungsfähigkeit ergänzen oder erweitern (§ 5 Abs. 2 Nr. 6 BBiG). Ausbilder sollen nach AEVO § 3 Abs. 3 Nr. 6 solche Zusatzangebote machen.Quelle

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Der Auszubildende Mats fragt seine Ausbilderin, ob er seinen Ausbildungsnachweis abends zu Hause schreiben muss, weil dafür im Betrieb angeblich keine Zeit sei. Was gilt?

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Richtige Antwort: C — Der Betrieb muss ihm Gelegenheit geben, den Nachweis am Arbeitsplatz zu führen.

Warum? Auszubildende sind verpflichtet, einen schriftlichen oder elektronischen Ausbildungsnachweis zu führen (§ 13 Satz 2 Nr. 7 BBiG). Nach § 14 Abs. 2 BBiG ist ihnen Gelegenheit zu geben, ihn am Arbeitsplatz zu führen.Quelle

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Ausbilder Dirk zeichnet die Ausbildungsnachweise seiner Auszubildenden nur einmal kurz vor der Prüfungsanmeldung ab. Welche Pflicht ergibt sich für den Betrieb aus dem BBiG?

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Richtige Antwort: D — Die Auszubildenden zum Führen der Nachweise anhalten und diese regelmäßig durchsehen

Warum? Nach § 14 Abs. 2 BBiG haben Ausbildende die Auszubildenden zum Führen der Ausbildungsnachweise anzuhalten und diese regelmäßig durchzusehen. So lassen sich Lücken im Ausbildungsverlauf frühzeitig erkennen.Quelle

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Der 19-jährige Auszubildende Robin hat dienstags ab 8:30 Uhr Berufsschule. Sein Meister möchte, dass er vorher von 7 bis 8 Uhr im Betrieb aushilft. Ist das zulässig?

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Richtige Antwort: A — Nein, vor einem vor 9 Uhr beginnenden Unterricht ist eine Beschäftigung unzulässig.

Warum? Nach § 15 Abs. 1 Satz 1 BBiG dürfen Ausbildende Auszubildende vor einem vor 9 Uhr beginnenden Berufsschulunterricht nicht beschäftigen; die Regel gilt unabhängig vom Alter.Quelle

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Der 20-jährige Mechatroniker-Auszubildende Sven hat einmal pro Woche einen Berufsschultag mit sechs Unterrichtsstunden à 45 Minuten. Sein Ausbilder erwartet, dass er danach noch in den Betrieb kommt. Zu Recht?

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Richtige Antwort: C — Nein, er ist freizustellen; der Tag zählt mit der durchschnittlichen täglichen Ausbildungszeit.

Warum? Nach § 15 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 BBiG sind alle Auszubildenden, unabhängig vom Alter, an einem Berufsschultag mit mehr als fünf Unterrichtsstunden von mindestens je 45 Minuten einmal pro Woche freizustellen. Der Tag wird mit der durchschnittlichen täglichen Ausbildungszeit angerechnet (§ 15 Abs. 2 Nr. 2 BBiG).Quelle

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Die angehende Steuerfachangestellte Carla arbeitet zum Monatsende regelmäßig zwei Stunden länger als vereinbart. Sie fragt, ob das mit ihrer Ausbildungsvergütung abgegolten ist. Was gilt?

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Richtige Antwort: D — Sie ist besonders zu vergüten oder durch entsprechende Freizeit auszugleichen.

Warum? Nach § 17 Abs. 7 BBiG ist eine über die vereinbarte regelmäßige tägliche Ausbildungszeit hinausgehende Beschäftigung besonders zu vergüten oder durch entsprechende Freizeit auszugleichen.Quelle

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Ein kleiner Malerbetrieb möchte seinem Auszubildenden während der gesamten dreijährigen Ausbildung dieselbe Vergütung zahlen. Ist das mit dem BBiG vereinbar?

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Richtige Antwort: B — Nein, die Vergütung muss mit fortschreitender Ausbildung mindestens jährlich steigen.

Warum? § 17 Abs. 1 BBiG verlangt eine angemessene Vergütung, die mit fortschreitender Berufsausbildung mindestens jährlich ansteigt.Quelle

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Die Auszubildende Zoe soll in ihrem Ausbildungshotel jeden Morgen den Privatwagen des Direktors waschen. Ist diese Aufgabe zulässig?

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Richtige Antwort: D — Nein, ihr dürfen nur Aufgaben übertragen werden, die dem Ausbildungszweck dienen.

Warum? Nach § 14 Abs. 3 BBiG dürfen Auszubildenden nur Aufgaben übertragen werden, die dem Ausbildungszweck dienen und ihren körperlichen Kräften angemessen sind. Die Pflicht, Weisungen zu folgen (§ 13 Satz 2 Nr. 3 BBiG), gilt nur im Rahmen der Berufsausbildung.Quelle

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Der Auszubildende Max veröffentlicht in sozialen Netzwerken Fotos eines noch geheimen Prototyps seines Ausbildungsbetriebs. Gegen welche Pflicht aus dem BBiG verstößt er?

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Richtige Antwort: B — Über Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Stillschweigen zu wahren

Warum? § 13 Satz 2 Nr. 6 BBiG verpflichtet Auszubildende, über Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Stillschweigen zu wahren.Quelle

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Ausbilder Martin bewertet die Auszubildende Julia in allen Kriterien mit „sehr gut“, weil sie im Kundenkontakt besonders überzeugt. Ihre Genauigkeit bei Abrechnungen ist jedoch eher schwach. Welcher Beurteilungsfehler liegt vor?

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Richtige Antwort: C — Halo-Effekt: Ein hervorstechendes Merkmal überstrahlt die übrigen Merkmale.

Warum? Beim Halo-Effekt prägt ein auffälliges Merkmal die Bewertung anderer, unabhängiger Merkmale. Beurteilungsfehler zu erkennen und zu vermeiden gehört zur Leistungsbewertung nach AEVO § 3 Abs. 3 Nr. 8.Quelle

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Ausbilderin Birgit führt mit dem Auszubildenden Ole das halbjährliche Beurteilungsgespräch. Welcher Ablauf ist am besten geeignet?

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Richtige Antwort: A — Ole sich zuerst selbst einschätzen lassen, dann die eigene Sicht begründen und Ziele vereinbaren

Warum? Ein Beurteilungsgespräch soll nach AEVO § 3 Abs. 3 Nr. 8 Rückschlüsse für den weiteren Ausbildungsverlauf ermöglichen. Selbsteinschätzung, begründete Fremdeinschätzung und gemeinsame Zielvereinbarung fördern Akzeptanz und Lernfortschritt.Quelle

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Die Zwischenprüfung zeigt, dass die Elektronik-Auszubildende Paula in der Fehlersuche deutliche Lücken hat; die übrigen Bereiche sind gut. Was sollte ihr Ausbilder daraus ableiten?

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Richtige Antwort: C — Die Ergebnisse auswerten und im weiteren Ausbildungsplan gezielt Übungen zur Fehlersuche einplanen

Warum? Die Zwischenprüfung dient der Ermittlung des Ausbildungsstandes (§ 48 Abs. 1 BBiG). Nach AEVO § 3 Abs. 3 Nr. 8 wertet der Ausbilder Prüfungsergebnisse aus und zieht Rückschlüsse für den weiteren Ausbildungsverlauf.Quelle

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Zwischen den Auszubildenden Lisa und Tom kommt es in der Ausbildungswerkstatt wiederholt zu lautstarken Streitigkeiten, die die Arbeit stören. Wie sollte der Ausbilder handeln?

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Richtige Antwort: A — Ein gemeinsames Gespräch führen, beide Seiten anhören und verbindliche Regeln vereinbaren

Warum? Ausbilder sollen nach AEVO § 3 Abs. 3 Nr. 7 Probleme und Konflikte rechtzeitig erkennen und auf eine Lösung hinwirken. Ein moderiertes Gespräch mit beiden Seiten und klaren Vereinbarungen ist dafür ein geeigneter Weg.Quelle

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Der sonst engagierte Auszubildende Yusuf wirkt seit einiger Zeit zurückgezogen, und seine Fehltage nehmen zu. Was sollte seine Ausbilderin zuerst tun?

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Richtige Antwort: D — Ihm frühzeitig ein vertrauliches Gespräch anbieten und bei Bedarf auf Beratungsstellen hinweisen

Warum? AEVO § 3 Abs. 3 Nr. 7 verlangt, Probleme rechtzeitig zu erkennen und auf eine Lösung hinzuwirken. Ein frühes, vertrauliches Gespräch klärt Ursachen, bevor sich die Lage verschärft.Quelle

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Der Auszubildende Ahmad vermeidet im Gespräch mit Vorgesetzten den Blickkontakt. Einige Kollegen deuten das als Desinteresse. Wie sollte der Ausbilder reagieren?

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Richtige Antwort: B — Mit Ahmad und dem Team über unterschiedliche Gewohnheiten sprechen und Missverständnisse klären

Warum? Nach AEVO § 3 Abs. 3 Nr. 9 fördern Ausbilder interkulturelle Kompetenzen. Unterschiedliche Kommunikationsgewohnheiten offen anzusprechen, beugt Fehldeutungen und Konflikten vor.Quelle

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Am ersten Ausbildungstag beginnen in einem Maschinenbaubetrieb drei neue Auszubildende. Ausbilder Frank plant den Tag. Was gehört an den Anfang?

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Richtige Antwort: C — Begrüßung, Ansprechpersonen vorstellen, Betriebsrundgang und Sicherheitsunterweisung

Warum? Eine durchdachte Einführung schafft Orientierung und lernförderliche Bedingungen (AEVO § 3 Abs. 3 Nr. 1). Eine Unterweisung zum Arbeitsschutz vor dem ersten Einsatz dient auch der Pflicht, Auszubildende körperlich nicht zu gefährden (§ 14 Abs. 1 Nr. 5 BBiG).Quelle

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Die angehende Fachinformatikerin Lara fragt, ob sie an einzelnen Tagen von zu Hause aus ausgebildet werden kann. Ihr Ausbilder prüft die Rechtslage. Was gilt nach dem BBiG?

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Richtige Antwort: A — In angemessenem Umfang ja, wenn Inhalte geeignet sind und der Ausbilder erreichbar bleibt.

Warum? § 28 Abs. 2 BBiG erlaubt digitales mobiles Ausbilden in angemessenem Umfang, wenn Informationstechnik eingesetzt wird, Inhalte und Orte geeignet sind und die Qualität gleichwertig ist. Das ist insbesondere der Fall, wenn der Ausbilder erreichbar ist, den Lernprozess steuert und die Fortschritte kontrolliert.Quelle

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Hannah hat Abitur und beginnt eine Ausbildung zur Bankkauffrau. Nach einigen Wochen möchten sie und ihr Ausbildungsbetrieb die Ausbildungsdauer verkürzen. Wie läuft das nach dem BBiG ab?

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Richtige Antwort: D — Hannah und der Betrieb stellen gemeinsam einen Antrag bei der zuständigen Stelle.

Warum? Nach § 8 Abs. 1 BBiG kürzt die zuständige Stelle die Ausbildungsdauer auf gemeinsamen Antrag von Auszubildenden und Ausbildenden; eine einseitige Vereinbarung oder ein Antrag bei der Berufsschule genügt nicht.Quelle

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Die IHK prüft den gemeinsamen Antrag des Auszubildenden zum Elektroniker für Geräte und Systeme Can und seines Betriebs, die Ausbildung um sechs Monate zu verkürzen. Wann muss sie die Ausbildungsdauer nach § 8 BBiG kürzen?

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Richtige Antwort: B — Wenn zu erwarten ist, dass Can das Ausbildungsziel in der kürzeren Zeit erreicht

Warum? Nach § 8 Abs. 1 Satz 1 BBiG hat die zuständige Stelle die Ausbildungsdauer auf gemeinsamen Antrag zu kürzen, wenn zu erwarten ist, dass das Ausbildungsziel in der gekürzten Dauer erreicht wird.Quelle

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Elif, Auszubildende zur Pharmakantin, war fünf Monate krank und befürchtet, das Ausbildungsziel in der vorgesehenen Zeit zu verfehlen. Wie kann die Ausbildungsdauer nach § 8 BBiG verlängert werden?

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Richtige Antwort: A — Auf Elifs Antrag durch die zuständige Stelle, nachdem der Betrieb angehört wurde

Warum? Nach § 8 Abs. 2 BBiG kann die zuständige Stelle in Ausnahmefällen auf Antrag der Auszubildenden die Ausbildungsdauer verlängern, wenn dies zum Erreichen des Ziels erforderlich ist; die Ausbildenden sind vorher zu hören.Quelle

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Ben, Auszubildender zum Werkzeugmechaniker, zeigt in Betrieb und Berufsschule durchgehend sehr gute Leistungen. Er möchte ein halbes Jahr früher an der Abschlussprüfung teilnehmen. Was gilt nach § 45 BBiG?

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Richtige Antwort: C — Er kann zugelassen werden, wenn seine Leistungen es rechtfertigen; Betrieb und Berufsschule werden angehört.

Warum? Nach § 45 Abs. 1 BBiG können Auszubildende nach Anhörung der Ausbildenden und der Berufsschule vor Ablauf der Ausbildungszeit zur Abschlussprüfung zugelassen werden, wenn ihre Leistungen dies rechtfertigen.Quelle

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Svenja hat vor ihrer Ausbildung zur Kauffrau für Groß- und Außenhandelsmanagement eine kaufmännische Berufsfachschule besucht. Eine Landesverordnung zur Anrechnung fehlt. Wie kann die Schulzeit auf die Ausbildungsdauer angerechnet werden?

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Richtige Antwort: B — Auf gemeinsamen Antrag bei der zuständigen Stelle, die im Einzelfall entscheidet

Warum? Nach § 7 Abs. 2 und 3 BBiG kann die zuständige Stelle ohne Landesverordnung im Einzelfall anrechnen; nötig ist ein gemeinsamer Antrag von Auszubildender und Ausbildendem, und der Anrechnungszeitraum muss in ganzen Monaten durch sechs teilbar sein.Quelle

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Felix, Auszubildender zum Mechatroniker, erwirbt während der Ausbildung eine in der Ausbildungsordnung vorgesehene Zusatzqualifikation. Er fragt, wie sich deren Prüfung auf seine Abschlussnote auswirkt. Was trifft zu?

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Richtige Antwort: D — Sie wird gesondert geprüft und bescheinigt; das Ergebnis der Abschlussprüfung bleibt unberührt.

Warum? Nach § 49 Abs. 1 BBiG werden Zusatzqualifikationen nach § 5 Abs. 2 Satz 1 Nr. 6 gesondert geprüft und bescheinigt; das Ergebnis der Abschlussprüfung nach § 37 bleibt unberührt.Quelle

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In der Kantine machen Kollegen wiederholt Witze über den Akzent des Auszubildenden zum Koch Samuel, der aus Eritrea stammt. Samuel lacht mit, wirkt aber zunehmend zurückgezogen. Wie handelt die Ausbilderin richtig?

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Richtige Antwort: B — Sie spricht das Verhalten bei den Kollegen klar an und führt ein vertrauliches Gespräch mit Samuel.

Warum? § 3 Abs. 3 Nr. 7 und 9 AEVO verlangen, Probleme und Konflikte rechtzeitig zu erkennen, auf eine Lösung hinzuwirken und interkulturelle Kompetenzen zu fördern. Abwertendes Verhalten muss angesprochen werden, statt es dem Betroffenen zu überlassen.Quelle

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Mei, Auszubildende zur Fachkraft für Lagerlogistik, vermeidet im Gespräch mit ihrem Ausbilder den Blickkontakt. Er deutet das als Desinteresse. Wie sollte er im Sinne interkultureller Kompetenz vorgehen?

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Richtige Antwort: D — Er hinterfragt seine Deutung und klärt im offenen Gespräch, wie Mei das Verhalten selbst sieht.

Warum? Interkulturelle Kompetenz nach § 3 Abs. 3 Nr. 9 AEVO bedeutet auch, eigene Deutungen zu prüfen: Blickverhalten kann kulturell unterschiedlich geprägt sein. Ein offenes Gespräch klärt das Missverständnis, bevor es in eine Beurteilung einfließt.Quelle

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In einem Chemieunternehmen lernen Auszubildende aus sechs Herkunftsländern. Die Ausbildungsleiterin möchte ihre interkulturellen Kompetenzen gezielt fördern. Welche Maßnahme ist dafür am besten geeignet?

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Richtige Antwort: C — Gemischte Projektteams mit gemeinsamer Aufgabe und Reflexion der Zusammenarbeit

Warum? Interkulturelle Kompetenzen nach § 3 Abs. 3 Nr. 9 AEVO entstehen vor allem durch gemeinsames Handeln und dessen Reflexion. Gemischte Teams mit echter Aufgabe fördern Verständigung, Trennung oder Tabus verhindern sie.Quelle

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Die Auszubildenden zum Tischler Luca und Jan geraten in der Werkstatt immer wieder wegen der Aufgabenverteilung aneinander. Der Ausbilder will den Konflikt lösen. Womit beginnt er sinnvollerweise?

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Richtige Antwort: A — Mit einem Gespräch, in dem beide ihre Sicht schildern, bevor Lösungen gesucht werden

Warum? § 3 Abs. 3 Nr. 7 AEVO verlangt, Konflikte rechtzeitig zu erkennen und auf eine Lösung hinzuwirken. Eine tragfähige Lösung setzt voraus, dass zunächst beide Seiten gehört werden.Quelle

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Mehmet, Auszubildender zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen, kommt mehrfach zu spät zu Kundenterminen. Die Ausbilderin möchte ihm eine Rückmeldung in Form einer Ich-Botschaft geben. Welche Aussage passt?

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Richtige Antwort: B — „Ich ärgere mich, wenn Kunden warten, und wünsche mir, dass du pünktlich bist.“

Warum? Eine Ich-Botschaft beschreibt die eigene Wirkung und einen Wunsch, ohne die Person abzuwerten; das entspricht dem Geben von Rückmeldungen nach § 3 Abs. 3 Nr. 1 AEVO. „Ich glaube, du …“ ist trotz des Anfangs ein Urteil über die Person.Quelle

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Lara, die sonst zuverlässige Auszubildende zur Kauffrau im E-Commerce, wirkt seit Wochen müde, macht viele Fehler und zieht sich zurück. Die Ausbilderin vermutet private Probleme. Wie verhält sie sich angemessen?

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Richtige Antwort: C — Sie sucht frühzeitig ein vertrauliches Gespräch, bietet Unterstützung an und nennt bei Bedarf Hilfsangebote.

Warum? Nach § 3 Abs. 3 Nr. 7 AEVO sollen Ausbilder die persönliche Entwicklung fördern und Probleme rechtzeitig erkennen. Ein frühes, vertrauliches Gespräch wahrt Laras Persönlichkeitsrechte und eröffnet Hilfe.Quelle

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Tim, Auszubildender zum Anlagenmechaniker, hat große Schwierigkeiten im Fachrechnen und fürchtet die Prüfung. Was ist nach § 3 AEVO der beste erste Schritt der Ausbilderin?

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Richtige Antwort: D — In einer Lernberatung die Ursachen klären und gezielte Unterstützung planen

Warum? Nach § 3 Abs. 3 Nr. 5 AEVO unterstützen Ausbilder bei Lernschwierigkeiten durch individuelle Gestaltung und Lernberatung, setzen bei Bedarf ausbildungsunterstützende Hilfen ein und prüfen erst dann eine Verlängerung.Quelle

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Multiple Choice

Die Auszubildenden zu Hotelfachleuten sollen lernen, ruhig und lösungsorientiert mit Gästebeschwerden umzugehen, bevor sie allein an der Rezeption arbeiten. Welche Methode eignet sich dafür besonders?

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Richtige Antwort: A — Ein Rollenspiel mit anschließender gemeinsamer Auswertung

Warum? Für kommunikative und emotionale Ziele eignet sich das Rollenspiel: Die Auszubildenden üben das Verhalten in einer geschützten Situation und reflektieren es danach. Das entspricht der zielgruppengerechten Methodenwahl nach § 3 Abs. 3 Nr. 4 AEVO.Quelle

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Multiple Choice

In einem Industrieunternehmen führen Auszubildende verschiedener kaufmännischer Berufe als Juniorfirma ein kleines Unternehmen im Unternehmen, das echte Produkte einkauft und verkauft. Welches Ziel steht dabei im Vordergrund?

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Richtige Antwort: B — Geschäftsprozesse ganzheitlich erleben und selbstständig Verantwortung übernehmen

Warum? Eine Juniorfirma lässt Auszubildende reale Geschäftsprozesse vom Einkauf bis zum Verkauf selbst steuern; sie fördert damit selbstständiges, handlungsorientiertes Lernen in berufstypischen Prozessen, wie es § 3 Abs. 3 AEVO beschreibt.Quelle

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Multiple Choice

In der Montagehalle eines Maschinenbauers gibt es einen eigenen Bereich, in dem Auszubildende gemeinsam mit Fachkräften an echten Kundenaufträgen arbeiten und dabei gezielt lernen. Wie nennt man dieses Lernortkonzept?

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Richtige Antwort: A — Lerninsel

Warum? Eine Lerninsel liegt mitten im Produktionsprozess: Auszubildende lernen an echten Aufträgen mit Fachkräften. Eine Lehrwerkstatt ist dagegen vom realen Arbeitsprozess getrennt.Quelle

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Multiple Choice

Die Auszubildenden zur Kauffrau im Gesundheitswesen bearbeiten Abrechnungsthemen zunächst in einem Online-Kurs und vertiefen sie danach in Präsenzworkshops mit der Ausbilderin. Wie heißt diese Lernform?

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Richtige Antwort: C — Blended Learning

Warum? Blended Learning verbindet Online-Lernphasen mit Präsenzphasen. Die Wahl solcher Medien und Methoden für die Zielgruppe gehört zu § 3 Abs. 3 Nr. 4 AEVO.Quelle

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Multiple Choice

Die neue Auszubildende zur Industriekauffrau Ronja soll die Abläufe im Wareneingang kennenlernen. Die Ausbilderin gibt ihr einen Fragebogen mit, mit dem sie dort selbstständig Informationen sammelt und danach präsentiert. Welche Methode wird angewendet?

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Richtige Antwort: D — Die Erkundung

Warum? Bei der Erkundung sammeln Auszubildende mit einem vorbereiteten Erkundungsauftrag selbstständig Informationen in einem Bereich und werten sie anschließend aus; das fördert selbstständiges Lernen nach § 3 Abs. 3 AEVO.Quelle

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Multiple Choice

Ein Versandhändler stellt jedes Jahr zwölf neue Auszubildende ein. Viele fühlen sich in den ersten Wochen unsicher und trauen sich kaum, Fragen zu stellen. Welche Maßnahme fördert ihre soziale Integration besonders?

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Richtige Antwort: B — Jedem neuen Auszubildenden eine Patin oder einen Paten aus dem zweiten Ausbildungsjahr zuordnen

Warum? Ein Patenmodell schafft eine vertraute Ansprechperson auf Augenhöhe und erleichtert den Einstieg. Das unterstützt die lernförderlichen Bedingungen und die soziale Entwicklung nach § 3 Abs. 3 Nr. 1 und 7 AEVO.Quelle

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Multiple Choice

Ausbilderin Frau Kühn entwickelt für eine Auszubildende zur Fachinformatikerin für Systemintegration die Lern- und Arbeitsaufgabe, einen Arbeitsplatzrechner einzurichten. Die Aufgabe soll einer vollständigen Handlung entsprechen. Welche Schrittfolge ist richtig?

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Richtige Antwort: D — Informieren, planen, entscheiden, ausführen, kontrollieren, bewerten

Warum? Die vollständige Handlung umfasst Informieren, Planen, Entscheiden, Ausführen, Kontrollieren und Bewerten. Nach § 3 Abs. 3 Nr. 3 AEVO entwickeln Ausbilder Lern- und Arbeitsaufgaben aus betrieblichen Prozessen; die vierstufige Folge gehört zur Vier-Stufen-Methode.Quelle

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Multiple Choice

Am Ende eines Projekts sagt Noah, Auszubildender zum Elektroniker, zu seinem Ausbilder, dessen Anweisungen seien oft unklar gewesen. Wie verhält sich der Ausbilder als Empfänger dieser Rückmeldung richtig?

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Richtige Antwort: C — Er hört zu, fragt nach konkreten Beispielen und bedankt sich für die Rückmeldung.

Warum? § 3 Abs. 3 Nr. 1 AEVO verlangt, Rückmeldungen zu geben und zu empfangen. Beim Empfangen hilft es, zuzuhören, nachzufragen und sich nicht sofort zu rechtfertigen.Quelle

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Multiple Choice

In der dritten Woche der Probezeit möchte ein Betrieb das Ausbildungsverhältnis mit Selin, Auszubildende zur Kauffrau für Marketingkommunikation, beenden. Der Ausbilder will die Kündigung per E-Mail schicken. Was ist richtig?

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Richtige Antwort: A — Die Kündigung muss schriftlich erfolgen; eine E-Mail reicht dafür nicht aus.

Warum? Nach § 22 Abs. 1 BBiG kann in der Probezeit jederzeit ohne Frist gekündigt werden, nach § 22 Abs. 3 aber nur schriftlich; die elektronische Form ist ausgeschlossen. Gründe sind nur bei Kündigungen nach der Probezeit anzugeben.Quelle

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Multiple Choice

Ein Großhändler erfährt am 3. März, dass ein Auszubildender im zweiten Ausbildungsjahr Ware unterschlagen hat. Am 28. März kündigt er ihm fristlos aus wichtigem Grund. Wie ist die Kündigung zu beurteilen?

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Richtige Antwort: A — Unwirksam, weil die Tatsachen länger als zwei Wochen bekannt waren

Warum? Nach § 22 Abs. 4 BBiG ist eine Kündigung aus wichtigem Grund unwirksam, wenn die zugrunde liegenden Tatsachen dem Kündigenden länger als zwei Wochen bekannt sind (außer bei einem laufenden Güteverfahren).Quelle

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Multiple Choice

Nach der Probezeit kündigt Jonas, Auszubildender zum Fahrzeuglackierer, schriftlich mit vier Wochen Frist, weil er Erzieher werden will. Der Betrieb möchte Ersatz für die Einarbeitungskosten verlangen. Was gilt?

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Richtige Antwort: C — Ein Schadensersatzanspruch besteht in diesem Fall nicht.

Warum? Nach § 23 Abs. 1 BBiG kann bei vorzeitiger Lösung nach der Probezeit Schadensersatz verlangt werden, dies gilt aber nicht bei einer Kündigung nach § 22 Abs. 2 Nr. 2, also wenn Auszubildende die Ausbildung aufgeben oder einen anderen Beruf erlernen wollen.Quelle

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Multiple Choice

Die Ausbilderin eines Elektrobetriebs sagt zum Auszubildenden Timo, er solle seinen Ausbildungsnachweis abends zu Hause schreiben, tagsüber sei dafür keine Zeit. Was gilt nach § 14 BBiG?

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Richtige Antwort: D — Timo ist Gelegenheit zu geben, den Nachweis am Arbeitsplatz zu führen.

Warum? Nach § 14 Abs. 2 BBiG haben Ausbildende die Auszubildenden zum Führen der Ausbildungsnachweise anzuhalten, sie regelmäßig durchzusehen und Gelegenheit zu geben, den Nachweis am Arbeitsplatz zu führen.Quelle

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Multiple Choice

Der Betrieb von Zoe, Auszubildende zur Kauffrau für Digitalisierungsmanagement, vereinbart an zwei Tagen pro Woche digitales mobiles Ausbilden. Zoe soll dafür ihren privaten Laptop und eine selbst gekaufte Software-Lizenz nutzen. Was gilt?

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Richtige Antwort: B — Der Betrieb muss die zusätzlich nötige Hard- und Software kostenlos stellen.

Warum? Nach § 14 Abs. 1 Nr. 3 BBiG sind die für das digitale mobile Ausbilden nach § 28 Abs. 2 Satz 2 zusätzlich erforderliche Hard- und Software den Auszubildenden kostenlos zur Verfügung zu stellen.Quelle

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Der 22-jährige Kai, Auszubildender zum Industriemechaniker, hat dienstags sechs Unterrichtsstunden zu je 45 Minuten. Sein Meister erwartet ihn danach noch im Betrieb. Was gilt nach § 15 BBiG, wenn dies sein einziger solcher Schultag in der Woche ist?

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Richtige Antwort: D — Kai ist für den ganzen Tag freizustellen; der Tag zählt mit der durchschnittlichen täglichen Ausbildungszeit.

Warum? Nach § 15 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 BBiG sind Auszubildende unabhängig vom Alter einmal pro Woche an einem Berufsschultag mit mehr als fünf Unterrichtsstunden zu je mindestens 45 Minuten freizustellen; nach Abs. 2 Nr. 2 zählt der Tag mit der durchschnittlichen täglichen Ausbildungszeit.Quelle

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Während einer Messe arbeitet die volljährige Pia, Auszubildende zur Veranstaltungskauffrau, an drei Tagen jeweils zwei Stunden länger als die vereinbarte tägliche Ausbildungszeit. Was steht ihr nach § 17 BBiG zu?

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Richtige Antwort: C — Eine besondere Vergütung oder ein Ausgleich durch entsprechende Freizeit

Warum? Nach § 17 Abs. 7 BBiG ist eine Beschäftigung über die vereinbarte regelmäßige tägliche Ausbildungszeit hinaus besonders zu vergüten oder durch entsprechende Freizeit auszugleichen.Quelle

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Der 17-jährige Luis macht in einem Restaurant eine Ausbildung zum Koch. Am Mittwoch beginnt sein Berufsschulunterricht um 8 Uhr. Bis wann darf er am Dienstagabend nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz höchstens beschäftigt werden?

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Richtige Antwort: A — Bis 20 Uhr

Warum? Im Gaststättengewerbe dürfen Jugendliche über 16 nach § 14 Abs. 2 Nr. 1 JArbSchG zwar bis 22 Uhr arbeiten, nach § 14 Abs. 4 aber am Tag vor einem Berufsschultag, der vor 9 Uhr beginnt, nicht nach 20 Uhr.Quelle

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Die 16-jährige Nele, Auszubildende zur Verkäuferin, arbeitet in einem Modegeschäft regelmäßig auch samstags. Was muss der Betrieb nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz dafür sicherstellen?

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Richtige Antwort: B — Nele hat an einem anderen berufsschulfreien Arbeitstag derselben Woche frei.

Warum? Samstagsarbeit ist in Verkaufsstellen nach § 16 Abs. 2 JArbSchG zulässig; nach § 16 Abs. 3 ist die Fünf-Tage-Woche dann durch Freistellung an einem anderen berufsschulfreien Arbeitstag derselben Woche sicherzustellen.Quelle

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Der 16-jährige Erik, Auszubildender zum Zerspanungsmechaniker, nimmt außerhalb der Berufsschulferien zwei Wochen Urlaub. An einem dieser Tage besucht er die Berufsschule. Was gilt nach § 19 JArbSchG?

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Richtige Antwort: B — Erik ist für diesen Berufsschultag ein weiterer Urlaubstag zu gewähren.

Warum? Nach § 19 Abs. 3 JArbSchG soll Berufsschülern der Urlaub in den Berufsschulferien gegeben werden; sonst ist für jeden Berufsschultag während des Urlaubs ein weiterer Urlaubstag zu gewähren.Quelle

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Ida, Auszubildende zur Medizinischen Fachangestellten, war am 1. Januar 16 Jahre alt und wird im März 17. Wie viele Werktage Urlaub stehen ihr in diesem Kalenderjahr nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz mindestens zu?

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Richtige Antwort: A — 27 Werktage

Warum? Nach § 19 Abs. 2 JArbSchG kommt es auf das Alter zu Beginn des Kalenderjahres an: Wer dann noch nicht 17 Jahre alt ist, erhält mindestens 27 Werktage Urlaub; der Geburtstag im März ändert daran nichts.Quelle

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Tarek, 17, Auszubildender zum Chemikanten, arbeitet seit 15 Monaten im Betrieb. Trotz schriftlicher Aufforderung hat er keine Bescheinigung über die erste Nachuntersuchung vorgelegt. Was gilt nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz?

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Richtige Antwort: C — Er darf bis zur Vorlage der Bescheinigung nicht weiterbeschäftigt werden.

Warum? Nach § 33 Abs. 3 JArbSchG darf ein Jugendlicher nach Ablauf von 14 Monaten nach Aufnahme der ersten Beschäftigung nicht weiterbeschäftigt werden, solange er die Bescheinigung über die erste Nachuntersuchung nicht vorgelegt hat.Quelle

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Multiple Choice

Der Ausbilder ist von den hervorragenden Präsentationen der Auszubildenden zur Kauffrau für Büromanagement Anna so beeindruckt, dass er auch ihre Sorgfalt bei der Ablage sehr gut bewertet, obwohl dort häufig Fehler auftreten. Welcher Beurteilungsfehler liegt vor?

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Richtige Antwort: D — Halo-Effekt

Warum? Beim Halo-Effekt überstrahlt ein besonders auffälliges Merkmal die Bewertung anderer Merkmale. Leistungen sachgerecht festzustellen und zu bewerten gehört zu § 3 Abs. 3 Nr. 8 AEVO.Quelle

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Bei der Halbjahresbeurteilung des Auszubildenden zum Maschinen- und Anlagenführer Rico stützt sich der Ausbilder vor allem auf einen gravierenden Fehler aus der letzten Woche; die guten Leistungen der Monate davor treten zurück. Welcher Beurteilungsfehler liegt vor?

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Richtige Antwort: C — Nikolaus-Effekt

Warum? Beim Nikolaus- oder Recency-Effekt bestimmen Ereignisse kurz vor dem Beurteilungstermin das Urteil über den ganzen Zeitraum. Eine faire Beurteilung nach § 3 Abs. 3 Nr. 8 AEVO stützt sich auf laufende Beobachtungen.Quelle

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Im Halbjahreszeugnis der Berufsschule hat Malik, Auszubildender zum Elektroniker für Automatisierungstechnik, im Lernfeld Messtechnik eine deutlich schwächere Note als in allen anderen Lernfeldern. Was sollte der Ausbilder daraus ableiten?

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Richtige Antwort: A — Er bespricht das Ergebnis mit Malik und plant gezielte Übungsphasen zur Messtechnik.

Warum? Nach § 3 Abs. 3 Nr. 8 AEVO werten Ausbilder auch Leistungsbeurteilungen Dritter, etwa der Berufsschule, aus und ziehen daraus Rückschlüsse für den weiteren Ausbildungsverlauf.Quelle

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Multiple Choice

Jakob, Auszubildender zum Technischen Produktdesigner, postet in sozialen Medien Fotos eines noch geheimen Prototyps, um zu zeigen, woran er gerade arbeitet. Gegen welche Pflicht aus § 13 BBiG verstößt er damit?

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Richtige Antwort: D — Über Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Stillschweigen zu wahren

Warum? Nach § 13 Satz 2 Nr. 6 BBiG sind Auszubildende verpflichtet, über Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Stillschweigen zu wahren; Fotos eines geheimen Prototyps verletzen diese Pflicht.Quelle

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Multiple Choice

Jessica, Auszubildende zur Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung, wird von zwei älteren Auszubildenden in einer Chatgruppe regelmäßig bloßgestellt. Sie vertraut sich ihrem Ausbilder an. Wie handelt er richtig?

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Richtige Antwort: B — Er nimmt die Schilderung ernst, schützt Jessica und spricht zeitnah mit den Beteiligten.

Warum? Nach § 14 Abs. 1 Nr. 5 BBiG haben Ausbildende dafür zu sorgen, dass Auszubildende charakterlich gefördert und nicht gefährdet werden; § 3 Abs. 3 Nr. 7 AEVO verlangt, Konflikte rechtzeitig zu erkennen und auf eine Lösung hinzuwirken.Quelle

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Ausbildung abschließen

Multiple Choice

Der Ausbildungsvertrag des angehenden Industriemechanikers Felix läuft bis Ende August. Der Prüfungsausschuss gibt ihm Ende Juni das Bestehen der Abschlussprüfung bekannt. Wann endet sein Ausbildungsverhältnis?

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Richtige Antwort: D — Mit der Bekanntgabe des Ergebnisses durch den Prüfungsausschuss

Warum? Bestehen Auszubildende die Abschlussprüfung vor Ablauf der Ausbildungsdauer, endet das Berufsausbildungsverhältnis nach § 21 Abs. 2 BBiG mit der Bekanntgabe des Ergebnisses durch den Prüfungsausschuss.Quelle

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Multiple Choice

Die angehende Kauffrau für Groß- und Außenhandelsmanagement Sarah ist in der Abschlussprüfung knapp durchgefallen. Ihr Vertrag endet in zwei Wochen. Was gilt für ihr Ausbildungsverhältnis?

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Richtige Antwort: B — Es verlängert sich auf ihr Verlangen bis zur nächstmöglichen Wiederholungsprüfung, höchstens um ein Jahr.

Warum? Nach § 21 Abs. 3 BBiG verlängert sich das Ausbildungsverhältnis bei nicht bestandener Abschlussprüfung auf Verlangen des Auszubildenden bis zur nächstmöglichen Wiederholungsprüfung, höchstens um ein Jahr. Eine Zustimmung des Betriebs ist nicht erforderlich.Quelle

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Multiple Choice

Ausbilder Jens bereitet die Anmeldung seines Auszubildenden Nico zur Abschlussprüfung vor. Nico fragt, was neben der zurückgelegten Ausbildungszeit Voraussetzung für die Zulassung ist. Was trifft zu?

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Richtige Antwort: C — Die Teilnahme an der vorgeschriebenen Zwischenprüfung

Warum? Nach § 43 Abs. 1 Nr. 2 BBiG setzt die Zulassung die Teilnahme an vorgeschriebenen Zwischenprüfungen voraus, nicht ein bestimmtes Ergebnis. Außerdem muss der Ausbildungsnachweis vorgelegt und das Ausbildungsverhältnis eingetragen sein (§ 43 Abs. 1 Nr. 2 und 3 BBiG).Quelle

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Multiple Choice

Kurz vor der Prüfungsanmeldung stellt die Ausbilderin fest, dass im Ausbildungsnachweis der Auszubildenden Marie mehrere Monate fehlen. Marie meint, das spiele für die Prüfung keine Rolle. Was gilt?

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Richtige Antwort: A — Marie muss den Nachweis vervollständigen, weil seine Vorlage Zulassungsvoraussetzung ist.

Warum? Zur Abschlussprüfung wird nach § 43 Abs. 1 Nr. 2 BBiG nur zugelassen, wer einen Ausbildungsnachweis über den Ausbildenden vorgelegt hat. Das Führen des Nachweises ist zudem Pflicht der Auszubildenden (§ 13 Satz 2 Nr. 7 BBiG).Quelle

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Multiple Choice

Die Ausbildungszeit der Auszubildenden Samira endet sechs Wochen nach dem Termin der Abschlussprüfung. Ihr Ausbilder fragt sich, ob sie an diesem Termin teilnehmen kann. Was gilt?

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Richtige Antwort: A — Sie ist zuzulassen, weil ihre Ausbildungsdauer höchstens zwei Monate nach dem Prüfungstermin endet.

Warum? Nach § 43 Abs. 1 Nr. 1 BBiG ist zuzulassen, wer die Ausbildungsdauer zurückgelegt hat oder wessen Ausbildungsdauer nicht später als zwei Monate nach dem Prüfungstermin endet. Eine vorzeitige Zulassung nach § 45 Abs. 1 BBiG ist deshalb nicht nötig.Quelle

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Der Auszubildende Elias schreibt am Mittwoch den schriftlichen Teil seiner Abschlussprüfung. Er bittet darum, am Dienstag freigestellt zu werden. Wie ist die Rechtslage?

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Richtige Antwort: B — Er ist am Arbeitstag direkt vor der schriftlichen Prüfung freizustellen.

Warum? Nach § 15 Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 BBiG sind Auszubildende an dem Arbeitstag freizustellen, der der schriftlichen Abschlussprüfung unmittelbar vorangeht; der Tag wird mit der durchschnittlichen täglichen Ausbildungszeit angerechnet (§ 15 Abs. 2 Nr. 5 BBiG).Quelle

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Multiple Choice

Die angehende Industriekauffrau Vanessa hat große Angst vor der Abschlussprüfung in drei Monaten. Wie kann ihre Ausbilderin sie am besten unterstützen?

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Richtige Antwort: D — Prüfungssituationen üben, den Ablauf erklären und einen Lernplan erstellen

Warum? Nach AEVO § 3 Abs. 4 Nr. 1 bereiten Ausbilder auf die Abschlussprüfung unter Berücksichtigung der Prüfungstermine vor. Probeprüfungen, Transparenz über den Ablauf und ein gemeinsamer Lernplan bauen Unsicherheit ab.Quelle

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Die Auszubildende Jana hat eine ärztlich festgestellte Lese-Rechtschreib-Störung. Ihr Ausbilder bereitet ihre Anmeldung zur Abschlussprüfung vor. Was sollte er dabei beachten?

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Richtige Antwort: C — Jana auf einen möglichen Nachteilsausgleich hinweisen und sie beim Antrag zur Anmeldung unterstützen

Warum? Nach AEVO § 3 Abs. 4 Nr. 2 sorgen Ausbilder für die Anmeldung zur Prüfung bei der zuständigen Stelle und weisen auf durchführungsrelevante Besonderheiten hin. Ob ein Nachteilsausgleich, etwa mehr Bearbeitungszeit, gewährt wird, entscheidet die zuständige Stelle auf Antrag.Quelle

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Multiple Choice

Die Ausbildung des Kochs Daniel endet. Er hat keine besonderen Wünsche zum Zeugnis geäußert. Welche Angaben muss das Ausbildungszeugnis in jedem Fall enthalten?

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Richtige Antwort: A — Art, Dauer und Ziel der Ausbildung sowie die erworbenen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten

Warum? Nach § 16 Abs. 2 BBiG enthält das Zeugnis Angaben über Art, Dauer und Ziel der Ausbildung sowie die erworbenen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (einfaches Zeugnis). Angaben über Verhalten und Leistung werden nur auf Verlangen aufgenommen (qualifiziertes Zeugnis).Quelle

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In einem Handelsunternehmen hat Ausbilder Georg die gesamte Ausbildung von Ilias durchgeführt; die Geschäftsführerin war daran unbeteiligt. Wer soll das Ausbildungszeugnis unterschreiben?

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Richtige Antwort: C — Die Geschäftsführerin für den Betrieb und zusätzlich Ausbilder Georg

Warum? Das Zeugnis stellen die Ausbildenden aus; haben sie die Berufsausbildung nicht selbst durchgeführt, soll auch der Ausbilder das Zeugnis unterschreiben (§ 16 Abs. 1 BBiG).Quelle

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Die Auszubildende Ronja kündigt in der Probezeit, um eine andere Ausbildung zu beginnen. Sie bittet ihren Betrieb um ein Zeugnis. Muss der Betrieb ihr eines ausstellen?

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Richtige Antwort: D — Ja, bei jeder Beendigung des Ausbildungsverhältnisses ist ein schriftliches Zeugnis auszustellen.

Warum? Nach § 16 Abs. 1 BBiG haben Ausbildende bei Beendigung des Berufsausbildungsverhältnisses ein schriftliches Zeugnis auszustellen; das gilt unabhängig von Grund und Zeitpunkt der Beendigung.Quelle

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Der angehende Industriemechaniker Moritz steht kurz vor der Abschlussprüfung und fragt seinen Ausbilder nach beruflichen Perspektiven. Wie sollte der Ausbilder reagieren?

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Richtige Antwort: B — Über betriebliche Entwicklungswege und Fortbildungen wie Meister oder Techniker beraten

Warum? Nach AEVO § 3 Abs. 4 Nr. 4 informieren und beraten Ausbilder Auszubildende über betriebliche Entwicklungswege und berufliche Weiterbildungsmöglichkeiten.Quelle

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Clara, deren Ausbildungsordnung eine Zwischenprüfung vorsieht, hat dort schwach abgeschnitten. Sie fürchtet, deshalb von der Abschlussprüfung ausgeschlossen zu werden. Was trifft zu?

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Richtige Antwort: A — Für die Zulassung zählt die Teilnahme; die Zwischenprüfung ermittelt nur den Ausbildungsstand.

Warum? Nach § 48 Abs. 1 BBiG dient die Zwischenprüfung der Ermittlung des Ausbildungsstandes; nach § 43 Abs. 1 Nr. 2 BBiG setzt die Zulassung zur Abschlussprüfung nur die Teilnahme an vorgeschriebenen Zwischenprüfungen voraus.Quelle

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Der neue Ausbilder eines Industriebetriebs will den Auszubildenden zum Industriemechaniker Moritz zur Zwischenprüfung anmelden. Dessen Ausbildungsordnung sieht eine Abschlussprüfung in zwei zeitlich auseinanderfallenden Teilen vor. Was gilt?

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Richtige Antwort: D — Eine Zwischenprüfung entfällt; Moritz legt stattdessen Teil 1 der Abschlussprüfung ab.

Warum? Nach § 48 Abs. 2 Nr. 1 BBiG entfällt die Zwischenprüfung, wenn die Ausbildungsordnung eine Abschlussprüfung in zwei zeitlich auseinanderfallenden Teilen vorsieht.Quelle

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Paula, Auszubildende zur Mechatronikerin, hat in Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung schwach abgeschnitten. Sie möchte Teil 1 vor Teil 2 allein wiederholen, um ihr Ergebnis zu verbessern. Was gilt nach § 37 BBiG?

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Richtige Antwort: C — Eine eigenständige Wiederholung von Teil 1 ist ausgeschlossen.

Warum? Nach § 37 Abs. 1 Satz 3 BBiG ist der erste Teil einer Abschlussprüfung in zwei zeitlich auseinanderfallenden Teilen nicht eigenständig wiederholbar; wiederholt wird nur die Abschlussprüfung insgesamt bei Nichtbestehen.Quelle

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Mateo, Auszubildender zum Koch, möchte nach der Ausbildung in Spanien und Irland arbeiten. Er fragt seinen Ausbilder, welche Hilfe es beim Prüfungszeugnis gibt. Was trifft nach § 37 BBiG zu?

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Richtige Antwort: B — Auf Antrag wird dem Zeugnis eine englisch- und eine französischsprachige Übersetzung beigefügt.

Warum? Nach § 37 Abs. 3 Satz 1 BBiG ist dem Zeugnis auf Antrag des Auszubildenden eine englischsprachige und eine französischsprachige Übersetzung beizufügen; andere Sprachen sieht das Gesetz nicht vor.Quelle

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Nach bestandener Prüfung will ein Softwarehaus der Fachinformatikerin Lea ihr Ausbildungszeugnis nur noch als signierte PDF-Datei schicken. Was gilt nach § 16 BBiG?

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Richtige Antwort: B — Das ist nur mit Leas Einwilligung zulässig, sonst ist ein schriftliches Zeugnis auszustellen.

Warum? Nach § 16 Abs. 1 BBiG ist bei Beendigung ein schriftliches Zeugnis auszustellen; mit Einwilligung der Auszubildenden kann es in elektronischer Form erteilt werden.Quelle

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Ayşe, Auszubildende zur Kauffrau im Einzelhandel, besteht ihre Abschlussprüfung. Ab dem nächsten Tag arbeitet sie wie gewohnt im Geschäft weiter, ohne dass etwas vereinbart wurde. Was gilt nach dem BBiG?

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Richtige Antwort: A — Ein Arbeitsverhältnis auf unbestimmte Zeit gilt als begründet.

Warum? Nach § 21 Abs. 2 BBiG endet die Ausbildung mit Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses; wird die Auszubildende danach ohne ausdrückliche Vereinbarung weiterbeschäftigt, gilt nach § 24 BBiG ein Arbeitsverhältnis auf unbestimmte Zeit als begründet.Quelle

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Fünf Monate vor dem Ende seiner Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung verpflichtet sich Daniel schriftlich, nach der Ausbildung bei seinem Ausbildungsbetrieb ein Arbeitsverhältnis einzugehen. Ist diese Vereinbarung wirksam?

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Richtige Antwort: D — Ja, weil sie in den letzten sechs Monaten der Ausbildung getroffen wurde.

Warum? Nach § 12 Abs. 1 BBiG sind Beschränkungen für die Zeit nach der Ausbildung nichtig, außer wenn sich Auszubildende innerhalb der letzten sechs Monate verpflichten, danach mit den Ausbildenden ein Arbeitsverhältnis einzugehen.Quelle

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Die Ausbildung von Merve endet laut Vertrag am 31. Juli. Ihr Termin für die Abschlussprüfung ist der 3. Juni. Sie fragt ihre Ausbilderin, ob sie an diesem Termin schon teilnehmen darf. Was gilt nach § 43 BBiG?

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Richtige Antwort: C — Ja, weil ihre Ausbildung höchstens zwei Monate nach dem Prüfungstermin endet.

Warum? Nach § 43 Abs. 1 Nr. 1 BBiG ist zur Abschlussprüfung zuzulassen, wer die Ausbildungsdauer zurückgelegt hat oder wessen Ausbildungsdauer nicht später als zwei Monate nach dem Prüfungstermin endet.Quelle

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Herr Schulz arbeitet seit fünf Jahren ohne Berufsabschluss im Lager einer Spedition. Er möchte die Abschlussprüfung zur Fachkraft für Lagerlogistik ablegen, deren Ausbildungsdauer drei Jahre beträgt. Was gilt nach § 45 BBiG?

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Richtige Antwort: C — Er ist zuzulassen, wenn er mindestens viereinhalb Jahre in diesem Beruf tätig war.

Warum? Nach § 45 Abs. 2 BBiG ist zur Abschlussprüfung zuzulassen, wer mindestens das Eineinhalbfache der vorgeschriebenen Ausbildungsdauer in dem Beruf tätig war; bei drei Jahren sind das viereinhalb Jahre.Quelle

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Johanna ist hörbehindert und macht eine Ausbildung zur Gestalterin für visuelles Marketing. Bald steht die Anmeldung zur Abschlussprüfung an. Worauf sollte ihr Ausbilder sie hinweisen?

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Richtige Antwort: A — Ihre Behinderung kann berücksichtigt werden, etwa durch einen Gebärdensprachdolmetscher; das sollte sie bei der Anmeldung angeben.

Warum? Nach § 65 Abs. 1 BBiG sollen Prüfungsregelungen die besonderen Verhältnisse behinderter Menschen berücksichtigen, etwa bei Prüfungszeiten, Hilfsmitteln und Hilfen Dritter wie Gebärdensprachdolmetschern. § 3 Abs. 4 Nr. 2 AEVO verlangt, auf solche Besonderheiten hinzuweisen.Quelle

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Oskar hat seine Ausbildung zum Industriemechaniker gerade abgeschlossen und fragt seinen Ausbilder nach den Stufen der höherqualifizierenden Berufsbildung nach dem BBiG. Welche Reihenfolge von der ersten zur dritten Stufe ist richtig?

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Richtige Antwort: D — Geprüfter Berufsspezialist, Bachelor Professional, Master Professional

Warum? Nach § 53a Abs. 1 BBiG sind die Fortbildungsstufen der Geprüfte Berufsspezialist, der Bachelor Professional und der Master Professional. Über solche Weiterbildungswege zu beraten gehört zu § 3 Abs. 4 Nr. 4 AEVO.Quelle

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Offizielle Quellen (2) · zuletzt geprüft am 18. Oktober 2026